• Airbnb Ermal

    Oct 9–10, 2025 in Albania ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute wollten wir endlich unsere Füsse im albanischen Mittelmeer eintauchen lassen.

    Der einzige Haken war die sechseinhalbstündige Fahrt an den von uns herausgesuchten Traumstrand sehr weit im Süden des Landes.

    Um das Ziel noch vor Anbruch der Dunkelheit, am besten mit der Möglichkeit, mehrere Stunden in der Sonne zu baden, zu erreichen, fuhren wir bereits um 07:30 Uhr los.

    Gefrühstückt hatten wir wie immer bereits im Apartment, Müsli aus der Schüssel.

    Die erste halbe Stunde fuhren wir am "Ohridsee" entlang und hatten noch einen einzigartigen Ausblick auf den See bei Sonnenaufgang. 

    Wir überquerten den Zoll in unser nächstes Land, Albanien.

    Albanien ist ein Land, welches für seine bergige Landschaft und einzigartigen Sandstrände bekannt ist. Es ist etwas kleiner als die Schweiz und hat dazu gerade einmal einen Drittel der Einwohner der Schweiz. Dabei ist zu beachten, dass 70 Prozent des Landes gebirgig sind. Albanien ist eines der Tier- und Pflanzenvielfältigsten Länder Europas.

    Die Bevölkerung ist dazu genauso vielseitig. Bis zu 60 Prozent des Volkes sind dem Islam verschrieben. Weitere 20 Prozent sind Katholiken wie Orthodoxe. Eine weitere wichtige und einzigartige Tradition ist der "Bektaschismus", eine aus der Türkei stammende "Sufi-Strömung" des Islams. Sie strebt eine innere und direktere Verbindung zu Gott an.

    Wir holten noch das eigentlich im Kosovo geplante Tanken nach und füllten einmal für 46.59 Franken voll. 

    Wir begaben uns nach einer kurzen geraden Strecke auf unsere offiziell letzte Bergstrasse von diesem Roadtrip. Das dachten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt. Zu unserer Freude sahen wir sogar unser lang ersehntes Schild, das vor Bären warnt. Jedoch war die Hoffnung bereits stark gesunken.

    Mit einem kleinen Umweg über einen von "Google Maps" empfohlenen Kieselweg kamen wir unserem Ziel immer näher. 

    Knapp eine Stunde später befanden wir uns bei strahlendem Sonnenschein inmitten der Gemeinde "Qark Korça". 

    Eine Gemeinde mit mehreren verschiedenen Gebirgsketten.

    Hier oben befanden wir uns in einer ganz anderen Welt. Wir kreuzten mehrere Schafherden mit mindestens zehn Wachhunden und auch kleinere Gruppen von Pferden wie Maultieren. Diese wurde zu Fuss von einer Person geführt, die meistens am Handy war und so ihre Zeit vertrieb. Einmal mussten wir länger einer Pferdeherde folgen, da sie kein Interesse zeigte, die Strasse freizugeben. 

    Die Stunden verstrichen und wir sehnten das Meer herbei. Draussen schien die Sonne an einem wolkenlosen, perfekten blauen Himmel. Das Meer rief nur so nach uns, um endlich in das kühle Wasser eintauchen zu können.

    Die Bergstrasse flachte ab und nun fuhren wir längs am "Nemercka" Gebirge. In ihm befinden sich bis zu 2'482 Meter hohe Gipfel und der letzte wilde Fluss Europas.

    Es war wirklich atemberaubend schön. Die extrem hohen grauen Gipfel im Hintergrund mit den davorliegenden grünen Flächen mit dem durchschlängelnden Fluss.

    Zum Glück hatten wir uns nicht für die Autobahn entschieden, die uns durch Griechenland fahren liess, oder viel weiter nördlich durch Albanien.

    Das Mittagessen nahmen wir in einem kleinen Restaurant direkt am Fluss ein. Wir sassen mit einem fantastischen Blick auf das milchig blaue, tosende Wasser. 

    Wir genossen beide einen heissen Tee mit einem griechischen Salat. Es schmeckte fantastisch. Zum ersten Mal assen wir lokal produzierten Feta-Käse mit frisch gepflückten Oliven. Am Ende zahlten wir 11.22 Franken.

    Nachmittags um 15:30 Uhr sahen wir zum ersten Mal das Meer auf dieser Reise. Dank des Himmels, noch immer in einem strahlenden Blauton, sah das Meer umso einladender aus.

    Noch bei einem Supermarkt stoppend, kauften wir für 6.63 Franken ein paar Snacks. 

    Wir erreichten unser "Airbnb" von "Ermal" in "Ksamil". 

    "Ksamil" ist ein Badeort ganz im Süden des Landes. Er liegt am Ionischen Meer und ist eine Halbinsel. Die damals für ihre unberührte Schönheit bekannte Halbinsel aus weissen Stränden mit türkisfarbenem, durchsichtigen Wasser litt jedoch in den letzten Jahren unter dem starken Tourismus. Es wurden planlos Bautätigkeiten vorgenommen, die der Halbinsel schadeten.

    Heute gibt es jede Menge Hotels, Restaurants, Strandclubs und andere Touristenattraktionen, die weiterhin in der Hochsaison Touristen anlocken. So wie es aussieht, sind die Bauarbeiten noch lange nicht fertig.

    Im "Airbnb" zahlten wir 22.80 Franken für eine Nacht und hatten nicht einmal 3 Minuten an den Strand.

    Mit den Badesachen voll gepackt nahmen wir in einer der Strandbars namens "Africana Beach Club Ksamil Sarande" Platz. Wir bestellten je einen Aperol und zahlten gemeinsam mit der Liege 19.57 Franken. 

    Wir genossen die Aussicht auf das Meer. Der bekannte weisse Sandstrand war jedoch grösstenteils bereits verbaut oder privatisiert worden. Unsere Strandbar selbst lag auf einem Plateau und versperrte die Aussicht auf den Sand.

    Eine leichte Brise liess uns das Baden heute weglassen. Umso schöner war es, mehrere Stunden die Seele mit Sudoku und Aperol baumeln zu lassen.

    Vom Hunger gepackt besuchten wir nach dem Strandaufenthalt eine lokale Pizzeria. Für gerade einmal 10.66 Franken kauften wir uns zwei Pizzen. 

    Nach einem kleinen Zwischenstopp für das Einkaufen von zwei albanischen Weinen für 10.00 Franken, suchten wir die Veranda des "Airbnb" auf.

    Direkt vor unserer Nase durften wir dem heutigen Sonnenuntergang zuschauen.

    Eins wussten wir: Dieser albanische Wein wird eindeutig nicht unser neuer Liebling sein.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 48.51 Fr.
    - Allerlei: 19.57 Fr.
    - Unterkunft: 22.80 Fr.
    - Tank: 46.59 Fr.
    Total: 802.33 Fr.
    Read more