• Katha und Basti unterwegs
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Südamerika - Peru & Bolivien

Ein 36-Tage Abenteuer von Katha und Basti unterwegs Weiterlesen
  • Copacabana

    6. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach 2,5 sündiger Fahrt von Puno nach Copacabana inklusive erfolgreicher Ausreise aus Peru und Einreise nach Bolivien kamen wir nach einem kurzen Fußmarsch in unserem Hotel an. Der Anblick unserer 'Suite' ließ uns schnell die Strapazen des Berghochlaufens vergessen...
    Wir suchten uns nur kurz etwas zum Mittagessen, bevor wir den Nachmittag lesend in der Hängematte / vor dem Kamin verbrachten.
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  • Isla del Sol und Isla de la Luna

    7. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 20 °C

    Bei recht winterlichen Temperaturen machten wir uns heute morgen um 8.30 Uhr mit dem Boot auf den Weg zu den beiden bekanntesten Inseln im Titicacasee. Die Fahrt zur Isla de la Luna dauerte ca. 2,5 Stunden und bei der Ankunft auf der kleineren, aber trotzdem noch bewohnten Insel, erwartete uns strahlender Sonnenschein. Nach einer Stunde umherstreifen und Fotos machen waren wir ca. eine Stunde auf dem Wasser bis wir die Isla del Sol erreichten.
    Vorbei an Ruinen aus der Prä-Inka-Zeit, in denen heute noch indigene Zeremonien stattfinden, über einen wunderbaren Panoramaweg mit Blick über den See bis zu den Kordilleren, spazierten wir 1,5 Stunden bis zu dem Bootsanleger von dem aus wir um 15 Uhr wieder Richtung Copacabana aufbrachen.
    Um 17 Uhr hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen und ließen den Tag entspannt ausklingen.
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  • Copacabana -> La Paz

    8. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute war endlich mal wieder ausschlafen angesagt, so dass wir die Check-Out Zeit unseres Hotels um 11 Uhr voll ausnutzen können.
    Ziel des Tages: Einmal auf den "Hausberg" von Copacabana, den Cerro Calvario und die Aussicht genießen und hinterher zu Kathedrale, in der Hoffnung eine für Copacabana typische Autosegnung beobachten zu können.
    Um 18 Uhr geht es dann mit dem Bus weiter nach La Paz, ca. 4h Busfahrt erwarten uns.
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  • La Paz

    9. Juli 2017 in Bolivien ⋅ 🌙 1 °C

    Nachdem es gestern doch recht spät geworden ist, wartete heute morgen ein Highlight auf uns: geheizte Zimmer und eine warme Dusche mit ausreichend Wasserdruck! So sonnig es auf den Bildern auch aussieht, die Temperaturen schwanken hier von kurz vor 0°C nachts und 20°C am Tag.
    Den Vormittag haben wir dann mit intensivem Einkaufen verbracht: neue Sonnenbrillen für die Death Road, Nachschub an Medikamenten und Alpaca Pullover standen auf der Liste. Nebenbei haben wir uns noch den "Hexenmarkt" von La Paz angeschaut. Braucht noch jemand ein getrocknetes Lamababy als Glücksbringer zum einmauern? Wir würden da gerade günstig dran kommen...
    Nachmittages haben wir dann versucht unsere Tour in den Salar de Uyuni zu buchen, nur die BoA wehrt sich gegen Kunden so dass wir wohl Bus fahren werden statt zu fliegen. Aber die Straße ist wohl kein Jahr alt und vollständig asphaltiert, so dass die Reise wohl entspannt wird.
    Zum Abendessen gab es dann im Restaurant unseres Hotels noch gegrilltes Lama und argentinisches Rinderfillet. Klingt nach Luxus, ist es für Bolivaner auch, hat aber mit der Flasche Rotwein keine 30€ gekostet.
    Morgen geht es dann mit Mountainbikes auf die "World's Most Dangerous Road", wir sind gespannt.
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  • World most danderous road...

    10. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 17 °C

    ...oder 64 km, 5 Stunden downhill mit dem Mountainbike und 3400 Höhenmeter später.
    Das Abenteuer - auf das ich, Katha, seit meinem 1. Aufenthalt in Bolivien gewartet habe - startete um 7.30 Uhr mit dem Bus in La Paz, mit den Fahrrädern auf dem Dach, warm angezogen und einem hoch motivierten schottischen Guide. Am Startpunkt angekommen wurde wir mit zusätzlicher Schutzkleidung, Handschuhen, Helmen und natürlich den Mountainbikes ausgestattet, alles individuell eingestellt!
    Der erste Teil der Death Road ist asphaltiert und Teil der offiziellen Schnellstraße nach Coroico, die sonst sehr rücksichtslosen bolivianischen Autofahrer zeigten sich bei den Überholmanövern allerdings von ihrer wohlerzogenen Seite ;)
    Die ganze Strecke machten wir in 5-20 Minuten Abständen kurze oder längere Stopps, an denen wir zum einen interessante Infos zu einzelnen Stellen / Kurven / Unfälle bekamen und der jeweils nächste Abschnitt kurz erklärt wurde. Wir wurden also stets gut vorbereitet auf die einzelnen Abschnitte geschickt, was vor allem auf dem alten Teil der Death Road: Schotterpiste mit vielen, vielen Kurven und Steilwand auf der rechten und Abgrund / Jungle auf der linken Seite.
    Am Beginn der alten Death Road wundert man sich zunächst ein wenig über den für die Straße vorgegeben Linksverkehr - er macht aufgrund der vielen schwer einzusehenden Kurven aber Sinn, da diese wenigstens ein bisschen übersichtlicher sind.
    Dem ständig hohen Adrenalinspiegel war mein Blutzucker leider nicht gewachsen, sodass ich nach der Hälfte der Strecke leider in den Begleitbus umsteigen musste :( Bis dahin hatten wir aber schon einige Höhenmeter hinter uns gebracht und aus dem empfindlichen kalten Hochland wurde zunehmend schwüler Urwald.
    Die Tour endete in einem Reservat für Tiere, die auf dem Schwarzmarkt sichergestellt wurden und jetzt in ihrem natürlichen Lebensraum versorgt werden. Neben einer Dusche und einem Nudelbuffet - Spaghetti mit verschiedenen Soßen - haben wir einen kleine Bear-Tour gemacht. In dem Reservat leben insgesamt 3 Brillenbären in je einem eingezäunten Bereichen (3,5km2) mitten im Jungel - so kamen wir einem von ihnen sehr nah, während er genüsslich ein paar Erdnüsse knabberte.
    Nach einem ereignisreichen Tag und 3 Stunden Busfahrt zurück nach La Paz fielen wir glücklich ins Bett.
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  • Seilbahnfahren...

    11. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 14 °C

    ...schön ein bisschen komisch so ohne Ski. In La Paz seit 2014 aber die Lösung das tägliche Verkehrschaos wenigstens ein bisschen in den Griff zu bekommen. Schon an unserem 1. Tag hier haben wir eine Tour mit drei der bisher 4 fertiggestellten Linien angeboten bekommen, die wir heute Vormittag sehr gerne machten.
    Neben einzigartigen Blicken über die Stadt erfuhren wir von unserem Guide einiges Wissenswertes über die Seilbahn und Stadtgeschichte von La Paz und El Alto.
    Gerade machen wir Mittagspause und heute Abend geht es dann mit der Luxusversion eines Nachtbusses - mit Cama-Sitzen (Liege-Sitzen), Heizung und Toilette an Bord - nach Uyuni, wo wir uns morgen früh dann auf eine 3-tätige Tour durch die Salzwüste machen.
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  • Salar de Uyuni - Zugfriedhof

    12. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 16 °C

    Nachdem die "Luxusversion" unseres Nachtbuses sich doch eher als rollender Kühlschrank erwiesen hat, sind wir nach einer etwas unruhigen Nacht um 05:30 Uhr (morgens!) in Uyuni angekommen. Das positive daran: eine Stunde früher als geplant und vom Busunternehmer angegeben...
    In Uyuni erwarteten uns dann Minusgrade und ein kleines, aber immerhin mit zwei Heizstrahlern geheiztes Café, indem wir die nächsten Stunden verbrachten, bis unser Touranbieter um 9 Uhr sein Büro öffnete. Keine 2 Stunden später waren wir dann endlich auf dem Weg ;)

    Der erste Stopp unserer dreitägigen Tour durch den Salar de Uyuni ist der 'Zugfriedhof' von Uyuni, keine 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Zu Beginn der 19. Jahrhunderts war Uyuni noch eine blühende Minenstadt und die Züge wurden genutzt um die gewonnen Ressourcen in Richtung Pazifik zu verschicken. Als in den 40er Jahren viele Minen geschlossen wurden, brauchte auch niemand mehr die Züge und sie wurden einfach in diesem Gebiet abgestellt. Der hohe Salzgehalt in der Luft sorgt dafür, dass die Züge sehr schnell zu rosten beginnen. Die rund 100 hier abgestellten Züge sorgen für einen einmaligen Anblick.
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  • Salar de Uyuni - Salzwüste

    12. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach dem Zugfriedhof geht die Tour zunächst auf Schotterpisten weiter nach Colchani, unserem Eingangstor in den Salar de Uyuni. Bei einem kurzen Stopp wird uns gezeigt, wie hier traditionell Salz gewonnen wird und natürlich haben wir auch hier ein kleines Päckchen gekauft. Dafür haben wir es ohne weiteren Einlauf zurück ins Auto geschafft.
    Später gab es dann erst ein Mittagessen in mitten der Salzwüste: Unsere drei Autos, ein Tisch mit Hockern und sonst nur weiß bis zum Horizont.
    Am Nachmittag nutzen wir dann diese einmaligen Landschaft für das, wofür sie wohl am bekanntesten ist: Fotos mit interessanten Perspektiven. Durch die weiße Ebene bis zum Horizont, reichen ein Kuscheltier Lama, ein bisschen Entfernung und der richtige Kamerawinkel um einmalige Bilder zu erzeugen. Auf ähnliche Weise ist auch das Titelbild entstanden. Zur Regenzeit entstehen hier noch eine andere Art beeindruckender Fotos, wenn eine dünne Wasserschicht den Salar bedeckt und sich der Himmel so darin spiegelt, dass kein Horizont mehr zu erkennen ist.
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  • Salar de Uyuni - Isla Incahuasi

    12. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 17 °C

    Unser letzter Halt kurz vor Sonnenuntergang ist die Isla Incahausi, mitten in der Salzwüste. Da der Salar de Uyuni ursprünglich ein Salzsee war, ist die Benennung als Insel auch durchaus passend. Bekannt ist Incahausi vor allem durch seine riesigen Kakteen, die mehrere Meter hoch werden und bis zu 1.200 Jahren alt sind.
    Pünktlich um 6 Uhr werden wir dann mit einem wunderschönen, aber auch sehr schnellen Sonnenuntergang belohnt. Leider hat dieser auch den Nachteil, dass die Temperatur rapide fällt, so dass wir uns schnell in unsere warmen Jacken, Mütze und Handschuhe kuscheln müssen.
    Die Nacht verbringen wir in einem 'Hotel' am Rande der Salzwüste. Die einzelnen Hütten sind aus Salzblöcken gebaut und haben Lehm-Stroh-Dächer, so dass uns eine halbwegs warme Nacht erwartet. Leider gibt es keine Möglichkeit zu heizen, dafür aber fließendes (und anfangs auch warmes) Wasser und eine Anbindung an das Stromnetz.
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  • Salar de Uyuni - Weg zu den Lagunen

    13. Juli 2017 in Bolivien ⋅ 🌬 26 °C

    Tag 2 der Uyuni Tour und Basti ist langsam genervt von der 'Hora Boliviana': Angekündigte Zeiten am Abend vorher waren Frühstück um 06:30 Uhr und Abfahrt um 7 Uhr. Tatsächlich los ging es dann um 7:45 Uhr...
    Unseren ersten Stopp machen wir in einem von versteinerten Korallen geprägten Steinfeld. Laut unserem Guide gab es an dieser Stelle im Krieg zwischen Chile und Bolivien einmal ziemlich Verwirrung auf chilenischer Seite, da die Steine in der Morgendämmerung und bei dem typischen Nebel für bolivanische Soldaten gehalten wurden und sich die Chilenen auf Grund der großen Anzahl zunächst aus diesem Gebiet zurückzogen.
    Weitere Stopps: Die (nahezu stillgelegte) Bahnlinie von Bolivien nach Chile, kurz vor der chilenischen Grenze und ein von Vulkangestein geprägtes Gebiet.
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  • Salar de Uyuni - Lagunen...

    13. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 28 °C

    ... und Flamingos, jede Menge Flamingos. Und dank dem größeren Objektiv haben wir sogar ein paar schöne Bilder machen können, aber der Reihe nach:

    Nach mehreren Stunden Fahrt durch die steinige Wüste waren wir gegen Mittag an der ersten Lagune Cañapa. Während unsere Fahrer damit beschäftigt waren, die Autos so zu parken, dass wir halbwegs windgeschützt Essen können, hatten wir etwas Zeit uns die Lagune anzusehen und die erste Gruppe von Flamingos zu beobachten. Leider gab es aber auch einen Schwarm Möwen, der es auf das Essen abgesehen hatte und mit dem Lärm auch die Flamingos verscheucht hat.
    Keine 30 Minuten Fahrzeit später waren wir dann an der Laguna Hedionda oder auch 'stinky lagoon'. Durch den vulkanischen Ursprung haben alle Lagunen in diesem Bereich einen sehr hohen Schwefelgehalt, wobei wir der Meinung sind, dass der Geruch an der Laguna Cañapa wesentlich auffälliger war. Statt der paar Flamingos zuvor, konnten wir hier hunderte Flamingos beobachten und lernten durch unseren Guide, dass die Lagunen die bevorzugten Lebensräume für drei Flamingoarten (Chilenische, Anden und James' Flamingos) sind. Offenbar hat dies mit dem hohen Salzgehalt und den niedrigen Wasserständen in den Lagunen zu tun, die den Flamingos die Nahrungssuche stark vereinfachen.
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  • Salar de Uyuni - Ende des 2. Tages

    13. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 17 °C

    Nach dem Besuch der Lagunen gibt es erstmal nur eine Richtung: aufwärts. Über an einigen Stellen gefühlt sehr schmale Fahrspuren und vorbei an immer größeren Schneefeldern geht es aufwärts in die höchste Wüste der Welt. Willkommen in der Siloli-Wüste und in rund 4.550m Höhe. Zum Glück sind wir inzwischen an die extremen Höhen gewöhnt und kommen ohne weitere Anzeichen von Höhenkrankheit über die Runden. Unsere beiden Amerikaner im Auto (beide aus Kalifornien) können nebenbei nicht so richtig glauben, dass es so viel Schnee auf einmal gibt. An dieser Stelle haben wir tatsächlich auch Glück, wenige Tage zuvor war dieser Bereich noch gesperrt, da hier bis zu 2m Schnee lagen.
    Auf dem Weg Richtung Arbol de Piedra, einer durch Wind zerklüfteten Steinformation, zeigt sich dann der Vorteil, als Gruppe zu reisen: Schnell wird der platte Reifen eines anderen Fahrzeugs unserer Gruppe getauscht und als unser Auto danach nicht anspringt, werden mal eben bei laufendem Motor die Batterien der beiden Autos getauscht. Das einzige Problem, dass sich so schnell nicht lösen lässt, ist die defekte Federung an einem unserer Hinterräder. Dass diese defekt ist, wir deshalb nur langsam voran kommen und an jedem Treffpunkt die letzten sind, erfahren wir aber erst, als wir nach Sonnenuntergang an der Laguna Colorada ankommen. Schöne Fotos dieser sonst roten Lagune gibt es deshalb leider nicht.
    Die Nacht verbringen wir in einer sehr, sehr einfachen Unterkunft: 6 Bett Zimmer (für jedes Auto ein Zimmer), Strom durch den Generator (solange er läuft), kaltes Essen und das Fehlen von fließendem Wasser (also Toilettenspülung mit Eimer aus der Regentonne und Zähneputzen mit dem mitgebrachtem Trinkwasser) zeigen uns, dass wir tatsächlich mitten im Nirgendwo angekommen sind. Dank der eigenen Schlafsäcke, den Schlafsäcken des Touranbieters und der guten Merinokleidung wird die Nacht aber sehr erträglich.
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  • Salar de Uyuni - Geysire & Heiße Quellen

    14. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 28 °C

    Tag 3 unserer Tour durch den Salar de Uyuni beginnt mit dem Wecker um 04:30 Uhr, VIER Uhr dreißig, MORGENS. Die Abfahrt (ohne Frühstück) ist heute um 05:00 Uhr angesetzt und, Überraschung, wir fahren tatsächlich pünktlich los. Die Federung unseres Autos ist repariert und da unsere Amis noch über die Grenze nach Chile weiter wollen, fahren wir heute mit Guide im Auto.
    Erster Halt: Die "Geysire" von Sol de Mañana und gleichzeitig der höchste Punkt unserer Tour. Das gesamte Thermalfeld befindet sich auf 4.800 - 5.000m Höhe (zum Vergleich, der Mont Blanc ist 'nur' 4.810m hoch) und besteht aus einigen Bodenrissen, aus denen, bei den herrschenden -10 °C und eisigem Wind, Dampf mit 150 - 200 °C bis zu 50m in die Höhe schießt. Ansonsten gibt es noch kochende Schlammlöcher, aber bei diesem Wetter reicht die Motivation nur für 2 Minuten aus dem warmen Auto springen, gucken, riechen und ab zurück ins Auto. Fotos sind durch die Dunkelheit leider auch nicht möglich.
    Kurz vor Sonnenaufgang erreichen wir dann die in der Nähe liegenden warmen Quellen und während unser Frühstück vorbereitet wird, wagen sich einige wenige aus unserer Gruppe in die Badeklamotten und durch die Kälte ins Wasser (und schlimmer: hinterher wieder hinaus). Nach dem Sonnenaufgang wurde es dann zum Glück wärmer und für uns gab es endlich Frühstück.
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  • Salar de Uyuni - Dali, Lagunen & Chile

    14. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 31 °C

    Nächster Stopp unseres Wagens ist die sogenannte "Dali"-Wüste. Angeblich haben die kargen Landschaften Dali bei seinen surrealistischen Malereien beeinflusst. Wahrscheinlich ist aber, dass es zuerst die Bilder Dalis gab und hinterher jemand in Bolivien gedacht hat, man könnte Geld damit verdienen, wenn man die Wüste entsprechend benennent ;) Es gibt auf jeden Fall keinen Hinweis darauf, dass Dali diese Landschaft je zu Gesicht bekommen hat.
    Letzter offizieller Halt auf unserer Tour sind die Laguna Blanca & Verde. Eigentlich sind die beiden Lagunen durch einen kleinen Flusslauf miteinander verbunden, da die weiße Lagune jedoch zugefroren ist, fließt hier kein Wasser und auch die sonst typsichen Flamingos sind ausgeflogen. Die grüne Lagune verdankt ihre Farbgebung einer tötlichen Mischung von Arsen und Kupfer, die bei ausreichend Wind aufgewirbelt werden und so die Farbe ergeben.
    Nach diesem Stopp fährt unser Wagen mit Guide einen kleinen Umweg in Richtung chilenischer Grenze, da unsere beiden Amerikaner mit dem Bus weiter nach San Pedro de Atacama möchten. Für uns beide heißt das hinterher: Platz und den ganzen Jeep für uns alleine!
    Der Rückweg nach Uyuni führt uns dann zunächst über Schneeflächen, an deren Größe jeder Langläufer seine Freude hätte. Mittagessen gibt es im kleinen Dörfchen Villa Mar ein Mittagessen, dass definitiv noch auf 4 statt 2 Reisende ausgelegt ist... Die Umgebung hier bietet durchaus noch Möglichkeiten für ein größeres Klettergebiet, auch wenn der Kletterer sich die Felsen laut unseres Guides mit einigen Pumas teilen müsste.
    Zurück in Uyuni fällt unser Plan, mit dem Nachtbus direkt nach Sucre zu fahren, leider ins Wasser, da das einzige Busunternehmen, dass diese Strecke ohne Umsteigen in Potosi fährt, keine freien Plätze mehr hat. Außerdem sehen die Busse auch nicht sehr vertrauenserweckend aus. Also wird eine Fahrt für den nächsten Tag gebucht und die Suche nach einem Hotel beginnt. Leider hat unser Favorit Jardins de Uyuni (trotz angeblich freier Zimmer im Internet) kein Zimmer mehr, aber auf der Rückseite gibt es ein relativ neues Hotel, mit Warmwasser und einer elektrischen Heizung für das Zimmer. Immerhin können wir uns das Abendessen im Restaurant des "Jardins" schmecken lassen. Warmes und gutes Essen tun nach 3 Tagen auch wieder gut :)
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  • Sucre - wie nach Hause zu kommen...

    15. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 26 °C

    ...zumindest für Katha. Dieses Gefühl begann schon mit der Ankunft am Terminal (dem bolivianischen ZOB für Überlandbusse) - nach einer insgesamt fast 7 sündigen Busfahrt von Uyuni nach Sucre. Vom Terminal liefen wir (vollbepackt) erstmal zur Kirche San José, wo ich den Großteil meiner Freizeit während meines FSJ verbrachte - eigentlich um einen Freund dort zu treffen, der noch am gleichen Abend nach Cochabamba reisen musste, der aber - typisch bolivianisch - dann doch nicht dort war. Dafür konnte Basti gleich die ersten Schwersten aus dem Orden und wenigstens einen meiner Freunde kennen lernen, die mich nach dem Ende der Messe überschwänglich begrüßten.
    Danach fuhren wir mit einem 'Taxi' - wenn es 4 Räder hat und fährt, ist das hier per Definition ein Taxi ;) - zum Haus meiner Gastfamilie. Auch hier wurden wir von meinen Gastgeschwistern Amaya und Selim und meinem Gastvater Celin herzlichst begrüßt. Nach einem gemeinsamen Abendbrot fielen wir dann müde in das Bett, in das ich schon vor 7 Jahren am Tag meiner Ankunft in Sucre gefallen bin.
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  • Ein Sonntag in Sucre...

    16. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 17 °C

    ...ist nicht zu vergleichen mit einem in La Paz. Die Geschäfte sind überwiegend geschlossen, die Straßen ziemlich leer und es herrscht eine sehr entschleunigte Stimmung.
    Nach einem kleinen Spaziergang über den sehr schön angelegten Friedhof machten wir uns nach einem leckeren Mittagessen auf den Weg ins Zentrum der Stadt - dem Hauptplatz: Plaza 25 de Mayo (offizieller Tag der Unabhängigkeit Boliviens).
    Eigentlich wollten wir von dort aus mit einem Taxi zum Haus der Schwestern fahren, wo wir zum Kaffee trinken eingeladen waren. Wir hatten noch viel Zeit und so liefen wir gemeinsam den Weg aus der Stadt zum Mercado Campesino, der sich für mich trotz der langen Zeit immernoch wie ein zu Hause anfühlt - Basti behauptet, dass ich dort wohl meinen schwach ausgeprägten Ordnungs- und Sauberkeitstick als eine Art Kompensation entwickelt haben muss.
    Bei den Schwestern angekommen, bekamen wir zunächst eine kleine Führung durch die Schule und anschließend Tee und Kuchen. Seit meiner Zeit hat sich einiges verändert und so verschlug es auch mir beim Anblick super modern gestalteter und sehr gut ausgestatteter Klassenzimmer für Informatik und Schneiderei sowie Chemie und Physik die Sprache. Auch im Kindergarten - meinem ehemaligen Arbeitsplatz - ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. "Ein Ort zum Wohlfühlen" sagte Basti und so ist es definitiv.
    Nach dem Tee sind wir dann noch mit einigen der Schwersten zusammen in die Messe gegangen, in der wir als Weiße auch nicht unentdeckt blieben. In seiner Predigt wollte der Pfarrer von den Gemeindemitgliedern wissen was für sie 'Kirche' ist und dazu musste sich auch das 'anders aussehende junge Paar' äußern... Gut, dass ich schon wieder seit 3 Wochen Übung hab, sonst hätte ich sicher keinen vernünftigen spanischen Satz auf die Reihe bekommen.
    Nach der Messe wollten wir dann eigentlich direkt nach Hause. Ohne etwas 'böses' zu ahnen verließ ich am Ende der Messe die Bank. Allerdings konnte ich mich nicht einmal ganz nach hinten umdrehen, als ich überschwänglich von einem guten Freund begrüßt wurde, mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte und der uns gleich auch noch mit ins Gemeindezentrum nahm, wo ein paar weitere Freunde aus meiner FSJ Zeit waren.
    Nach einem kurzen Austausch und einer Verabredung für Dienstagabend ging es dann wieder mit dem Taxi - zusätzlich zu den Eigenschaften 4 Rädern und kann fahren, hatte dieses sogar vollständig heile Fenster (vielleicht kostet die Fahrt deshalb 5 Bolivianos mehr ;)) - zurück zum Haus meiner Gastfamilie.
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  • Sightseeing in Sucre

    17. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 23 °C

    Nachdem wir seit langem mal wieder ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt haben, haben wir uns erstmal um unsere Wäsche gekümmert ;) Nach einem frühen Mittagessen mit meiner Gastfamilie machten wir uns dann auf den Weg zur Recoleta - ein Aussichtspunkt von dem aus man einen wunderbaren Blick über die Stadt hat und gleichzeitig Standort des Franziskanerordens.
    Im Museum des Klosters konnten wir neben einer 1500 Jahre alten Zeder viele Gemälde, Schriften, Skulpturen und religiöse Gegenstände aus dem 17. und 18. Jahrhundert bewundern.
    Nach ein wenig religiöser Kultur ging es weiter in das Museum der (übersetzt) indigenen Kunst. Hier durften wir leider nicht fotografieren, konnten uns aber mit Hilfe eines deutschen Museumsführers so einiges über die traditionellen Webverfahren und kulturellen Riten kleinerer indigenen Gruppen aus dem Umland von Sucre erlesen.
    Als wir ca 2 Stunden später aus dem Museum kamen, war es bewölkt und recht kalt - umso besser, dass wir zum Abendessen das Haus nicht mehr verlassen mussten. Die Mutter von meinem Gastvater ist Abends von einer Reise nach Argentinien zurück gekommen und so hab es ein kurzes, sehr leckeres Willkommemsessen mit der ganzen Familie (zur Familie gehören: die Mutter von Celin (mein Gastvater), 3 seiner Geschwister und die Tochter seiner Schwerster mit Mann und Kind) im Haus meiner Gastfamilie.
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  • Tag der Kirchen

    18. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 30 °C

    Gestartet sind wir in der Kathedrale, genauer gesagt in dem gerade entstehenden Museum mit Gemälden, Stauen und religiösen Gegenständen, die aus sämtlichen Kirchen Sucres zusammengetragen wurden und Zeugnis über die Geschichte der katholischen Kirche während und nach der Kolonialzeit geben. Außerdem bekamen wir den exklusiven Zutritt zur Kapelle der Virgen (Jungfrau) de Guadalupe - dos Schutzheilige von Sucre und Chuquisaca. Die einmalige Chance das Museum und die Kapelle zu besichtigen verdanken wir meinem Gastbruder, der bei der Restaurierung und Aufarbeitung der Ausstellungsstücke hilft. Seit Anfang des Jahres hilft er dort ehrenamtlich und er sagt, dass es noch ca. 6 Monate dauert bis die Ausstellung fertig ist.
    Nach der Mittagspause, die hier zwangsweise nötig ist, weil sowohl Geschäfte als auch Museen zwischen 12 und 14 Uhr geschlossen haben, ging es weiter zum Orden der Klarissen, dem ebenfalls ein Museum angeschlossen ist. Die Klarissen leben normalerweise in Klausur, also von der Außenwelt völlig abgeschlossen. Zu Gunsten des Museums und weil vor 2 Jahren mit Hilfe deutscher Gelder in den Kreuzgängen Wandgemälde aus dem 16. Jahrhundert freigelegt und wo möglich restauriert wurden, bekommt man als Besucher Zutritt zu den 'heiligen Hallen' der Klarissen. Die Wandgemälde stellen im oberen Kreuzgang biblische Szenen über das Leben Christi dar, im unteren Leiden, Sterben und Wiederauferstehung. Im Museum hängen vor allem wertvolle Gemälde, die größtenteils 'Mitbringsel' der einzelnen Ordensschwestern sind. Nach wie vor muss eine Klarissin sich in den Orden einkaufen und der Wert des 'Mitbringsels' wird dann mit der zu zahlenden Summe verrechnet. Ansonsten hat sich der Orden in der Zwischenzeit jedoch teilweise der Öffentlichkeit gegenüber geöffnet. In der zum Orden gehörenden Kirche singen die Ordensschwestern mittlerweile aus einem, direkt vor dem Altar, durch einen 'Zaun' abgetrennten Bereich und sprechen sogar mit den Gemeindemitgliedern. Früher nahmen die Schwestern durch einen vollständig abgeschirmten Chor im hinteren Teil der Kirche an der Messe teil, aus dem ihr Gesang zwar gehört, sie aber nicht gesehen werden konnten.
    Weiter ging es zu den beiden Kirchen La Merced und San Felipe Neri - die Kuchen liegen an gegenüberliegenden Straßenecken und von ihren Dächern hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt.
    La Merced ist innen sehr heruntergekommen und benötigt dringend eine Grundsanierung. Das Geld dafür ist von der UNESCO auch schon zur Verfügung gestellt worden, ist aber nicht bei der Kirchengemeinde angekommen, da der Bürgermeister von Sucre kein Interesse an Erhalt der Kirchen hat und das Geld nicht weiter leitet. Wie wir von meinem Gastbruder erfahren haben ist gleiches mit dem Geld für das Museum der Kathedrale passiert, sodass die UNESCO aktuell kein Geld mehr zur Verfügung stellt.
    Zu San Felipe Neri gehört ein ehemaliges Kloster, das heute eine Schule ist. Hier konnten wir leider tatsächlich nur aufs Dach, weil in der Kirche gerade gearbeitet wurde.
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  • Casa de la Libertad

    19. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 30 °C

    Da wir hier schließlich auch im Urlaub sind, haben wir es heute Vormittag ruhig angehen lassen und hatten uns nur für heute Nachmittag die Casa de la Libertad vorgenommen - "Das Haus der Freiheit", ein Museum über die Geschichte Boliviens.
    Auf dem Weg dorthin kamen wir in einer Seitenstraße am MUSEF - Museo Nacional de Etnografia y Folklore - vorbei. Dieses (noch) sehr kleine Museum zeigte in drei verschiedenen Räumen unterschiedliche Elemente der bolivianischen Kultur. Leider durften wir keine Fotos machen (nur von dem Innenhof).
    Im Gegensatz zur Casa de la Libertad, wo fotografiert werden durfte und wir sogar eine Museumsführung auf (schwer verständlichem bolivianischem) Englisch bekamen.
    Abends haben wir uns dann zusammen mit meiner Gastschwester zum Essen mit meiner Gastmutter getroffen - im Kultur Café Berlin - wo damals das deutsche Honirarkonsulat war und ich im ersten Monat meinen Sprachkurs gemacht habe - heute ist es nur noch Restaurant und Hostel - gab es für Basti und mich Pique Macho: Pommes, Würstchen, so was Ähnliches wir Geschnetzeltes, gekochtes Ei, gekochte Zwiebeln, Tomaten und Lokoto (sehr scharfe Paprika) zum Abendbrot.
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  • Castillo de la Glorieta

    21. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 21 °C

    Das wohl einzige 'Schloss' Boliviens - ehemaliger Landsitz eines französischen Ehepaares. Die beiden konnten keine Kinder bekommen und bauten mit dem, in ihrer Mine verdienten Geld, die Glorieta als Waisenhaus.
    Um 1898 wurden sie von Papst Leo XIII für ihr soziales Engagement zu Prinz Francisco Argadoña Revilla und Prinzessin Clotilde Urioste de Argadoña ernannt und wurden so zum ersten und wohl einzigen Prinzenpaar Boliviens.
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  • Von Sucre nach Santa Cruz

    23. Juli 2017 in Bolivien ⋅ 🌬 29 °C

    Heute morgen ging es mit dem Taxi zum neuen Flughafen von Sucre, der ca 40 Minuten außerhalb der Stadt liegt. Mit etwas Verspätung - 10.50 Uhr anstatt 10.30 Uhr - ging es dann auf einen etwas unruhigen Flug. Dafür hatten wir die ganze Zeit über eine tolle Sicht, sodass wir den Wandel zwischen dem sehr bergigen Umland von Sucre und dem daran anschließenden Tiefland von Santa Cruz gut beobachten konnten.
    Schon in Sucre war das Wetter deutlich freundlicher und vor allem wärmer als in La Paz oder Uyuni - in Santa Cruz wurden wir mit stürmischen 27 °C erwartet, sodass wir in unserer letzten Woche noch ein bisschen Sonne tanken können!
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  • Santa Cruz

    24. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 29 °C

    Entspannungstag!
    Nach dem Ausschlafen haben wir uns das Frühstück in unserem fantastischen Hotel schmecken lassen und haben uns auf die Suche nach einer Tour zu den Jesuitenmissionen gemacht. Leider hat erst die zweite Agentur den gewünschten Erfolg gebracht, auch wenn wir für die Buchung erst einen ATM finden mussten, der ausreichend Dollar ausspuckt...
    Am Nachmittag gab es dann Entspannung am Pool und die Google Suche nach weiteren Tagesausflügen. Die letzten Urlaubstage werden wir also noch einmal zum reinen Entspannen und Energie tanken nutzen. Nach dem Ende der hier im Tiefland typischen Siesta waren wir noch ein wenig Shoppen, Eis essen, Leute auf der Plaza beobachten und im Irish Pub Abendbrot essen.
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  • Jesuitenmissionen - San Javier

    25. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute begann unser Tag ein wenig früher, da wir gestern eine private Tour zu den Jesuitenmissionen gebucht haben und unser Fahrer uns um 07:30 Uhr abholen sollte. Zu unserer Überraschung und völlig ungewohnt für Bolivien war dieser dann auch gleich 5 Minuten zu früh am Hotel ;)
    Es folgten vier Stunden Autofahrt durch die Tiefebene Boliviens. Diese wird zum Größtenteil zum Anbau von Lebensmitteln genutzt und wir hatten faszinierende Blicke über scheinbar nicht enden wollende Felder von Weizen, Hirse, Mais und Sonnenblumen, die hier während der Trockenzeit angebaut werden. Zur Regenzeit beginnt dann eine zweite Anbau- und Erntephase in der in den überschwemmten Gebieten sogar Reis angebaut wird. Hugo, unser Fahrer, stammt aus diesem Gebiet und konnte uns entsprechend vieles, auch zur Geschichte der Gegend, erzählen. Viele der Farmen werden z.B. durch Amish und Mennoniten betrieben, so dass eine Mischung aus deutsch und niederländisch hier als bekannte Sprache gilt. Neben den Feldern gibt es auch einige Viehzuchten und als kleine Besonderheit wildlebende Strauße. Diese sind bei den Farmern beliebt, da sie wohl kleinere Schlangen fressen.

    In San Javier erwartet uns schon der lokale Guide, der uns zuerst durch das Museum und dann durch die Kirche führt. Die Kirche ist die erste Jesuitenmission in diesem Gebiet und wurde 1691 gegründet. Seit 1990 sind die "Jesuitenreduktionen" auf Grund ihrer besonderen Bauform und da sie zu den letzten erhaltenen Reduktionen gehören, UNESCO Weltkulturerbe. Eine Besonderheit dieser Reduktionen ist, dass die Jesuiten nicht versucht haben, die indigene Bevölkerung zu unterdrücken und ihnen den katholischen Glauben aufzuzwingen, sondern sich den Bedürfnissen der Bevölkerung angepasst haben und, sozusagen nebenbei, auch den christlichen Glauben verbreitet haben. So sind die Kirchen beispielsweise in der für die Region typischen Bauweise errichtet.
    Heute sind die Franziskaner, in San Javier auch ein Deutscher, für die Kirchen verantwortlich. In San Javier legt man z.B. großen Wert auf den Erhalt der von den Jesuiten mitgebrachten und von der indigenen Bevölkerung neu interpretierten Barockmusik,
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  • Jesuitenmissionen - Concepción

    25. Juli 2017 in Bolivien ⋅ ⛅ 32 °C

    Zweiter großer und letzter Halt des heutigen Tages ist Concepción. Zuerst gibt es hier Mittag, bevor wir in unser Hotel einchecken. Um 14:30 Uhr beginnt dann unsere Führung im Museum, dass viele originale Figuren und Holzelemente der Kirche beherbergt, um die vor dem Verfall zu schützen. Diese Elemente wurden bei der Restaurierung durch Repliken ersetzt. Außerdem gibt es im Museum noch einen extra Saal für den Architekten Hans Roth. Roth war als Architekt für die Restaurierung der 6 Missionen verantwortlich und hat auch einige neue Kirchen für weitere Dörfer entworfen und gebaut, welche dir indigenen Wurzeln in den Bau einfließen lassen.
    Da unser Führer noch Schüler von Roth war, hatten wir vor dem Besuch der Kirche noch die Möglichkeit einen Blick in die hier gegründete Schule für die Ausbildung von "Tischlern" anzusehen, die auch in Zukunft die Restaurierungen sicher stellen sollen. Während in den 70ern noch deutsche (und andere europäische) "Meister" an dieser Schule gelehrt haben, gibt es heute noch einen Lehrer. Zusätzlich ist der Großteil der Maschinen stark veraltet und teure Ersatzteile nur noch in Deutschland zu kaufen. Dafür ist das, was die Schüler hier schon im ersten Jahr von Hand herstellen, gerade bei den Verzierungen der Bauteile, sehr beeindruckend.
    Die Kirche selbst ist eindeutig mehr Kathedrale als vorher in San Javier, so dass im Innenausbau wesentlich mehr Gold (Echtgold, versteht sich) zum Einsatz gekommen ist. Wir sind uns aber einig, dass uns San Javier in seiner Schlichtheit wesentlich eindrucksvoller vorkam. Abends hatten wir noch die Gelegenheit an der ersten Messe des neuen, polnischen, Pfarrers teilzunehmen.
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