Auf zu den Marquesas Tag 1
18. Mai, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 24 °C
72 sm
Heute wollten wir nun zu den Marquesans aufbrechen. Vorher gab es aber noch Einiges zu erledigen. Nach dem Frühstück ging es erst einmal zu Daniela und Rolf auf die YELO, um unseren bestellten und von ihnen gefertigten Perlenschmuck abholen. Danach fuhren wir weiter zum Dinghidock, Doris hatte noch Obst und Gemüse bestellt. Zum Glück kam die Gemüsefrau heute schon um 10:00 Uhr. Seit kurzem werden hier vom „Gemüseauto“ Erzeugnisse von lokalen Anbauern angeboten. Billig ist es nicht, aber zwischen den Transportschiffen gibt es wenig Frisches zu kaufen.
Ich ging derweil noch zu einem Geschäft, wo ich hoffte noch Perlenbojen zu bekommen. Diese benötigen wir zum Ankern in den Toamotus. Dazu später mehr. Erst erntete ich fragende Gesichter, bekam dann aber doch noch zwei Stück dieser Kunststoffkugeln. Doris hatte in der Zwischenzeit ihren Einkauf auch schon erledigt. Nun schnell wieder zum Boot und das Dinghi überfahrttauglich gemacht. Dazu musste ich den Motor an Bord hieven. Für das 48 kg schwere Teil habe ich extra einen schwenkbaren Galgen mit einem Flaschenzug und Block dran konstruiert. Es ist aber trotzdem jedes Mal ein Kraftakt und eine Millimeterarbeit in der Hoffnung, dass das teure Antriebsgerät nicht ins Wasser abrutscht, bevor die Schrauben oben am Brett endgültig festgedreht sind.
Pünktlich um 12:00 Uhr waren wir mit allen Vorbereitungen fertig, und es konnte losgehen. Anfangs bekamen wir den Wind direkt auf die Nase, was nicht weiter schlimm war, da dieser schon merklich nachgelassen hatte. Da er wie gesagt direkt von vorn kam, setzte ich gleich das große Segel vor der nächsten 90°-Kurve. Nun konnte der Segelspaß starten.
Als wir das große Gambier Atoll durch die engere Passage verließen, spürten wir eine langgezogene Dünung. Drei Meter sollte sie hoch sein. Es ging wie im Fahrstuhl hoch und runter. Leider ließ der Wind alsbald nach, und wir mussten gleich mal zwei Stunden motoren. Zum Glück meldete sich der Wind dann gehorsamst wieder zur Stelle. Später wurde er sogar so üppig, dass ich vorsorglich das erste Reff einband. Die Nacht hindurch war alles friedlich, nicht ein einziger Squall gab uns die Ehre.Weiterlesen





















Reisender
Wow, Uwe du bist ja ein richtiger Nähkünstler!
Reisender
👍👏