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Les Tamaris

Südlich von Montepillier genießen wir einen Strandurlaub bei Frontignan. Sommer Sonne Kaktus 😬 Read more
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    🇫🇷 Frontignan, Frankreich

    Montpellier – Geschichte, Lebensgefühl und Bücher

    September 4 in France ⋅ ☀️ 33 °C

    Wir haben Montpellier zu Fuß entdeckt – und zwar einmal schön im Rundkurs. Vom modernen Antigone-Viertel und der Place de l’Europe ging es hinein ins historische Zentrum zur Place de la Comédie mit ihren Drei Grazien und der imposanten Opéra Comédie. Von dort weiter über die schattige Esplanade Charles-de-Gaulle am Musée Fabre vorbei und immer tiefer hinein in die verwinkelten Gassen der Altstadt.
    Mit der mächtigen Cathédrale Saint-Pierre und der direkt angrenzenden historischen medizinischen Fakultät wurde es dann richtig geschichtsträchtig. Danach folgten der Jardin des Plantes, der Arc de Triomphe und schließlich die wunderschöne Promenade du Peyrou mit dem Aqueduc Saint-Clément – Montpellier hat auf erstaunlich engem Raum wirklich eine Menge zu bieten. Viele dieser Orte zählen auch offiziell zu den wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
    Was uns heute aber fast noch besser gefallen hat als die einzelnen Sehenswürdigkeiten, waren die Menschen und diese unglaublich entspannte Lebensart. Kein großes Gedränge, kein hektisches „Weiter, weiter“, sondern sitzen, schauen, reden und den Tag einfach passieren lassen. Genau unser Ding.
    Bei einem Kaffee mitten im mittelalterlichen Altstadtteil kann man wunderbar beobachten, wie Montpellier tickt. Und während ich mich dieser ausgesprochen schwierigen Aufgabe widmete, konnte Sandra im Le Bookshop noch einen Kunstschnitt entdecken und erwerben.
    Der Laden ist übrigens selbst schon fast eine kleine Sehenswürdigkeit: Le Bookshop liegt in der Rue du Bras de Fer mitten im mittelalterlichen Montpellier und ist eine englischsprachige Buchhandlung mit Café. Das Gebäude war früher eine Herberge und stammt nach Angaben der Stadt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Im Inneren geht es über mehrere Ebenen hinab in alte steinerne Gewölbe – weniger echte „Katakombe“, aber vom Gefühl her ziemlich nah dran. Zwischen den dicken Steinmauern stehen heute rund 4.000 verschiedene Titel, von Klassikern über Kinderbücher bis zu moderner Literatur. Den Laden gibt es seit 1997. Ein herrlich eigenwilliger Ort, an dem man eigentlich viel länger bleiben könnte, als man geplant hatte.

    Zum Abschluss führte uns der Weg wieder über die Esplanade Charles-de-Gaulle – diesmal allerdings nicht mehr mit kulturhistorischem Auftrag, sondern mit einem kühlen Bier in der Hand.
    Und irgendwie war genau das Montpellier für uns heute: alte Mauern, große Geschichte, kleine Gassen, Kaffee, Bücher, Bier – und Menschen, die offenbar verstanden haben, dass man das Leben nicht schneller machen muss, damit es besser wird.
    Ein richtig schöner Tag. Und eine Stadt, in der wir uns überraschend schnell wohlgefühlt haben.
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  • Sète – wenn der Fang den Speiseplan bestimmt

    September 2 in France ⋅ ☀️ 28 °C

    Es ging es für uns noch einmal nach Sète – und diesmal genau am Mittwoch, dem großen Markttag der Stadt. Schon bei der Anfahrt war klar, dass wir mit dieser Idee nicht allein waren. Rund um die Innenstadt herrschte ordentlich Betrieb und an einen Parkplatz in der Nähe der Hallen war kaum zu denken. Also blieb der Hilux etwas außerhalb stehen und wir machten uns zu Fuß auf den Weg ins Zentrum. Mittwochs breitet sich der große Markt rund um die Halles über mehrere Straßen und Plätze aus – entsprechend voll wird es.
    Unser eigentliches Ziel waren aber die Les Halles de Sète – für uns inzwischen fast ein Pflichtbesuch. Obst, Gemüse, Käse, Fleisch, Austern und natürlich Fisch: Die Halle ist weniger ein Supermarkt als vielmehr ein Stück lebendige Stadt. Besonders beeindruckend sind die Fischstände. Hier liegt nicht eine genormte Auswahl wie in der Kühltheke, sondern das, was Meer, Wetter und Fischer hergegeben haben. Genau das macht den Reiz aus: Nicht immer bestimmt der Kunde, welchen Fisch er heute kaufen möchte – manchmal bestimmt der Fang, was am Abend in der Pfanne landet. Die Fischerei von Sète arbeitet überwiegend mit Tagesfahrten; der Fang wird frisch angelandet und über die örtliche Criée an Fischhändler und Gastronomie weitergegeben.
    Und Auswahl gibt es trotzdem reichlich. Zu den typischen Fängen rund um Sète gehören Dorade royale, Rouget, Makrele, Merlan, Seeteufel, Knurrhahn, Stöcker, Sardine und Wolfsbarsch, dazu Oktopus, Tintenfisch und rosa Garnelen. Gerade jetzt nähert sich außerdem eine spannende Zeit: Im Herbst ziehen viele Goldbrassen aus dem Étang de Thau zurück ins offene Mittelmeer, um dort zu laichen – besonders im Oktober und November steigt ihr Anteil an den Anlandungen deutlich.
    Die Fischgründe rund um Sète sind dabei ungewöhnlich vielfältig. Kleine Fischerboote arbeiten unmittelbar vor der Küste und im Étang de Thau, größere Holzboote fahren einige Seemeilen hinaus und die großen Trawler weiter auf den Kontinentalschelf des Golfe du Lion. Dieses breite Schelf, Flusseinträge und die starke Durchmischung des Wassers machen den Golf von Lion zu einem der produktiveren Gebiete des westlichen Mittelmeers.
    Aber hinter den schön gefüllten Auslagen steckt ein Beruf, der zunehmend schwierig wird. Fangmöglichkeiten und Fangtage sind reguliert, einzelne Bestände stehen unter Druck und die Fischerei muss sich immer stärker zwischen wirtschaftlicher Existenz und dem Schutz der Ressourcen bewegen. Für 2026 gelten beispielsweise erneut konkrete Grenzen für den Fischereiaufwand der Mittelmeer-Trawler. Gleichzeitig versucht Sète, seine traditionelle Fischerei trotz zunehmender regulatorischer Anforderungen dauerhaft zu erhalten.
    Vielleicht sind gerade deshalb Märkte wie die Halles so wichtig. Hier treffen Fischer, Händler, Gastronomen, Einheimische und Besucher unmittelbar aufeinander. Man kauft nicht nur Lebensmittel – man unterhält sich, probiert, trifft Bekannte und hält damit einen Teil der Identität von Sète am Leben. Die Halles werden vom Tourismusbüro nicht umsonst als Mittelpunkt des Stadtlebens beschrieben, an dem sich alle Generationen treffen.
    Und so landeten wir irgendwann zwischen Fischtheken, Marktständen und dem typischen Trubel von Sète wieder genau dort, wo man im Urlaub am liebsten landet: mitten im Leben statt mitten in einer Sehenswürdigkeit.
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  • 35 km Küstenwind, Sète & Google-Maps-Abenteuer

    August 31 in France ⋅ ☀️ 30 °C

    Das Auto blieb heute stehen und die Fahrräder durften ran. Von Les Tamaris ging es über Frontignan bis nach Sète – insgesamt rund 35 Kilometer, größtenteils wunderschön an der Küste entlang. Links das Mittelmeer, dazu Sonne, Wind und immer wieder dieser Blick, bei dem man eigentlich automatisch etwas langsamer fährt.
    Eigentlich zumindest. Denn Google Maps hatte zwischendurch andere Pläne mit uns. 😁 Offenbar gehören die wunderbar ausgebauten französischen Radwege noch nicht überall zum Erfahrungsschatz des Algorithmus. Während neben uns ein perfekter Radweg verlief, wollte Google uns lieber auf seine ganz persönliche Entdeckungstour schicken. Ein kleiner Navigationsfehler gehört schließlich zu einer ordentlichen Fahrradtour dazu.
    Unser Ziel Sète hat dafür mehr als entschädigt. Die Hafenstadt liegt zwischen Mittelmeer und Étang de Thau und wird wegen ihrer zahlreichen Kanäle gerne als „Venedig des Languedoc“ bezeichnet. Rund um den Canal Royal liegen Boote direkt mitten in der Stadt; hier finden im Sommer auch die traditionellen Wasserstech-Turniere statt. Über allem erhebt sich der Mont Saint-Clair, während Fischerei und Hafen bis heute ganz wesentlich zum Charakter der Stadt gehören.
    Ein bisschen durch Sète gerollt, das Treiben am Wasser genossen und anschließend wieder zurück Richtung Frontignan. 35 Kilometer Küste, Meer, Hafen, Sonne – und ein Navi, das dafür gesorgt hat, dass wir unterwegs auch etwas zu lachen hatten.
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  • Einfach mal nichts – Strandtag am Mittelmeer

    August 30 in France ⋅ ☀️ 25 °C

    Der gestrige Tag war noch geprägt von Einkäufen und den letzten ToDos die sich beimCampen immer ergeben. Heute jedoch steht nichts auf dem Programm – und genau das ist der Plan. 😎🏖️
    Keine Fahrradtour, keine Sehenswürdigkeiten und kein „Das müssen wir uns unbedingt noch anschauen“. Heute geht es vom Camping Les Tamaris einfach direkt an den Strand, Handtuch ausbreiten, Sonne genießen und zwischendurch zur Abkühlung ins Mittelmeer. 🌊☀️
    Direkt vor unserem Campingplatz beginnt die Plage des Aresquiers, ein schöner Strandabschnitt bei Frontignan mit Sand, Dünen und viel Mittelmeer vor der Nase. Les Tamaris hat hier tatsächlich direkten Strandzugang – näher am Meer kann man seinen Urlaub eigentlich kaum verbringen.
    Wer es etwas komfortabler mag, findet unmittelbar am Strand auch den Tam Tam Beach Club mit Liegen und entspannter Strandatmosphäre. Wir brauchen heute allerdings nicht viel: Sonne auf der Haut, Meeresrauschen in den Ohren und möglichst wenig Bewegung. 😁
    Manchmal sind eben gerade die Tage, an denen man überhaupt nichts erlebt, die Tage, an denen man den Urlaub am meisten genießt.
    Easy Moments – Simple Life. ☀️🌊🇫🇷
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  • Angekommen am Mittelmeer

    August 28 in France ⋅ 🌬 24 °C

    Heute haben wir unser eigentliches Urlaubsziel erreicht: Camping Les Tamaris in Frontignan. Nach der Fahrt hieß es erst einmal Wohnwagen auf den Platz, ausrichten, WIGO aufbauen und unser kleines Zuhause für die nächsten Tage komplett einrichten. Mittlerweile steht alles, die Stühle sind draußen – und jetzt kann der Urlaub so richtig beginnen. 😎🍹

    Frontignan liegt wunderschön zwischen Mittelmeer, Lagunen und Weinbergen. Die Gegend ist vor allem für ihren Muscat de Frontignan bekannt, während sich direkt hinter der Küste die Lagunenlandschaft rund um den Étang de Thau erstreckt. Dazu kommen die Garrigue und das Gardiole-Massiv – also jede Menge Natur für Ausflüge und Radtouren.

    Auch für die nächsten Tage dürfte uns hier nicht langweilig werden: Sète mit seinen Kanälen und seinem Hafen liegt praktisch vor der Haustür, rund um den Étang de Thau warten kleine Orte, Austernzuchten und mediterrane Landschaft – und auch Montpellier ist für einen Tagesausflug gut erreichbar.

    Aber heute wird erst einmal nichts mehr erobert.
    Ankommen, Füße hoch, etwas Kaltes trinken und genießen, dass wir wieder am Mittelmeer sind.
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  • Leinen los Richtung Frankreich! 🇫🇷🚐

    August 27 in France ⋅ ☁️ 29 °C

    Gestartet sind wir am Liblarer See Campingplatz in Erftstadt und inzwischen gut auf dem Camping Pont de Bourgogne angekommen. Für uns fast schon eine kleine Tradition – bereits zum vierten Mal nutzen wir diesen Platz als entspannte Zwischenstation auf dem Weg weiter in den Süden.
    Morgen geht die Reise weiter Richtung Montpellier und Frontignan, wo mit dem Camping Les Tamaris unser eigentliches Urlaubsziel auf uns wartet. 🌊☀️
    Der erste Reisetag ist geschafft – jetzt beginnt langsam dieses schöne Gefühl: Urlaub! 😊
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    Trip start
    August 27, 2026