• Durch die Obstkammer Polens

    May 23 in Poland ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute stand die Weiterreise nach Lublin auf dem Programm. Von Kielce aus ging es immer weiter Richtung Osten – und unterwegs hatten wir plötzlich das Gefühl, mitten durch einen gigantischen Obstkorb zu fahren.

    Unsere Strecke führte uns durch die berühmte Obstkammer Polens. Kilometerweit reihten sich riesige Apfel- und Birnenplantagen aneinander. Dazwischen endlose Felder mit Johannisbeeren, Himbeeren und anderen Obstsorten. Teilweise sah man wirklich bis zum Horizont nur Obstbäume und Plantagen. Wenn irgendwo plötzlich ein einzelner Baum ohne Früchte stand, wirkte er fast schon fehl am Platz.

    Polen gehört tatsächlich zu den größten Apfelproduzenten Europas und genau durch diese Regionen sind wir heute gefahren. Besonders rund um Ostpolen und die Gebiete Richtung Lublin wird unglaublich viel Obst angebaut. Überall kleine Höfe, landwirtschaftliche Betriebe und Menschen, die scheinbar genau wissen, wie man perfekte Äpfel produziert.

    Was uns dabei immer wieder auffällt: Wie ordentlich und sauber hier alles wirkt. Die kleinen Orte, die Gärten, die Straßen – selbst entlang der Landstraßen liegt kaum Müll herum. Keine überquellenden Straßengräben, keine wilden Müllsammlungen und kein kaputtes Sofa am Waldrand. Irgendwie wirkt alles gepflegt und aufgeräumt. Man ertappt sich fast dabei, automatisch langsamer zu fahren, weil man ständig links und rechts schauen möchte.

    Die Fahrt selbst war unglaublich entspannt. Kleine Straßen, viel Natur und immer wieder diese endlosen Obstplantagen. Ehrlich gesagt hatten wir irgendwann ständig Lust auf Apfelkuchen.

    Jetzt bleiben wir erstmal über Pfingsten hier in Lublin – genauer gesagt etwa fünf Kilometer außerhalb der Stadt auf einem kleinen gemütlichen Stellplatz. Nach den letzten Tagen voller Eindrücke tut ein etwas ruhigerer Abend richtig gut.
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