• Ostrog ➡️ Kotor

    May 7 in Montenegro ⋅ ☁️ 12 °C

    Tag 24 - unser Tag startet mit einem Mokka-Kaffee im Wohnzimmer unserer Gastgeberin, eine fröhliche, ältere Montenegrinerin. Obwohl wir keine gemeinsame Sprache haben (die gute Frau spricht kein Englisch), können wir uns mit Händen und Füßen verständigen. Der Kaffee und die Laune sind gut!

    Von dort aus geht es den Weg weiter zum nahegelegenen Kloster Ostrog - quasi das Nationalheiligtum Montenegros. Jährlich wird es von hunderttausenden Pilger*innen und Tourist*innen aus aller Welt besucht - wir sind ein bisschen beides. Es geht für uns einige Serpentinen hoch, wegen des wenigen Verkehrs aber heute kein großes Problem. Für die letzten Höhenmeter zum unteren Teil des Klosters nutzen wir die Treppen. Dort angekommen, sehen wir das Hauptgebäude des Klosters, in dem die Mönche wohnen und wo sich auch der üppige Souvenirladen befindet. Unser Blick fällt auch auf einige Decken und Kissen, die dort unter einem Unterstand liegen. Tatsächlich gibt es die Möglichkeit, hier auf dem Klostergelände zu übernachten. Oft heißt das aber, draußen unter freiem Himmel zu schlafen... Das Risiko wollten wir dann doch lieber nicht eingehen. Über eine weitere Treppe kommt man zu dem älteren Teil des Klosters, der in den Fels gehauenen Höhlenkirche (streng genommen sind es sogar zwei Kirchen). Es ist eine alte Tradition, die ca. 30 m vom unteren zum oberen Kloster barfuß zu gehen und bevor man die Kirche mit dem Grab des Klostergründers, St. Basilius von Ostrog, betritt, Decken oder Dinge des alltäglichen Bedarfs zu spenden. Beide Traditionen haben wir bei unserem Besuch befolgt. Die Wandmalereien und Mosaike an den Felswänden sind sehr kunstvoll und wirklich schön. Vom Dach des oberen Klosters hat man noch dazu einen guten Blick über die tolle Landschaft.

    Unsere nächste Station ist danach die alte Küstenstadt Kotor. Über geschwungene Straßen geht es zu unserer Unterkunft, die direkt am Wasser der Adria gelegen ist. Zum zweiten Mal auf unserer Reise sehen wir also nun das Mittelmeer! Ein Besuch in der sagenhaft schönen Altstadt der venezianisch geprägten Handelsstadt Kotor ist erst für morgen geplant. Heute schlendern wir also vor allem an der Küste entlang, genehmigen uns einen Kaffee in einem Restaurant, schauen Kreuzfahrtschiffen beim Ein- und Auslaufen zu und setzen uns abends mit zwei Pizzakartons und einer Flasche lokalen Rotwein auf einen Pier und starren in das durchsichtige Wasser bis es dafür zu dunkel ist und die Fledermäuse über die Wellen schweben. Hier lässt es sich sehr gut aushalten!

    🚙 162km,🚶🏼‍♂️🚶🏻‍♂️5 km, ⛪ 2
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