• Château de Viviourès, über den Felsen des Hortus

    September 9 in France ⋅ ☀️ 30 °C

    Als Ergänzung zu unserer Tour über den Felsgrat des Hortus verdient auch dieser besondere Ort einen eigenen Footprint: das Château de Viviourès, auch Château de la Roquette genannt.
    Schon aus einiger Entfernung wirken die Ruinen fast unwirklich. Die mittelalterliche Festung sitzt auf einem felsigen Vorsprung am südlichen Ende des Hortus und scheint regelrecht mit dem Kalkstein verwachsen zu sein. Von hier aus liegt die Landschaft rund 200 Meter tiefer, während auf der gegenüberliegenden Seite der markante Pic Saint-Loup aufragt.
    Die Geschichte dieses Platzes reicht weit zurück. Bereits im 11. Jahrhundert wird hier ein „Castrum Rocheta“ erwähnt – daher stammt auch die Bezeichnung Château de la Roquette. Später gehörte die Anlage unter anderem den Grafen von Melgueil und diente sowohl als befestigter Stützpunkt als auch als Wohnsitz. Der heutige Name Viviourès soll auf die Familie Bevieures zurückgehen, die hier im 18. Jahrhundert lebte. Gleichzeitig erinnert der Name an das okzitanische „bien viure“ – sinngemäß einen Ort, an dem es sich gut leben lässt.
    Heute stehen nur noch die eindrucksvollen Mauern und Turmreste über der Schlucht. Aber gerade diese Mischung aus mittelalterlicher Ruine, schroffem Fels und der weiten Landschaft des Hérault machte den Abstecher während unserer Hortus-Tour zu etwas Unumgänglichem.
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