• Apartments Lido

    Oct 8–9, 2025 in North Macedonia ⋅ ⛅ 9 °C

    Das Auto beim "Unik Family Only Apartment" parkend, machten wir einen Spaziergang in das Zentrum der Stadt "Prizren".

    Die Stadt spielt in der Geschichte des Landes eine grosse Rolle. Es war für die serbisch-orthodoxe Kirche ein religiöses Zentrum und über Jahrhunderte eine der grössten Städte der Region. Als Handelszentrum unter den Serben und dem türkischen Reich blühte sie richtig auf. Im 15. Jahrhundert wurde "Prizren" ein regionales Zentrum einer weiteren Religion, dem Islam. Später im 19. Jahrhundert war die Stadt der Treffpunkt albanischer Nationalisten, die sowohl mit schriftstellerischer als auch mit militärischer Gewalt die Herrschaft der Osmanen beenden wollten.

    Tönt wirklich alles sehr spannend und ist es eindeutig wert, mehr darüber nachzulesen.

    Natürlich waren wir nicht aus diesem Grund hier. Eine Bekannte aus der Schweiz hatte uns diese Stadt genannt, da sie sowohl schön ist als auch ganz in der Nähe ihres Heimatdorfes liegt.

     An der " Xhamia e Sinan Pashës", einer 1615 erbauten Moschee und vielen weiteren schönen Bauwerken vorbei, gelangten wir auf die "Kalaja e Prizrenit". Eine mittelalterliche Burg die auf einer Festung steht, die aus drei Teilen besteht. Einer Oberstadt, Unterstadt und einer Südlichen Stadt. Sie wurde bereits in der Antike erbaut und bis in die osmanische Zeit genutzt.

    Von hier oben hatten wir einen fantastischen Blick auf die schneebedeckten "albanischen Alpen", die sich in der Ferne aus dem Nichts auftürmten. Gleich vor uns sahen wir die Stadt "Prizren" mit Dutzenden Moscheen.

    Über das Wahrzeichen der Stadt, eine alte osmanische Steinbrücke namens "Ura e gurit", begaben wir uns auf den Weg zu unserem Auto.

    Noch bevor wir die Stadt verliessen, genehmigten wir uns je einen Tee in einem gemütlichen kleinen Café für 2.78 Franken.

    Danach tankten wir für 32.43 Franken noch einmal voll.

    Über eine weitere Bergstrasse verliessen wir das Land. Auch hier tobte das Unwetter sich aus und hinterliess auf der Strasse jede Menge abgebrochene Äste und abgeknickte Bäume.

    Knapp 2 Stunden später erreichten wir die nordmazedonische Hauptstadt "Skopje". 

    Nordmazedonien hat gerade einmal eine Fläche von 25'713 Quadratkilometern und beherbergt 1.8 Millionen Einwohner. Das Land ist Mitglied der NATO und seit 2005 Beitrittskandidat der EU. Nordmazedonien hat eine der schwächsten Volkswirtschaften Europas. Es hat sowohl mit einer hohen Arbeitslosigkeit, schwacher Infrastruktur als auch mit fehlenden Investitionen zu kämpfen.

    Die Hauptstadt "Skopje" beherbergt über eine halbe Million der Einwohner des Landes.

    Die Stadt entstand bereits in der Jungsteinzeit und ist über 6'000 Jahre alt. Dadurch weist die Stadt eine Vielzahl an Bauwerken und Monumenten aus verschiedenen Epochen auf. 

    Im "Vero Center", in dem wir parkten, kauften wir noch frische Getränke für den Weg sowie sechs Liter Wasser Vorrat für 6.20 Franken, welches wir im Auto verstauten.

    Wir machten uns auf den Weg in die Innenstadt.

    Plötzlich befanden wir uns in einer völlig anderen Welt. Von unzähligen Statuen von "Alexander dem Grossen", grossen weissen Marmorbauten wie prachtvollen Gebäuden bis hin zu Brücken mit dicken Pfosten fand man alles. Überall waren verschiedenste Arten von Statuen errichtet worden und grosse schwarze Laternen rundeten das ganze Bild ab. Wie jede andere Grossstadt wurde sie teilweise durch Graffitis zerstört. Konnte jedoch ihren Charme beibehalten und uns beeindrucken.

    Zurück im Parkhaus wechselten wir fünf Euro zu 300 "Mazedonischen Denaren". Damit wir nicht mit einer Tasche voller Bargeld das Land wieder verlassen, kauften wir im Supermarkt unendlich viele Süssigkeiten, Snacks und Getränke für 2.41 Franken. Wir hatten immer noch viel zu viel Geld. Trotzdem verliessen wir das Parkhaus und zahlten mit dem restlichen Bargeld den Parkplatz für 1.21 Franken. In welchem logischen Verhältnis dieser Preis stand, wussten wir nicht.

    Über die Autobahn mit einer Mautgebühr von 3.00 Franken fuhren wir zu unserem letzten grösseren geplanten Highlight in Nordmazedonien.
    Der "Matka Canyon" liegt circa 17 Kilometer ausserhalb der Hauptstadt. Er ist mit seiner Fläche von 6576 Hektar eines der beliebtesten Outdoor-Reiseziele des Landes und beherbergt mehrere mittelalterliche orthodoxe Kirchen und Klöster. Zudem ist der gleichnamige See der älteste künstliche See des Landes. Auch Bergwandern, Fischen und Kajaktouren in die Höhlen werden hier gerne angeboten.

    Ungefähr 20% der Pflanzenwelt von "Matka" ist endemisch und kommt nur hier vor. Zudem ist die Schlucht die Heimat von 77 Schmetterlingsarten wie auch der giftigsten Schlange Europas, die "Hornotter". 

    Wir folgten einem extra angelegten Weg entlang der Schlucht. 

    Mit kaum anderen Touristen und ohne Eintrittsgeld genossen wir die Ruhe der Natur. Ein paar Enten badeten und zu unserem Glück regnete es nicht. Trotz des wolkenverhangenen Himmels hatte das Wasser einen dunklen Grünton. Dieser liess uns nur raten, wie wunderschön türkis das Wasser bei Sonnenschein strahlen würde.

    Der Pfad liess uns nach jeder weiteren Kurve einen neuen Blick auf die unberührte Natur werfen. 

    Noch schnell auf dem Parkplatz verdrückten wir das heutige Mittagessen. Tomaten und Gurken, die wir schnell mit etwas frischem Wasser abwuschen und mit einem mitgebrachten Sackmesser zu Stücken schnitten. 

    Eine ganze Horde aus Katzen und ein mutiger Hund beobachteten uns dabei und hofften auf etwas Herunterfallendes. Leider hatten wir dieses Mal kein Futter für die Tiere dabei.

    Die Reise ging weiter in Richtung Süden. 

    In "Ohrid" legten wir einen weiteren kurzen Stopp ein. Wir besuchten den gleichnamigen See, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Ein UNESCO-Welterbe, das sowohl bei europäischen als auch bei asiatischen Touristen sehr beliebt ist. Dank seiner gut erhaltenen Altstadt, den vielen Kirchen und Moscheen und dem mehrere Millionen Jahre alten See ist er eine eindeutige Attraktion.

    Selbst von der Schönheit des Sees sowie der untergehenden Sonne verzaubert, entschieden wir spontan, hier zu bleiben. Es war bereits kurz vor 18:00 Uhr und die fünfstündige Fahrt an den nächsten Ort verschoben wir auf morgen.

    Wir liefen der Promenade entlang und nahmen in einem schönen, direkt am Wasser liegenden Restaurant Platz.

    Wir bestellten beide eine ausgezeichnete Pizza mit einem frischen Getränk für 27.79 Franken.

    Für das Parken zahlten wir 0.45 Franken.

    Mit unserem Klapfi fuhren wir die wenigen Minuten zu unserem auf "Booking.com" gebuchten Zimmer von "Apartments Lido". Dort zahlten wir 29.33 Franken für eine Nacht.

    Hätten wir besser geplant, wäre es in der lokalen Währung günstiger gekommen.

    Immer genug Bargeld mitnehmen.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 39.18 Fr.
    - Allerlei: 4.21 Fr.
    - Unterkunft: 29.33 Fr.
    - Tank: 32.43 Fr.
    Total: 664.86 Fr.
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