• Stegabenteuer & Sommervibes

    Jun 2–5 in Finland ⋅ ☁️ 15 °C

    Da der Weg nach Vaasa recht schwachwindig, dafür starkwellig war und und somit insgesamt seglerisch ausgesprochen zäh, haben wir uns für einen Zwischenstopp in Brädskär entschieden. Müde von der langen Fahrt und angelockt von einem Steg inmitten einer idyllischen Bucht, freuten wir uns auf einen schönen Anleger. Perfektes Timing mit der kreuzenden Fähre, smooth längsseits angedockt am leeren Steg - und dann die große Überraschung. Als Jürgen zum Checken der Facilities an Land gehen wollte haben wir registriert, dass der Steg komplett vom Ufer abgerissen war. Nur noch mit einer schäbigen Leine an einem dünnen Geländer an Land gesichert, und dann noch 13 Tonnen Ahyoka dran. Das ist tatsächlich ein komisches Gefühl. An einem Steg zu hängen, der drohte samt uns durch die Bucht zu driften, das war trotz Müdigkeit nicht sehr verlockend. Um nachts ruhig schlafen zu können, haben wir uns nach einer kurzen Pause mit kalten Spaghettis und Tomatensauce entschieden, nochmal abzulegen und uns in das 2 sm entfernte Brädskäret zu verholen. Also nochmal die Fähre kreuzen und in einem von Mensch und Maus verlassenen Fischerhafen nochmal anlegen. Doch halt. Nicht alle Mäuse hatten die Insel verlassen. Mindestens eine hatte die letzte Fähre verpasst und schlich um unser Boot. Also schnell Mäusehindernisse basteln und an unsere Leinen anbringen. Und dann endlich das verdiente Anlegerbier. Nach einer ruhigen und wirklich tollen Nacht (die sich nur dadurch vom Tag unterscheidet, dass es zwischen 1 und 3 Uhr etwas weniger hell ist 🤣) ging es am nächsten morgen weiter nach Vaasa, unsere erste Station in der Bay of Bothnia.
    Vaasa ist klein, herrlich unaufgeregt und mit den nettesten Finnen beheimatet, die wir bisher kennen gelernt haben. Charmant, interessant und mit einer Hingabe bei allem, was sie tun. Beispielsweise waren wir im FRÖJ, einem tollen Restaurant, das im Internet mit seiner regionalen innovativen Küche wirbt und unser Interesse geweckt hat. Das Essen war hervorragend und ein Verwöhnprogramm für die Augen obendrein. Schaut euch gerne die Fotos dazu an. Dazu gab es in Vaasa inspirierende Gespräche am Steg, die deutsche Flagge wurde extra für uns im Hafen gehisst und feine 25 Grad (im Schatten) und damit offiziell unser erster Sommertag 2026! Und das Anfang Juni. Spektakulär! An Tag 2 on top kam das erste Boot aus Deutschland - außer uns natürlich - in den Hafen. Keine andere Nation findet man so früh hier oben am 63. Breitengrad. Vielleicht weil es mittlerweile in Deutschland so heiß ist. Gerne wären wir noch länger in Vaasa geblieben, doch das nächste perfekte Wetterfenster trieb uns bereits nach 2 Nächten weiter Richtung Norden. Mit einem außergewöhnlichen Ziel. Die kleine Insel Mässkär.
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