• Auf der Überholspur nach Mässkär

    Jun 5–7 in Finland ⋅ ☁️ 19 °C

    Dass wir schon nach 2 Tagen Vaasa wieder verlassen, hätten wir nicht gedacht. Aber der Verführung des guten Windes konnten wir nicht widerstehen. Vaasa hat seinen Zweck erfüllt, wir hatten eine sehr schöne kurzweilige Zeit. Nur in die Boulderhalle haben wir es nicht mehr geschafft. Die Überfahrt nach Mässkär war anfangs besonderes spannend. Bei einem Steggespäch haben wir von einer Abkürzung erfahren, die wir unter anderen Umständen nicht gefahren wären. Bei einer sicheren Tiefe von 1,7 m (nur 35 cm „Luft“ zwischen unseren Kielen und den Steinen!) und der Aussage, dass der ortskundige Nachbar nie unter 2 4 m bei der Durchfahrt erlebt hatte, ermutigte uns, diese spektakuläre Route zu fahren. Mit ausreichend Wind gesegnet, sind wir durch das enge Fahrwasser gedüst und hatten großen Spaß dabei. Im Sausewind vorbei an Mökis, Stegen, kleinen Urlaubsparadiesen. 8 Knoten zeigte uns die Logge in den Spitzen. Sogar als die See etwas ruppiger wurde, hat der Bann des Geschwindigkeitsrausches gesiegt. Etwas Respekt hatten wir vor dem Anlegen bei 20 Knoten Wind in einem sehr engen und mit reichlich Steinen ausgestatteten Hafen, den wir zudem nicht kannten. Die leise Hoffnung, von dem kleinen heimeligen Hafen von Mässkär windarm und freundlich empfangen zu werden, wurde prompt erfüllt. Überrascht hat uns zudem der total leere Hafen mit einer noch überschaubareren Größe als wir dachten. Schließlich legte ja auch eine Fähre dort an. Unsere Ahyoka jedenfalls füllte den Steg nahezu komplett aus. Überhaupt wirkte alles in Mässkär ein bisschen wie bei Gullivers Reisen. Kleine niedliche Hüttchen auf runden kleinen Felslein, Mini-Pilze und winzige Buchten. Irgendwie märchenhaft. Das einzige, was aus dem Rahmen fiel, waren die Moskitos beim Walspaziergang. Die waren riesig, und ihr Hunger noch größer. Keine Ahnung wann die zuletzt menschliche Opfer vor den Rüssel bekommen hatten. Nach 2 Nächten und einem abgewetterten Regen. führte uns der Weg mit ausreichend Wind ins nächste Abenteuer. Und das hatte es reichlich in sich.Read more