• Liesbeth Hofmann
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Wien 🇦🇹 ☀️☕

A 8-day adventure by Liesbeth Read more
  • Trip start
    August 3, 2026

    Anreise Tag

    August 3 in Germany ⋅ ☀️ 16 °C

    Hallo zusammen,

    ich fahre für acht Tage nach Wien und nehme euch hier natürlich wieder mit!

    Die Reise begann mit dem Wecker um 4 Uhr morgens. An dieser Stelle eine wichtige Notiz an mein zukünftiges Ich: Wenn der Zug, der zwei Stunden später fährt, nur 15 € mehr kostet, dann sind diese 15 € manchmal wirklich gut investiert.

    Um 6 Uhr ging mein Zug schließlich in Berlin Südkreuz los. Der erste Teil der Strecke verlief erstaunlich problemlos, über Dresden bis zum freundlichen Winken in Weinböhla. Auch bis Prag war alles noch halbwegs entspannt.

    Doch ungefähr 30 Minuten nach Prag begann das Abenteuer. Zuerst standen wir etwa eine Stunde, mit der Durchsage, dass Bauarbeiten auf der Strecke für die Verzögerung verantwortlich seien. Danach fuhren wir vielleicht zehn Minuten, und standen wieder.

    Dann wurde es richtig unangenehm: Der Strom fiel aus. Damit verabschiedete sich auch die Klimaanlage. Keine Toilettenspülung, keine Türöffnung, keine frische Luft. Kurz darauf kam die Ansage, dass etwas am Zug kaputt sei und wir auf unbestimmte Zeit festsaßen. Bei mindestens 35 Grad im Zug fühlte sich das Ganze irgendwann eher wie eine Grabkammer als wie eine Zugfahrt an.

    Als die ersten Leute Kreislaufprobleme bekamen und ich einem armen Schaffner im Spaß androhte, notfalls eine Scheibe einzuschlagen, so einen Nothammer wollte ich schließlich schon immer mal benutzen, wurden die Türen schließlich geöffnet und wir durften auf die Gleise.

    Um die Geschichte etwas abzukürzen: Zum Glück kam später ein anderer Zug Richtung Wien Hauptbahnhof. Die meisten von uns stiegen um und verbrachten die letzten vier Stunden der Reise auf dem Boden sitzend.

    Statt der geplanten 8,5 Stunden war ich am Ende fast 14 Stunden unterwegs. Entsprechend schlecht war meine Laune bei der Ankunft.

    Zum Glück änderte sich das sofort, als mich Marcel am Bahnhof abholte. Er ist gerade für fünf Wochen in Wien und macht dort ein Praktikum bei einem Designer. Den Abend ließen wir dann entspannt auf der Donauinsel bei einem halbwegs kalten Bier ausklingen.

    Im Moment bin ich einfach nur froh, angekommen zu sein, und ehrlich gesagt sehr gespannt, wie die Rückfahrt in einer Woche aussehen wird.
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  • Tag 1

    August 4 in Austria ⋅ 🌙 34 °C

    Unser Tag heute hat erst einmal mit Frühstück im Bett begonnen, Brötchen und Kaffee, ganz so, wie es im Urlaub sein sollte.

    Anschließend sind Marcel, Basti, ein Mitbewohner und Freund von Marcel, und ich zur Otto Wagner Villa gefahren. In der alten Villa befindet sich eine kleine Ausstellung von Ernst Fuchs, der das Haus lange nach dem Tod von Otto Wagner kaufte, restaurierte und anschließend mit etlichen Kunstwerken füllte.

    Wir bewunderten die bunten Glasfenster, Skulpturen und Gemälde. Mein persönlicher Favorit war allerdings das Schlafzimmer mit dem riesigen Bett und der blauen Kassettendecke.

    Da es heute unglaubliche 39 Grad hatte, suchten wir danach Schutz vor der schlimmsten Hitze in einem Café. Dort ließen wir uns Apfelstrudel, übrigens ganz ohne Rosinen, zu meiner großen Freude, und ein Stück Sachertorte schmecken.

    Weil die Hitze wirklich kaum auszuhalten war, ging es anschließend zurück in die Wohnung, wo wir uns erst einmal etwas erholten.

    Den Abend ließen wir schließlich entspannt mit einer Liesl Himbeerbrause und einer kleinen Schwimmeinheit in der Donau ausklingen. Ein ziemlich gelungener Urlaubstag und das trotz der Hitze.
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  • Tag 2

    August 5 in Austria ⋅ ☀️ 39 °C

    Heute musste Marcel leider arbeiten, deshalb hatte ich den Tag ganz für mich. Selbstverständlich begann er wieder mit Kaffee im Bett, allerdings schon um 7 Uhr morgens. Für den Tag waren 39 Grad angekündigt, deshalb wollte ich möglichst früh los, um der Mittagshitze zu entgehen.

    Mein Ziel war der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Das ist mit Abstand die schönste Bibliothek, die ich je gesehen habe. Genau so stellt man sich eine historische Bibliothek vor, mit riesigen Regalen, kunstvoller Architektur und insgesamt rund 200.000 Büchern. Wenn man aufmerksam durch den Saal geht, entdeckt man sogar kleine Türen in den Regalen.

    Zusätzlich gab es dort noch eine Ausstellung zum Thema Liebe. Liebe in all ihren Facetten, Selbstliebe, Liebe in der Literatur, in der Musik und in Opern, gesellschaftliche Aspekte, aber auch Liebe in der Familie. Wirklich eine tolle und überraschend vielseitige Ausstellung.

    Danach bin ich noch eine Weile durch die Straßen Wiens gelaufen und habe die Stadt auf mich wirken lassen.

    Leider ist Marcel inzwischen krank geworden und hat den Abend mit Tee im Bett verbracht. Ich konnte es mir allerdings nicht verkneifen, noch eine ganz kurze Runde in der Donau zu schwimmen und mir anschließend eine Gyros Pita zu gönnen.

    Trotz der großen Hitze war es ein sehr schöner Tag, und Wien begeistert mich bisher jeden Tag ein bisschen mehr.
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  • Tag 3

    August 6 in Austria ⋅ ⛅ 31 °C

    Für Donnerstag hatte ich mir ein Ticket für das Sisi Museum in der Wiener Hofburg gebucht. Also stand ich pünktlich um 10 Uhr vor dem Museum und kam um 12:30 Uhr, ziemlich fasziniert und von Menschenmassen leicht überrollt, wieder heraus.

    Der Teil des Museums, der sich ausschließlich mit Sisi beschäftigt, hat mich ehrlich gesagt fast ein wenig enttäuscht. Die kaiserlichen Appartements dagegen waren umso beeindruckender. Die Räume waren wunderschön erhalten und man konnte sich das Leben am Hof richtig vorstellen. Leider durfte man keine Fotos machen, deshalb habe ich nur ein paar heimliche Schnappschüsse ergattern können.

    Danach war mir ziemlich warm und ich hatte Hunger, also machte ich mich auf den Weg zum Café Kafka. Ich bin zwar kein großer Kafka Fan, ganz im Gegenteil, aber das Café wurde mir empfohlen. Und die Empfehlung hat sich gelohnt, das Croissant war wirklich sehr lecker.

    Am Abend ging es Marcel zum Glück wieder besser und wir beschlossen, endlich einmal Schnitzel essen zu gehen. Wir landeten bei Inge, einer echten Urwienerin, bei der ich mich manchmal schon ziemlich konzentrieren musste, um alles zu verstehen.

    Da es endlich einmal etwas kühler war, schlenderten wir danach noch eine ganze Weile durch die Straßen Wiens. Genau diese entspannten Abendspaziergänge mag ich an Städtereisen besonders gern.
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  • Tag 4

    August 7 in Austria ⋅ ☁️ 26 °C

    Am Freitag waren es zu unserer großen Freude „nur“ 32 Grad. Nach den vergangenen Tagen fühlte sich das fast schon angenehm an.

    Um den Tag gut zu nutzen, sind wir zum Schloss Schönbrunn gefahren und durch die weitläufigen Schlossgärten spaziert. Allerdings sind auch 32 Grad und brennender Sonnenschein noch ziemlich warm, deshalb waren wir nach der Runde doch recht erschöpft.

    Zur Stärkung gab es anschließend Kaiserschmarrn. Marcel entschied sich ganz klassisch für die Variante mit Zwetschgenkompott, ich dagegen für eine eher unklassische Version mit Schokolade und Erdbeeren. Beide waren aber wirklich sehr, sehr lecker.

    Am Abend besuchten wir noch ein Museum, das in seinem Innenhof eine kostenlose Musik und Lichtshow anbietet. Die Atmosphäre dort war wunderschön und ein echtes Highlight des Tages.

    Danach sind wir noch eine ganze Weile durch die Straßen Wiens gestromert. Besonders genossen haben wir, wie angenehm kühl und erstaunlich leer die Stadt nachts war. Wien wirkt am Abend fast wie eine ganz andere Stadt, ruhiger und entspannter auf jeden Fall.
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  • Tag 5

    August 8 in Austria ⋅ ☀️ 26 °C

    Nachdem wir in der letzten Nacht sehr spät ins Bett gekommen waren, waren wir eigentlich ziemlich müde. Aber mir wurden die Flohmärkte in Wien so oft empfohlen, dass wir uns das nicht entgehen lassen wollten. Da sie nur am Wochenende von 8 bis 15 Uhr geöffnet sind, hieß es also um 7:30 Uhr: raus aus den Federn und rein in die Stadt.

    Leider habe ich an diesem Tag kaum Fotos gemacht, aber die Trödelmärkte waren wirklich toll und teilweise herrlich schräg. Zu einem Markt musste man quer durch ein Industriegebiet laufen und bis in die letzte Halle hinein. Dort gab es wirklich alles, von diesen rieeesigen, beweglichen Actionfiguren über Schmuck und Kleidung bis hin zu alten Radios. Gerade dieses bunte Durcheinander macht den Reiz solcher Märkte aus.

    Am Abend wurde es dann noch einmal ganz anders. Wir haben uns die Füße platt getanzt auf einem Rave, der tatsächlich von der Stadt Wien organisiert wurde. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, aber die Stimmung war super.
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  • Tag 6

    August 10 in Austria ⋅ ☀️ 32 °C

    Tag 6 war leider auch schon mein letzter Tag in Wienen, den haben wir tatsächlich ausschließlich mit Faulenzen und Schwimmen verbracht.

    Mit Hängematte und Buch bewaffnet sind wir auf die Donauinsel gezogen und haben uns den ganzen Tag die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Zwischendurch ging es immer wieder in die Donau, um uns abzukühlen.

    Als mein Buch irgendwann zu Ende war, sind wir noch einmal zurück in die Wohnung, haben uns frisch gemacht und sind dann zum Abschluss des Urlaubs in ein All you can eat Sushi Restaurant im 22. Bezirk gefahren.

    Mit 3 hungrigen Gästen, Marcel, sein Mitbewohnern und mir, haben wir dort vermutlich mindestens das Geld wieder reingegessen, wenn nicht sogar deutlich mehr.

    Danach hieß es eigentlich nur noch nach Hause rollen und schlafen, denn am nächsten Morgen ging schon mein Zug zurück nach Hause.

    Ein entspannterer letzter Urlaubstag wäre wahrscheinlich kaum möglich gewesen.
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  • Heimreise

    August 10 in Austria ⋅ ☁️ 25 °C

    Am Montag musste ich leider schon wieder nach Hause fahren. Aber es war eine wirklich schöne Zeit in Wien und ich bin mir sicher, dass ich irgendwann noch einmal wiederkommen werde.

    Nachdem die Hinfahrt schon so abenteuerlich gewesen war, konnte ich mir ein paar Witze darüber, wie die Rückfahrt wohl werden würde, nicht verkneifen. Das hätte ich vielleicht lieber lassen sollen, denn auch die Rückreise verlief wieder ein wenig chaotisch.

    Angefangen hat alles im ersten Zug nach München, der aus unergründlichen Gründen plötzlich eine andere Strecke nahm als erwartet. Auf dieser Strecke mussten wir ständig anhalten, weil andere Züge unseren Weg kreuzten. Der große ICE stand also tatsächlich immer wieder auf freier Strecke, während kleine Regionalbahnen vorbeifuhren.

    Am Ende hatten wir dadurch etwa 90 Minuten Verspätung und ich verpasste meinen Anschluss in München. Zum Glück saß neben mir ein sehr netter junger Mann, mit dem ich mich während der Fahrt unterhalten hatte. Gemeinsam schmiedeten wir einen Plan, wie wir nun weiterkommen könnten.

    Da ich weiter nach Berlin musste, konnte ich einen Zug mit nur 40 Minuten Wartezeit nehmen, der direkt nach Berlin Südkreuz fuhr. Eine Sitzplatzreservierung war allerdings nicht mehr möglich, weil der Zug bereits sehr voll war. Wie durch ein kleines Wunder, oder vielleicht wegen einer kurzfristigen Gleisänderung kurz vor der Abfahrt, schaffte ich es trotzdem noch, einen Sitzplatz zu ergattern.

    Statt wie geplant um 18 Uhr kam ich schließlich erst gegen 20:30 Uhr in Südkreuz an und war danach zum Glück auch bald zu Hause.

    Mein Fazit: Es war ein wunderschöner Urlaub. Wien ist eine unglaublich tolle Stadt mit wahnsinnig viel Charme und unglaublich viel zu entdecken. Nur die Sache mit der Deutschen Bahn bleibt offenbar ein eigenes Abenteuer.

    Und jetzt genieße ich die angenehmen Temperaturen in Berlin ( das ich das mal sage ).
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    Trip end
    August 10, 2026