Happy Heng Heang Guesthouse 3/3
Jan 7–8 in Cambodia ⋅ ☀️ 30 °C
Gleich nach dem Aufstehen und dem erneuten Anziehen unserer edleren Kleidung, besuchten wir das Restaurant gleich nebenan.
Heute gab es zum Frühstück ein leckeres Omelette mit Reis und einer Suppe, serviert mit einer Art Eistee, für 6.35 Franken.
Dieses Mal wurden wir von Bunheaks Schwager abgeholt. Die Frau von Bunheak war gestern Abend in einen Verkehrsunfall gekommen und somkt blieb er heute bei seiner Frau.
Obwohl es bereits kurz nach 08:00 Uhr war, war es auch heute etwas kühler als erwartet. Jasmin hatte heute sicherheitshalber eine Jacke mitgenommen, die sich tatsächlich auszahlte.
Wir fuhren dieses Mal wieder zuerst durch einen kleineren Dschungel, später durch viele kleine Dörfer. Immer wieder aufs Neue war es spannend, das Leben ausserhalb der Städte mitzuerleben. Wir sahen Fischer, die mit ihren Netzen auf kleinen Teichen mit ihren Booten unterweg waren, viele Kuhherden und Hühnerfamilien, die frei herumliefen und Einheimische, die mit Essen vorbereiten und Strassen oder Häuser bauen beschäftigt waren. Die meisten Häuser standen dabei auf Stelzen, um sich in der Regenzeit vor Nässe und Insekten zu schützen. Zusätzlich hatten die meisten unterhalb des Hauses oder in einem einfachen, aus Bambus gebauten Häuschen, Hängematten aufgehängt, um die heissen Stunden in der Kühle zu verbringen.
Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir den “Prasat Banteay Srei”.
Ein im 10. Jahrhundert erbauter Tempel, berühmt für seine feinsten und detailreichsten Steinarbeiten in rosafarbenem Sandstein. “Angkor Wat” und “Angkor Thom” wurden vor allem aus gelblichem Sandstein und Laterit erbaut. Ersteres für alles sichtbare wie kunstvolle Werke und zweiteres für die Strukturen. Letzteres findet man auch in diesem Tempel, jedoch nicht sichtbar verbaut.
Der Tempel ist dabei dem hinduistischen Gott “Shiva” geweiht und daher später mit buddhistischen Symbolen ergänzt worden.
Um den gesamten Tempel befindet sich ein Graben, teilweise immer noch gefüllt mit Wasser. In den einzelnen, noch intakten Teichen befinden sich zahlreiche rosafarbene Seerosen. Die ersten blühten bereits in strahlenden Farben, während andere noch auf ihren grossen Moment hinarbeiteten.
Auch dieser Tempel gefiel uns sehr und war auf jeden Fall einen Besuch wert. Durch seine Abgelegenheit fanden wir nicht so viele Touristen vor und konnten die ganzen detaillierten Steinkunstwerke in aller Ruhe ansehen. Dabei fiel uns vor allem die rosane Steinsorte auf.
Es gab dabei so viele kleine Details, die es einem fast unmöglich machten, alles aufzunehmen.
Wir unternahmen einen Spaziergang an der Promenade des kleinen Sees, auf dem sich der Tempel “Baray Banteay Srei” befindet. Jedoch liessen wir die Bootsfahrt zum Tempel aus und genossen nur den Spaziergang am Ufer. Auch hier fanden wir erneut Seerosen vor.
Im Museum vor Ort konnte Tim noch neues Wissen zu den einzelnen Tempeln sammeln, währenddessen Jasmin auf einer Bank im äusseren Platz nahm. Dort konnte sie einer kleinen Hühnerfamilie und einer Mutterkuh mit zwei Kälbern beim Grasen zusehen.
Als sich Tim dazugesellte, liessen zwei Kinder gleich nebenan einen Drachen steigen.
Beim “Prasat Banteay Samré” legten wir den nächsten Stopp ein. Die Sonne war langsam mittig am Himmel und die Fahrt gab eine angenehme Kühle. Zusätzlich überreichte uns unser Fahrer eine gekühlte Wasserflasche, um den Wasserhaushalt wieder aufzufüllen.
“Prasat Banteay Samré” wurde als hinduistischer Tempel für “Shiva” Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut. Er hat einen ähnlichen Stil wie “Angkor Wat”, ist jedoch kleiner und harmonischer, mit feineren künstlerischen Darstellungen und symmetrischem Aufbau.
Wir erkundigten auch diesen Tempel auf eigene Faust. Ein grosser Innenhof liess uns den gesamten Tempel auf einmal sehen und gab uns einen Blick auf das gesamte Kunstwerk frei. Später durchforsteten wir die einzelnen Gänge und konnten die einzelnen Darstellungen unter die Lupe nehmen. Dabei hatten wir noch Gesellschaft von mehreren Fledermäusen, die an den nicht mit Gittern versehenen Decken herunterhingen. Sie machten das Ambiente des Ortes gleich noch besser.
Wir machten einen grösseren Bogen um die am Boden liegenden Fäkalien. Riskieren mussten wir trotzdem nichts.
Da es bereits Mittag war und wir von der ganzen Lauferei hungrig wurden, gaben wir unserem Fahrer Bescheid. Er nahm die Information zur Kenntnis und teilte uns mit, er kenne ein lokales Restaurant mit günstigen Preisen und gutem Essen.
Wie erwartet kosteten unsere beiden Portionen gebratener Reis mit Gemüse und Spiegelei doppelt so viel wie sonst. Jedoch waren das immer noch nur 10.34 Franken. Dazu wussten wir, auf was wir uns einliessen. Das Schöne dabei war, dass unser Fahrer dafür gratis essen durfte.
Mit der Fahrt zum “Mebon Cheung” ging es weiter.
Ein hinduistischer Tempel, erbaut im 11. Jahrhundert, der an "Shiva" geweiht war. Er besteht aus einer zentralen Steinplattform, die auf einem quadratischen Sockel steht und ursprünglich von Wasser umgeben war. An den Ecken befinden sich riesige steinerne Elefantenstatuen. Später wurden auch hier buddhistische Veränderungen vorgenommen, wie das Hinzufügen von Buddha-Statuen.
Trotz der brennenden Mittagssonne machten wir uns auf den Weg zum Tempel. Wie jeder andere bereits gesehene Tempel war auch dieser einzigartig im Aufbau. Die Elefanten gefielen uns dabei am besten, da wir einmal von einem Reiseleiter hörten, wie selten es ist, diese so gut erhalten zu sehen. Dazu hatten sie eine bemerkenswerte Grösse. Dank ihrer einzigartigen Symmetrie konnten wir auch jede Menge schöne Momentaufnahmen machen.
Der drittletzte Tempel stand an.
Der “Prasat Ta Som” ist ein kleiner hinduistischer Tempel aus dem späten 12. Jahrhundert. Berühmt ist er für seine riesige Feigenbaumwurzel, die sich malerisch über das Osttor legen. Viele Bereiche des Tempels wurden der Vegetation überlassen, was dem Tempel einen verwilderten Eindruck gibt. Durch die wenigen Besucher haben die Pflanzen mehr Freiraum, um sich zu bilden. Auch hier wurden später buddhistische Veränderungen vorgenommen.
Wir fühlten uns wie Schatzsucher inmitten eines unentdeckten Tempels. Die herumschlängelnden Wurzeln und Pflanzen, die aus dem Boden spriessen, mit den schwer hängenden Bäumen, die sich auf dem Tempel abstützten, ergänzten dabei das Bild perfekt.
Auch hier hatten wir die Möglichkeit, viele der fein in den Stein geschlagenen Figuren auszumachen und zu bestaunen.
Der einmalige “Prasat Neak Pean” stand an.
Über die “Spean Neak Pean”, eine Brücke, die über das Wasserbecken “Sras Srang” führt, erreicht man diesen Tempel. Das Wasserbecken ist ein grosses rechteckiges Becken, das im 10. bis 11. Jahrhundert angelegt wurde. Ursprünglich diente es als Wasserreservoir für rituelle Reinigungen und Zeremonien. Zwischenzeitlich trocknete das Becken aus, jedoch wird es heute durch ehemalige Restaurierungen und Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts im ursprünglichen Zustand bewahrt.
Die Brücke ist dabei von grossen Löwen- und Elefantenstatuen gesäumt und vermittelt dadurch einen eindrucksvollen Zugang zu den umliegenden Tempeln.
Überall im Wasserbecken verteilt waren “weisse Wassernabel” und Bäume wie Sträucher ragten aus dem Wasser wie aus dem Nichts. Vermutlich wuchsen sie in der Trockenzeit hier und boten bisher guten Widerstand gegen das Wasser. Sie blühen bis heute.
Über eine neue, moderne Brücke, die sich stets knapp über dem Wasserspiegel aufhält, gelangten wir zum Tempel.
Der Tempel selbst ist von vier weiteren Wasserbecken umgeben, und wir konnten über die damals bis heute künstlich angelegte Insel um den Tempel laufen. Zwischendurch stand das Wasser etwas höher, dort wurden Holzstege montiert, um die Füsse trocken zu halten.
Der kleine buddhistische Tempel selbst stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist kreisförmig gebaut. Dabei ist der Tempel vor allem für seine bunten Wasserblumen und seine ruhige, abgeschiedene Atmosphäre bekannt.
Wir drehten einmal eine Runde um den Tempel und konnten ihn dabei von jeder einzelnen Seite bestaunen. Auch er war auf seine Art sehr besonders und einzigartig. Bisher hatten wir noch keinen “schwimmenden” Tempel besuchen dürfen.
Der letzte Tempel, “Prasat Preah Khan”, stand auf dem Plan. Eigentlich wollten wir bereits die Heimkehr antreten, aber unser Fahrer überzeugte uns, auch diesen zu besuchen.
Er ist, wie vom Fahrer angekündigt, ein grosser Tempelkomplex aus dem 12. Jahrhundert. Der Tempel diente sowohl als buddhistischer Tempel als auch als Kloster und Verwaltungskomplex. Bestehend aus Hallen, Gängen, Schreinen und einem weitläufigen Wassergraben. Dazu ist er bekannt für seine dichten Wälder, überwucherten Mauern und kunstvoll in den Stein gemeisselten Darstellungen, die buddhistische und hinduistische Symbole zeigen. Das heisst, beim Bau wurden von Anfang an beide Religionen berücksichtigt.
Ehrlich gesagt brachten wir den Tempel so schnell wie möglich hinter uns. Natürlich war er durch seine beeindruckende Grösse ein weiteres Augenmerk mit allerlei detaillierten, gemeisselten Steinformationen. Jedoch waren wir für den heutigen Tag fertig mit den Tempeln.
Wir fuhren zurück zu unserem Hotel.
Dieses Mal zogen wir unsere bequemen Sachen an, nahmen unsere Powerbank sowie unseren Laptop und begaben uns wieder zum Hotel nebenan.
Hier bestellten wir zum Abendessen frisch gepressten Saft und dazu je einen Burrito. Tim entschied sich für die Variante mit Huhn und Jasmin für die vegane Variante. Später bestellten wir noch zwei Limonden und zahlten für alles 13.97 Franken.
Den gesamten Abend verbrachten wir am Pool vom benachbarten Hotel.
Später, als es bereits dunkel war, rafften wir uns noch einmal zusammen. Wir spazierten erneut in das Zentrum der Stadt. Unterwegs holten wir dabei noch ein Getränk für 0.50 Franken und besuchten einen Supermarkt, um für 0.97 Franken Brötchen für die morgige Busfahrt zu holen. In einem weiteren, internationalen Supermarkt kauften wir für 12.09 Franken Mückenspray, Flüssigkeit für den Mückenstecker und weitere benötigte Dinge.
Katzenfutter gab es am Ende für 1.94 Franken in einem der kleinen Supermärkte.
Ausgaben:
- Lebensmittel: 32.13 Fr.
- Allerlei: 14.03 Fr.
Insgesamt: 46.16 Fr.
Gesamtkosten: 965.07 Fr.Read more

































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