… und noch eine Bergstrasse
February 12 in New Zealand ⋅ ⛅ 13 °C
Donnerstag, 12.02.2026
60,4km, 714 hm
Schlafplatz am Motueka River/Tapawera bis Campsite Kawatiri
Es war noch fast dunkel, als wir aufwachten, und dämmrig als wir unseren Schlafplatz am Motueka River verließen. Wir hatten noch 13 km bis zum Supermarkt in Tapawera. Dort kauften wir Obst für unser Frühstück und Abendessen ein. Bei einem Tisch mit 2 Bänken mitten im Ort ließen wir uns unser Porridge schmecken. So hatten wir nun genug Kraft, um die Gravel-Road in Angriff zu nehmen. Während wir also taleinwärts radelten machte sich gerade die Sonne auf über die Berge in unser Tal zu leuchten.
Die Stimmung war atemberaubend. Der Nebel hing in den Gräben zwischen den grünen steilen Hügeln und auf den taunassen Weiden standen neugierige Rinder, die uns mit großen Augen folgten. Pferde grasten in den blühenden Wiesen, während sich die Sonne durch die Wolken ins Tal kämpfte.
Bald jedoch änderte sich die Landschaft. Wir radelten an Hopfen-Plantagen vorbei und auch eine Apfel-Plantage war dabei. Rote große Äpfel hingen in den grünen Zweigen, und wäre da nicht ein Zaun gewesen, Alex hätte sicher gerne ein paar mitgenommen und gekostet.
Dann ging es die Gravel-Road hinein. Auf einmal war da eine Straßenbau-Kolonne, die Arbeiten direkt auf der Straße durchführte, und die Straße war eigentlich gesperrt.
Wir fuhren also weiter und kamen zu einem riesigen Bagger, der den Weg versperrte. Dieser hatte quer über die Straße einen tiefen Graben ausgehoben. Alles war voller Schlamm.
Da war jedoch ein Straßenarbeiter, ein großer orange gekleideter, sehr bulliger Mann, dieser half Alex über den Graben und hob sein voll bepacktes Fahrrad wie ein Spielzeug hoch und setzte es auf die andere Seite. Meines hob er ganz alleine darüber. Wow, ich war total perplex, ich hätte das kraftmäßig nicht geschafft.
Dann gings es durch den Wald immer höher hinauf. Die Straße wand sich in angenehmer Steigung hoch, so dass ich fast nie absteigen musste. Ich konnte mit meinem 1. Gang alles gut bewältigen. Ja, schön langsam zeigt sich unser bisheriges Training. Wir sind beide an unserer Herausforderung stärker geworden und gewachsen.
Eine sehr tolle Erfahrung.
Oben am Sattel angekommen, haben wir unser Mittagessen gekocht. Diesmal gab es Süßkartoffel mit Tofu und Gemüse. Sehr abwechslungsreich und köstlich.
Nun hatten wir eine lange Abfahrt vor uns. Auch 2 Motorradfahrer kamen uns von unten entgegen. Diese haben wir in der Abfahrt wieder getroffen. Sie mussten umkehren, kamen mit ihren schweren Maschinen nicht über den gebaggerten Straßengraben.
Ja, manchmal ist es gut, ein Fahrrad zu haben.
Unten auf der Bundesstraße angekommen, blieben wir auf der Kreuzung stehen, fanden einen Campingplatz in Google maps, der nur wenige Kilometer auf unserer Strecke lag und machten uns dorthin auf den Weg.
Dort gab es eine Toilette,jedoch keine Duschen, Preis war online zu bezahlen, $ 10 pro Person. Aber es gab ja gleich daneben einen Fluss und dort haben wir uns den Schweiss des anstrengenden Tages abgewaschen.
Neben uns stand schon das Zelt eines weiteren TA-Riders, Don,war sein Name. Da jedoch die Sandflies wie irre anfingen uns zu überfallen, zogen wir uns ziemlich schnell in unser mückensicheres Zelt zurück und so hatten wir nur eine ganz kurze Kommunikation miteinander.
Da der Highway direkt hinter uns vorbei ging, war es jetzt nicht unbedingt leise, und auch nachts riss der Verkehr nicht ab.Read more













