• den Giganten der Meere ganz nah

    18–19 sep. 2025, Zuid-Afrika ⋅ ⛅ 13 °C

    Die Wellen heben das Boot hoch und runter, doch die zwei Riesen neben uns, sind davon wenig beeindruckt. Es ist eine SüdKapWal-Mutter mit ihrem Jungen, die direkt neben uns schwimmt. Das Junge, mit etwa 1 Tonne Gewicht, will trinken. Die Mutter dreht sich dafür auf den Rücken und das Kind schiebt sich auf ihren Bauch und wird von ihr gesäugt.

    Die Muttermilch enthält um die 35% Fett und wird über eine Art Muskelpumpring in das Junge hinein gepumpt. Nach 6 Monaten wiegt das Kleine etwa 5 Tonnen.

    Die Giganten des Meere - Southern Right Whales oder zu deutsch auch Südlicher Glattwal genannt - kommen uns ganz nah. Sie wiegen um die 80 Tonnen und sind bis 18 m lang. Nach etwa 15 Monaten verläßt das Junge die Mutter. Da erst 45 Jahre wissenschaftliche Walbeobachtungen stattfinden, kann man noch nicht genau sagen, wie alt sie wirklich werden.

    Nach dem Mittag erreichen wir Kapstadt. Vor der Stadt liegen die riesigen Townships. Der Unterschied zwischen Arm und Reich
    ist gewaltig. Viele einfache Überfälle enden tötlich, insbesondere in den Townships. Der Touristenbereich um die Waterfront wird tagsüber als sicher eingeschätzt. Nachts ist man hier nicht allein zu Fuß unterwegs.

    Wir beziehen ein gemütliches, kleines Gästehaus "Dolphin Inn" am Atlantik direkt neben der Waterfront. Für einen ersten Eindruck bringt uns Ernst in die große Einkaufsmeile am Kai.

    Beim Aussteigen ist der rechte Vorderreifen platt. Während wir in den teuren Läden bummeln gehen, will Ernst den Reifen wechseln.
    Zum Abendessen treffen wir uns im Quai 4, einem großen, noblen Restaurant direkt am Hafen.

    Ernst ist geknickt.
    Kurz vorm Reifenwechsel ist ihm einer hinten drauf gefahren ... bei uns ist kein Schaden entstanden. Nach dem Reifenwechsel ist er mit dem Allrad in ein enges Parkhaus gefahren und am Pfeiler hängen geblieben ... jetzt hat unser Auto blaue Schrammen und eine Beule.

    Wir versuchen Ernst beim Portwein mit lustigen Geschichten über unsere eigenen Missgeschicke abzulenken.
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