• …eine unruhige Nacht!

    February 14 in New Zealand ⋅ ☀️ 19 °C

    Samstag,14.02.2026
    62.2 km, 891 hm

    Campsite Murchison nach Maruia Bridge vor Springs Junction

    Am nächsten Morgen schien noch der Mond, als Alex mich um 5h aufweckte. Ok, also dann noch früher als sonst aufstehen. Wir packten alles zusammen und es war dann ca. 6 h 30, als wir Murchison verließen.
    Wir fuhren ein weites Tal auf einer Gravel-Road entlang, die Nebelschwaden hingen schwer in den tieferen Seitentälern. Wir hatten Nebelreißen, teilweise ganz sanften nassen Film, der sich auf unsere Regenjacken legte. Trotzdem kamen wir zügig voran, da es ziemlich gerade, nur unmerklich sanft bergauf ging. Bei einem Unterstand, der von der Straße her offen und bis zum Rand mit Strohballen zugestopft war, machten wir unsere Frühstücksrast.
    Einmal kam ein Radelfahrer vorbei, ein ca. 70jähriger, jedoch gut trainierter Mann, Neuseeländer, mit seiner Frau, die das Wohnmobil von Station zu Station chauffierte, für ihren Mann kochte und ihn am Ende der jeweiligen Radtour freudig erwartete. Aber sie wechselten sich manchmal ab.
    Danach ging es weiter auf der Schotterstraße den Berg hinauf. Auf einer Wiese machten wir kurz Pause und ich bat Alex sich meinen Hinterreifen anzusehen, der ganz komisch rythmisch sich besonders beim hinunterfahren bemerkbar gemacht hatte.
    Wir entdeckten, dass sich nahe des Felgenrandes der Mantel aufzulösen begann,so ca 20 cm waren schon ziemlich aufgescheuert. Die Idee von meinem Schatz, den Vorderreifen gegen den Hinterreifen auszutauschen war schon mal sehr gut. Aber noch besser war der Fix, den der verschlissene Reifen bekam. Er wurde mit Gewebeband komplett umklebt.
    Das Fahrgefühl verbesserte sich sofort. Das rythmische Eiern war wie weggeblasen.
    So ging es nun den Berg weiter hinauf. Die Steigungen waren alle gut zu fahren und ich bewältigte alles sehr gut mit dem 1. oder gar 2. Gang. Wir hatten sogar 6 kleine Bäche direkt zu durchqueren, die Durchfahrten waren teilweise sogar betoniert. Wir erreichten den 580m hohen Maruia Sattel ohne weitere Komplikationen. Danach gings mal wieder auf der Schotterstraße bergab, wobei wir kurz unter dem Sattel noch unser Mittagessen im Halbschatten an der Straße einnahmen. Gut gestärkt konnten wir die lange Abfahrt auf der Schotterstraße bewältigen. Unten angelangt,es war auch schon fast 17h machten wir uns auf Schlafplatzsuche. Zuerst fanden wir ein flaches Flußbett, das auch schon einem 4x4 Jeep gefallen hatte. Das Fahrzeug stand am schönsten Platz. Ok, somit ging unsere Suche weiter. Wir überquerten auf unserer TA-Route die Brücke über den Maruia-Fluss und gleich danach führte eine kleine Schotterstraße zum Flussbett hinunter. Diese schlugen wir sofort ein. Und wirklich, 100 m weiter fanden wir einen flachen Kiesplatz direkt neben dem Fluss. Wir schlugen unser Zelt auf und erfrischten uns im klaren Wasser. Doch auch hier gab es ein paar Sandflies und bald zogen wir uns in unser beschützendes Mesh zurück.
    Und müde waren wir von den vielen Höhenmetern ja ohnedies. Mitten in der Nacht war der Wind stärker geworden und hatte mein Fahrrad,auf der das Tarp abgespannt war, gegen unseren Zelteingang geworfen. Alex kletterte missmutig aus dem Zelt und fixte die Sache.
    Als ca. gegen 1h früh sich eine Ecke des Tarps wegen dem Sturm löste und den Haring herausriß, kletterte ich hinaus, suchte große Flussteine im Mondlicht und beschwerte die neu eingeschlagenen Zelthaken damit. Diese Konstruktion hielt und so konnten wir die andere Hälfte der Nacht noch in Ruhe schlafen.
    Read more