Erfurt im Regen
May 11 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C
Der Tag begann heute ganz entspannt – zumindest für mich. Andrea dagegen stand schon früh im mobilen Backstudio und knetete erstmal den Brotteig fertig. Während draußen der Himmel aussah, als hätte jemand sämtliche Grautöne gleichzeitig eingeschaltet, wurde in Grisu fleißig vorbereitet. Frisches Brot auf Reisen – wir arbeiten eindeutig an unserer Sternebewertung als Wohnmobilbesatzung.
Danach ging es Richtung Erfurter Altstadt. Schon die Fahrt durch die engen Straßen war ein Erlebnis. Wunderschöne historische Häuser, liebevoll restaurierte Fassaden und überall dieses mittelalterliche Flair, bei dem man ständig erwartet, dass gleich ein Ritter um die Ecke geritten kommt. Stattdessen kam höchstens ein E-Scooter – die moderne Version des Streitrosses.
Unser erster Halt war die beeindruckende St.-Severi-Kirche. Besonders fasziniert haben uns das kunstvolle Taufbecken und die mächtige Orgel, die auf ihrem Marmorpodest thront, als würde sie jederzeit ein eigenes Konzert geben wollen. Überhaupt wirkt die Kirche unglaublich majestätisch – ruhig, gewaltig und voller Geschichte.
Kaum waren wir allerdings wieder draußen, öffnete der Himmel sämtliche Schleusen gleichzeitig. Regen wäre untertrieben gewesen – eher eine kostenlose Komplettwäsche für Touristen. Zum Glück lag direkt gegenüber der Hohe Dom St. Marien zu Erfurt. Also flüchteten wir kurzerhand hinein und bestaunten dort die riesigen Gewölbe, die prachtvollen Fenster und die beeindruckende Atmosphäre. Der Domberg mit Dom und Severikirche nebeneinander ist wirklich ein Anblick, den man nicht vergisst – selbst wenn man dabei langsam durchweicht.
Nach so viel Kultur musste dringend ein Cappuccino her. Also ab ins Eiscafé, um dort die nächste Regenrunde auszusitzen. Leider hatte das Wetter offenbar andere Pläne. Der Regen blieb hartnäckiger als ein Vertreter an der Haustür. Deshalb beschlossen wir spontan, ins Einkaufszentrum Anger 1 zu fahren und dort ein wenig trocken weiterzubummeln.
Als der Regen endlich etwas nachließ, ging es zurück zu Grisu – und wir beschlossen kurzerhand weiterzufahren. Jetzt stehen wir in Bad Dürrenberg direkt vor dem riesigen Gradierwerk und hoffen, dass das Wetter morgen wieder etwas freundlicher wird. Grisu jedenfalls steht tapfer da wie ein alter Feuerwehrmann im Ruhestand: wetterfest, gelassen und jederzeit bereit für das nächste Abenteuer.Read more
























Traveler
Das ist ja schmal
Traveler
Da würde noch in Handarbeit monatelang geschnitzt- beeindruckend
TravelerDas sieht ja toll aus.
Traveler
Das sind tolle Fotos freue mich schon auf noch viele schöne Aufnahme gefällt mir sehr LG Mama