• „Grisu bekommt neue Treter – und

    July 17 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    wir genießen die letzten Reisekilometer“

    Gestern Nachmittag hieß es Abschied nehmen. Nach den schönen Stunden mit Theo und Claudia packten wir wieder unsere sieben Sachen zusammen und machten uns auf den Weg ins rund 100 Kilometer entfernte Neuenkirchen. Unser Nachtplatz am Sportplatz war ruhig und perfekt – schließlich musste Grisu Kräfte sammeln. Am nächsten Morgen stand nämlich ein wichtiger Termin an: Schuhwechsel beim großen Herrn Grisu.

    Pünktlich um 8 Uhr rollten wir in die Werkstatt ein. Und dort ging alles schneller als gedacht. Keine 15 Minuten später hing unser 8-Tonnen-Koloss bereits in der Luft. Weitere 15 Minuten später stand er da – ohne Schuhe. Ein Anblick, bei dem selbst ein Feuerwehrfahrzeug wahrscheinlich kurz überlegt: „Und wie komme ich jetzt eigentlich wieder nach Hause?“

    Die alten Reifen hatten uns treu begleitet, aber sie hatten inzwischen eindeutig das Rentenalter erreicht. Außerdem hatte das militärische Grobstollenprofil einen kleinen Nachteil: Es hörte sich beim Fahren ungefähr so an, als würde ein Panzer versuchen, heimlich durch die Gegend zu schleichen. Von leise konnte also keine Rede sein.

    Also bekam Grisu einen neuen Satz MPT-Reifen. Und siehe da: Schon bei den ersten Metern war der Unterschied deutlich zu hören. Weniger Brummen, weniger Dröhnen – Grisu fährt jetzt deutlich entspannter. Ob er dadurch auch beim Tanken weniger Durst bekommt, konnten wir leider noch nicht feststellen. Man kann schließlich nicht alles haben.

    Nach gut drei Stunden war die Operation „Neue Schuhe“ erfolgreich abgeschlossen. Grisu stand wieder auf eigenen Rädern und sah aus, als könnte er direkt zum nächsten Abenteuer starten.

    Mit dem frisch besohlten Reisegefährten ging es weiter nach Limburg an der Lahn.

    Und was erwartete uns dort? Eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch.

    Limburg gehört zu den schönsten Fachwerkstädten Deutschlands. Überall stehen wunderschöne alte Häuser mit krummen Balken, bunten Fassaden und viel Geschichte. Mehr als 600 Fachwerkhäuser prägen die Altstadt und machen jeden Spaziergang zu einer kleinen Zeitreise. Man kommt kaum vorwärts, weil ständig jemand sagt: „Warte mal, das Haus müssen wir fotografieren!“

    Hoch über der Stadt thront der Limburger Dom St. Georg. Mit seinen sieben Türmen ist er ein echtes Wahrzeichen und gehört zu den bedeutendsten spätromanischen Kirchen Deutschlands. Leider versteckte er sich teilweise hinter einer Schutzfolie. Aber selbst im „Renovierungs-Outfit“ machte er noch eine gute Figur. Andere nennen es Baustelle – wir sagen: Dom mit Regenjacke.

    Wir genossen den Nachmittag in der schönen Altstadt, schlenderten durch die Gassen und ließen die vielen Eindrücke der letzten Wochen noch einmal auf uns wirken.

    Danach hieß es wieder: Grisu starten und weiter Richtung Koblenz.

    Hier stehen wir nun unter Bäumen an einem uns bekannten Platz. Und irgendwie fühlt es sich schon ein bisschen komisch an: Nach Wochen voller neuer Länder, neuer Eindrücke, Stellplätze, Abenteuer und kleiner Überraschungen ist unsere große Baltikumreise nun fast zu Ende.

    Am Montag erledigen wir noch ein paar Dinge in Koblenz, bevor es endgültig nach Hause geht.

    Aber eine Reise endet ja bekanntlich nicht mit der Rückkehr – sie bleibt im Kopf, in den Bildern und in den vielen Geschichten, die man noch lange erzählt.

    Im nächsten Footprint gibt es deshalb noch unser persönliches Fazit dieser unglaublichen Tour.

    Und an dieser Stelle sagen wir schon einmal:

    Danke an alle, die uns begleitet haben!
    Danke fürs Lesen, Liken, Kommentieren und Mitfiebern. Es hat uns riesigen Spaß gemacht, euch mit auf die Reise zu nehmen.

    Keine Sorge – Grisu steht schon wieder mit frisch geputzten Schuhen in den Startlöchern. 😉

    Im Herbst nehmen wir euch gerne wieder mit, wenn es heißt:

    Motor an, Abenteuer los!

    Die allerbesten Grüße
    Michael, Andrea und natürlich Grisu 🚒😊
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