• Happy Heng Heang Guesthouse 1/3

    Jan 5–6 in Cambodia ⋅ ⛅ 21 °C

    Um 7:30 Uhr wurden die Lichter angemacht und per Lautsprecher mitgeteilt, dass wir an der Busstation in "Siem Reap" angekommen waren.

    "Siem Reap" ist vor allem bekannt als Tor zu den weltberühmten "Angkor-Tempeln". Die Stadt verbindet kambodschanische Kultur mit Tourismus und bietet Märkte, Strassenessen, Nachtleben und eine lebendige Kunstszene an. Zudem liegt sie gleich neben dem grössten Süsswassersee Südostasiens, der schwimmende Dörfer beherbergt und zu den artenreichsten Ökosystemen des Landes gehört.

    Die Stadt ist eng mit der Geschichte des "Angkor-Reiches" verbunden, das vom 9. bis 15. Jahrhundert eines der mächtigsten Reiche Südostasiens war. Nach dem Untergang des Reiches verlor die Region an Bedeutung und blieb lange eine kleine Siedlung.

    Im 20. Jahrhundert gewann die Stadt wieder an Wichtigkeit, besonders während der französischen Kolonialzeit. Nach weiteren Hürden wie dem Bürgerkrieg und der Herrschaft der "Roten Khmer" entwickelte sich die Stadt ab den 1990er-Jahren zu einem internationalen Touristenzentrum.

    Wir waren gespannt die Stadt endlich selber einmal zu bereisen und zu erleben.

    Noch benebelt von schlechtem und kurzem Schlaf rafften wir uns aus dem Bus.

    Dort wurden wir direkt von mehreren TukTuk-Fahrern angesprochen. Schnell suchten wir unser Gepäck zusammen, fanden die Adresse des Hotels heraus und zeigten sie einem der Fahrer. Mit einem TukTuk der grösseren Sorte, das insgesamt vier Plätze hatte, fuhren wir zum neun Minuten entfernten Hotel.

    Wir zahlten ihm 1.58 Franken für die Fahrt.

    Im "Happy Heng Heang Guesthouse" hatten wir ein Doppelzimmer für die nächsten drei Nächte über "Booking.com" gebucht. Im Preis von 23.06 Franken waren sowohl eine Klimaanlage als auch ein eigenes Badezimmer inbegriffen.

    Völlig erschöpft nahmen wir auf einem der angebotenen Sitzplätze in der Lobby Platz. Das Zimmer wäre um 14:00 Uhr für uns bereit, doch wie vermutet durften wir es schlussendlich schon um 09:30 Uhr beziehen.

    Im Zimmer packten wir die nötigsten Sachen für einen Ausflug in die Stadt ein. Dazu nahmen wir unsere beiden Waschsäcke, stopften die benutzten Badesachen wie Handtücher von den Inseln hinein und gaben sie an der Rezeption des Hotels ab.

    Das Waschen und Glätten der 6.3 Kilogramm Wäsche kostete uns 4.98 Franken.

    Wir liefen keine zehn Meter, als wir den ersten Stopp für ein Frühstück einlegten. Bei einem kleinen Strassenrestaurant mit wenigen Tischen und Stühlen nahmen wir Platz. Für beide gab es ein in Ordnung schmeckendes Omelette mit Toastbrot und einem kalten Getränk. Tim bekam einen Limettensaft verfeinert mit Ameisen, Jasmin den guten alten Kaffee von "Nescafé".

    So schnell werden wir das Restaurant nicht wieder besuchen.

    Mit den Getränken in der Hand zahlten wir die verlangten 5.93 Franken und zogen weiter.

    Gleich um die Ecke kauften wir kurz eine Brille sowie vier Stück Linsen für Jasmins Augen. Die vor vier Jahren gekaufte Dreimonatspackung ging langsam zu Ende, was wir leider erst beim Packen für die Ferien bemerkten.

    Die eigentlich benötigten Linsen hatten sie jedoch nicht im Angebot, somit gab es eine kleine Notlösung von anderen Linsen und die Brille, falls alle Stricke reissen.

    Entlang des "Tonlé Siem Reap" liefen wir in Richtung Zentrum der Stadt.

    Auf dem Fluss befanden sich mehrere hübsch geschmückte Boote und die Bäume entlang des Flusses waren mit Lampen aus getrockneten Bambusblättern versehen. Zudem gab es mehrere kleine Stege aus Holz oder Wege aus Teer, die wir nutzen konnten.

    Wir müssen eindeutig sagen, dass wir uns in einer der saubersten von uns bisher bereisten Städte Asiens befanden. Es lag so gut wie kein Müll im Wasser oder am Boden und auch am Strassenrand war alles sehr sauber. Die Gärten und öffentlichen Parkanlagen waren alle liebevoll gepflegt und mit kleinen Details gestaltet.

    Neben der Sauberkeit beeindruckte auch die extreme Freundlichkeit der Bevölkerung. Sie halfen beim Suchen eines Weges, verkauften ihre Waren bestimmt, aber nicht aufdringlich und hatten meistens ein Lächeln auf den Lippen.

    Im Zentrum angekommen besuchten wir einen Coiffeur für Damen. Jasmins Haare wurden gewaschen, geföhnt und zu Zöpfen geflochten. Dabei wurde beim ersten Waschen das Wasser aus einer Wasserflasche verwendet. Trotz der uns unbekannten Art des Haarewaschens klappte alles problemlos.

    Am Ende zahlten wir der Coiffeurin 7.91 Franken.

    Durch das bereits längere Laufen durch die Stadt mussten wir dringend auf die Toilette. Gleich gegenüber des Coiffeurladens besuchten wir ein etwas schickeres Restaurant, das eine Toilette anbot.

    Wir nahmen zwei Limonaden sowie einen Papaya-Salat für 6.92 Franken.

    Gleich darauf besuchten wir den "Psar Raksaselpak Yub Siem Reap" auf englisch den "Siem Reap Art Center Night Market". Dort suchten wir für Tim eine lange Leinenhose, die er bei Besuchen von Tempeln tragen konnte.

    Er fand am Ende sogar zwei Hosen, eine beige und eine schwarze, die insgesamt 11.86 Franken kosteten.

    Wir fanden sehr schöne Kunstwerke auf dem Markt. Metallfiguren, selbstgemalte Bilder vom "Angkor Wat" wie die Umgebung und viele weitere detaillierte Werke. Dazu gab es jede Menge schöne Kleidung und kleine, entzückende Souvenirs.

    Auf dem "Psar Chas" auch "Old Market" genannt, gleich auf der anderen Flussseite des "Tonlé Siem Reap", fanden wir ebenfalls allerlei Dinge, die uns gefielen. Dort wurden neben Souvenirs für Touristen auch frische Lebensmittel wie Fisch und Früchte angeboten. Zudem konnte man alltägliche Dinge wie Besen oder Besteck kaufen.

    Wir selber kauften nichts und gelangten über die "Plov Pub" oder englisch "Pub Street" zu unserem nächsten Ziel.

    Wie der Name der Strasse bereits andeutet, befanden sich dort dutzende westliche Bars und Restaurants, die den Alkohol quasi hinterherwarfen. Auch ohne die berühmte "Happy Hour" konnte man sich sehr günstig betrinken. Dazu gab es jede Art von westlichem Essen, das man in Unmengen konsumieren konnte.

    Wir beide steuerten einen Massageladen gleich hinter der Strasse an.

    Hier gönnten wir uns für 15.82 Franken eine Stunde purer Wellness. Tim entschied sich für eine Massage mit ätherischen Ölen, Jasmin für eine Gesichtsbehandlung, die ebenfalls eine Massage beinhaltete.

    Durchgeknetet, aber noch müder als zuvor, kamen wir nach einer Stunde wieder heraus.

    Da wir immer noch müde waren und das Schlendern durch die Stadt langsam anstrengend wurde, machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel.

    Bei einem "Big C" legten wir nur einen kurzen Stopp ein, um für 5.62 Franken das morgige Frühstück einzukaufen. Dazu gab es für beide ein Süssgetränk, eine Eiscreme für Tim und eine heruntergesetzte Packung "Prinzen Rolle".

    Unterwegs zum Hotel machten wir einen kleinen Abstecher beim "Wat Preah Prom Rath".

    Der buddhistische Tempel und Kloster im Herzen der Stadt geht historisch auf das 16. Jahrhundert zurück. "Wat Preah Prom Rath" ist mit lokalen Legenden über einen Mönch namens "Preah Prom Rath" verbunden, der auf wundersame Weise eine Flussüberfahrt überlebte.

    Der Tempel beherbergt eine grosse, liegende Buddha-Statue, welche die Erleuchtung symbolisiert. Zusätzlich gibt es bunte Wandmalereien mit Szenen aus dem Leben Buddhas, Gärten, Schreine und ruhige Innenhöfe zum Meditieren und Beobachten des klösterlichen Lebens.

    Zurück beim Hotel verweilten wir mit einer Strassenkatze, die einst dem Nachbarn gehörte, auf der gemeinschaftlichen Veranda unserer Etage.

    Dabei lasen wir in unseren Büchern und schrieben am Tagebuch.

    Abends zogen wir noch einmal los. Wir liefen wieder in Richtung "Plov Pub". Auf dem Weg nach Hause hatten wir mehrere kleine Strassenrestaurants am "Tonlé Siem Reap" gesehen.

    Es war bereits dunkel und die Strassenrestaurants hatten alle geöffnet. Die Bäume und mehrere Pfosten waren mit Lichterketten verbunden. Es sah wirklich wunderschön und einladend aus.

    In einem der kleinen Strassenrestaurants mit Stühlen und Tischen nahmen wir Platz.

    Tim bestellte gebratenen Reis mit Tofu. Jasmin eine Pho, eine vietnamesische Nudelsuppe mit Tofu. Dazu gab es frisch gepressten Limettensaft. Für 5.14 Franken bekamen wir die Köstlichkeiten serviert.

    Bei einem anderen Stand nahmen wir als Dessert noch ein Roti gefüllt mit Nutella und Bananen für 0.79 Franken. Laut einem aufgehängten Zertifikat machte die Frau die besten Rotis der ganzen Gegend. Es schmeckte wirklich sehr lecker.

    Auf dem Weg zurück zum Hotel holten wir für 0.67 Franken im Supermarkt eine Plastikttüte mehr oder weniger frisches Popcorn und in einem lokalen Gemüse- und Früchtegeschäft Cherrytomaten für den morgigen Tag für 1.19 Franken.

    Im Hotel fingen wir noch einen Film an und assen das Popcorn.

    Wir brachen den Film jedoch nach der Hälfte ab, da wir nicht nur müde von der letzten Nacht waren, sondern morgen bereits um 4:20 Uhr aufstehen mussten.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 26.26 Fr.
    - Unterkunft: 23.06 Fr.
    - Verkehrsmittel: 1.58 Fr.
    - Allerlei: 40.57 Fr.
    Insgesamt: 91.47 Fr.
    Gesamtkosten: 747.75 Fr.
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