• Sofia ➡️ Skopje

    May 1 in North Macedonia ⋅ ☁️ 11 °C

    Tag 18. - Das Tag beginnt mit schönen Wetter bei 7°C. Wir starten Richtung Nord Mazedonien.

    Als erstes besuchen wir die die Kirche von Bojana, auch Bojana-Kirche (bulgarisch Боянска църква). Sie ist eine mittelalterliche bulgarisch - orthodoxe Kirche, in Sofia. Leider war das nächste freie Zeitfenster erst eine Stunde später. Das Warten hat sich dann aber SEHR gelohnt! Die Kirche ist den Heiligen Nikolaus und Pantaleimon (bulg. Никола и Пантелеймон) geweiht. Das Gebäude weist drei Bauphasen aus dem 10., dem 13. und dem 19. Jahrhundert auf. Ihre weltweite Bekanntheit verdankt die Kirche aber ihren Fresken von 1259. Sie stellen ein sehr gut erhaltenes Beispiel für mittelalterliche osteuropäische Kunst dar. Der Name des*der Maler*in(nen) ist nicht bekannt, sein Stil gehörte sehr wahrscheinlich zur Kunstschule von Tarnowo, die auch in dem Felsenkloster Iwanowo tätig war, das wir zwei Tage zuvor besucht hatten. Wie bei der "Mona Lisa" hat man bei zwei Heiligen das Gefühl, von deren Augen immer verfolgt zu werden. Egal wo man in der Kirche steht, man hat immer Blickkontakt. Das auf den Fresken des 12 Jahrhunderts! Auf einer Plakette am Eingang des Kirchengeländes lesen wir auf einer Plakette der UNESCO, die diese Fresken zum Weltkulturerbe erklärt hat, dass die Malereien des 13. Jh. sogar als Vorläufer der europäischen Renaissance-Kunst gelten können. Wow! Das Warten auf unseren 10 Minuten Slot hat sich also wirklich gelohnt (es wurde Björn auch durch die einheimische Kirchenkatze etwas versüßt!) weswegen wir ihn natürlich komplett ausgeschöpft haben.

    Der Weg führt uns später durch herzliche Landschaften nach Nordmazedonien. Bei der Grenze warten wir dann eine Ewigkeit, ca. 1 Stunde, für 500 m. Alle Zöllner waren äußerst höflich.

    Nord Mazedonien - ein sehr schönes Land und die guten Straßen überraschten schon sehr. Hier gibt es Mautstationen, eine Durchfahrt kostest 1€. Der € wird hier nahezu überall anerkannt, fast als wäre es die offizielle (Zweit-)Währung. Landschaftlich ist es hier bildschön - grüne Hügel, mediterrane Dörfer mit rot-orangenen Dachschindeln und im Hintergrund massive Berge. Auf den Hügeln um uns herum begrüßen uns immer wieder Kreuze, aus den Ortschaften ragen hier aber auch Dutzende schmale Minarette in den Himmel.

    Nahe Skopje führte uns unser Weg zu einer Schlucht. Diese Schlucht war aber auch bei den Einheimischen SEHR beliebt. Als wir die lange Autoschlange sahen (nicht schon wieder 😭) haben wir die Anfahrt abgebrochen und uns auf den Weg zur Unterkunft gemacht. Da wir außerhalb der EU sind, beide Smartphones nutzen, haben wir uns für eine E-Sims mit Hotspot entschieden. Technische Probleme haben uns dann diese Anfahrt wirklich schwierig gemacht. Sehr spät am Abend hat Björn das Problem mit dem technischen Support dann lösen können, ab jetzt sollte es reibungslos funktionieren.

    Angekommen in Skopje, der Hauptstadt der kleinen Republik, machten wir uns dann abends auf den Weg in das Stadtzentrum und suchten schließlich auf dem alten Basar nach etwas zu essen. Dieses Viertel scheint sehr albanisch geprägt zu sein - die Wandmalereien sprechen dafür. Dazu gesellen sich alte Moscheen aus osmanischer Zeit. Das Sitzen in einem Café muss hier sehr beliebt sein. Es war uns unverständlich, wie diese vielen Cafés es schaffen, zu überleben, wo viele Restaurants gar nicht geöffnet hatten. Das Essen ist hier ausschließlich fleischlastig mit Beilagen. Als Vegetarier war Björn hier schon sehr gebeutelt.

    Die Ferienwohnung hier ist unter unseren Unterkünften unser bisheriges Highlight: sie liegt im 8 Stock mit einem herrlichen Blick auf die Stadt, Berge und hat eine Tiefgarage. Das Parken in den Hauptstädten ist ja immer eine Herausforderung!

    🚙 285 Km, 🚶🏼‍♂️🚶🏻5 km, ⛪1, 🕓➡️🕒
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