• Freitag, 14.08.2026

    234 km, Stellplatz bis Stellplatz nach Dawson

    Alex weckte mich um 5h. Der Himmel war wolkenverhangen, aber es sollte nicht regnen. Alex hatte gestern noch sein Rad zusammengebaut und an unserer Felge mit dem Schloss angehängt.
    Er ging heute 2 Stunden Radfahren, und ich eine Stunde Laufen.Wir hatten den ganzen „Top of the World Highway“ für uns alleine. Kein einziges Fahrzeug kam um diese Zeit hier entlang.
    Da ich immer früher am Kohbi war, bereitete ich unser Frühstück zu. Alex kam erschöpft aber happy zurück. Er hatte ein paar Anstiege zu meistern gehabt, und das liebte er.
    Wir hatten zwar beide unseren Bärenspray mit, jedoch eine Begegnung blieb uns Gott sei Dank erspart.

    Wieder mal stapelte sich das dreckige Geschirr in der Spüle, weil wir ja „Meter machen“ wollten.
    Die Straße war staubig, und unsere Gewürze im Regal klapperten unentwegt, fast wie Musik.

    Wir waren dann sehr froh, als wir gegen fast 12h Mittags den letzten Rastplatz vor der Grenze zu Kanada anfuhren. Endlich wieder Asphalt!.
    Hier verspeisten wir die letzten Reste unserer Obst-und Gemüsevorräte, die wir ja nicht über die Grenze mitnehmen durften. Den vielen Zwiebel haben wir noch gebraten und im Kühlschrank verstaut.
    Alex hatte gestern noch unsere Liste mit den zu deklarierenden Lebensmitteln ausgedruckt.

    So gerüstet, fuhren wir dem kleinen Häuschen entgegen. Eine Grenzbeamtin fragte nach Feuerwaffen, wo wir genau hinwollten und wie lange wir wo bleiben würden.
    Die Lebensmittelliste kam überhaupt nicht ins Spiel und blieb unbeachtet hinter der Windschutzscheibe liegen.
    Sie stempelte unser Carnet de Passage (Zollpapiere für Kohbi) und auch unsere Pässe ab und schon nach 30 Minuten waren wir wieder in Kanada.
    Endlich wieder Asphalt. Eine schöne Straße wand sich den Berg hinunter und unsere Gewürze hielten ihre Klappe.

    Wir erreichten ca. gegen 18 h das Goldgräber-Städtchen Dawson am Yukon River. Wir reihten uns in eine lange Reihe von Fahrzeugen ein, die mit der kostenlosen Fähre übersetzen wollten. Ich nahm mit den Einkaufssäcken bewaffnet eine frühere Fähre und nutzte die eigentliche Wartezeit zum Einkaufen.
    In dem Laden kaufte ich alles ein was wir die nächsten 3 Tage essen wollten, denn unsere Vorräte waren total aufgebraucht.

    Dann nur noch Stellplatz suchen und ins Bett fallen.
    Hier stand ein Autowrack, aber es war ruhig und die vielen Bäume schirmten den Lärm des nahen Alaska Highways sehr gut ab.
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