• Spektakuläre Zufahrt nach Fågelhararna

    Jul 20–21 in Sweden ⋅ ☀️ 17 °C

    Segler lieben es sich über den segelbaren Wind lustig zu machen. Sie sagen, es gibt nur 3 Winde für Segler:
    1. zu wenig
    2. zu viel und
    3. gegenan
    Und dann kommen da noch störende Elemente wie Wetter und Welle on Top. Perfekte Segeltage an denen Wind, Welle und Wetter passt sind somit eine absolute Rarität. Kein Wunder also, dass viele Segler alles Mögliche tun, um alle möglichen Götter rund um die 3 Ws zu besänftigen, z.B. durch Opfergaben. Obwohl wir weder unseren teuren Gin ins Meer gossen, noch Den Göttern huldigten, haben wir nach Tagen Abwettern in Söderhamn genau so einen wunderbaren, wie gemalten Segel-Tag geschenkt bekommen. Wir rechneten mit achterlichen Winden und sind daher das enge Fahrwasser aus Söderhamn nur mit der Genua gesegelt. Draußen war dann immer noch so viel Wind, dass wir nur mit der Genua bereits 6-7 Knoten auf der Logge hatten. Später konnten wir dann mit dem nachlassenden Wind gemütlich vor dem Wind segeln und sogar die Fock noch mit dazu nehmen. Butterfly-Segeln á la Ahyoka. Im Schutz der Inseln im Archipelago war die Welle auch kein Thema, da nicht vorhanden. Also segelten wir wie auf Schienen in Richtung Ankerbucht.
    Die Zufahrt zu unserer ausgewählten Bucht Fågelhararna sorgte dann doch für reichlich Nervenkitzel. Die Bucht hatte eine superenge Zufahrt mit fiesen, links und rechts unter Wasser liegenden Steinen. Glücklicherweise gab es noch zwei Ansteuerungszeichen, die wir dann mit den GPS-Daten auf dem Plotter vergleichen konnten. Aber kurz den Atem angehalten habe ich trotzdem als wir die engste Stelle passierten. Und es hat sich gelohnt. Die Bucht dahinter war geschützt, wunderschön und mit zwei freien Ankerbojen. Und dank unserer Mitgliedschaft im schwedischen Kreuzerclub (was für 2 Anti-Vereinsmeier wie uns schon erwähnenswert ist) durften wir da auch kostenlos festmachen).
    Danke, danke, danke für diesen schönen Tag.
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