• Auf zu den Marquesas Tag 3

    20. Mai, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 27 °C

    167 sm (159 Segel, 8 Motor)

    So wie der letzte Tag aufgehört hatte fing dieser heutige an, nur dass die Schaukelei immer schlimmer wurde. Im Laufe des Tages bezog sich dann der Himmel immer mehr, und zur Abwechslung bekamen wir auch wieder mal Squalls zu spüren. Sie kristallisierten sich einfach so aus der Wolkendecke heraus. Das „Squallmanöver“, welches ich mir schon länger angeeignet hatte, funktionierte aber auch wieder hervorragend, und so konnten sie uns nichts anhaben. Wir sitzen ja zum Glück in einem sehr gut geschützten Steuerstand. Kurz nach 16:00 Uhr war der Spuk vorbei. Der Wind ließ nach und wir segelten langsam aus der Front heraus.
    Mit einem Mal wurde es auch merklich wärmer, und die Socken, die wir die letzten Tage immer getragen hatten, landeten im Salon erstmal auf dem Sofa. Wir waren wieder auf der Barfußroute!
    Leider ließ der Wind immer mehr nach und wir mussten schließlich den Motor zu Hilfe nehmen. Zum Glück kam nach einer Stunde der Wind zurück, und es ging wieder unter Segel weiter. Zum Abendessen kredenzte die Kombüse Milchreis mit brauner Butter und Zimtzucker, das liebe ich.
    In der Nacht wurden wir diesmal von einem starken Squall heimgesucht, ansonsten war alles gut.
    Der starke Wind hatte aber auch etwas Gutes, wir kamen sehr schnell voran, und wenn uns die Flaute zwischendrin nicht so ausgebremst hätte, so wäre unser Etmal über 170 sm gewesen. So waren es „nur“ 168 sm, trotzdem ein neuer Rekord.
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