Nongsak Guest House 2/2
Jan 9–10 in Laos ⋅ ☀️ 27 °C
Heute liessen wir uns bewusst viel Zeit beim Aufstehen. Kein Wecker, kein Druck, nur Ruhe und das sanfte Erwachen auf der Insel.
Gemächlich spazierten wir dem Weg entlang zu einem der Restaurants. Unterwegs zog das Inselleben an uns vorbei. Die lokale Schule, eine Hundefamilie mit fünf tapsigen Welpen, Kühe und Ziegen am Wegrand und unzählige Palmen, die uns den Weg wiesen.
Im Tageslicht waren die lästigen Insekten der vergangenen Nacht schnell vergessen. Stattdessen verloren wir uns erneut in der Schönheit der Natur und in der wohltuenden Einfachheit dieser Insel.
In einem kleinen lokalen Restaurant assen wir Omelette mit frischem Gemüse und ein knuspriges Baguette. Dazu ein frisches Getränk für uns beide und das alles für gerade einmal 3.72 Franken.
Gestärkt packten wir unseren Ausflugsrucksack, verstauten die Drohne und mieteten bei einem älteren Herrn zwei Velos für den ganzen Tag für 2.23 Franken. Beide Velos hatten einen Korb, perfekt für unsere Sachen und perfekt für einen entspannten Tag.
Der Fahrtwind kühlte angenehm und die Aussicht war schlicht überwältigend. Blühende Blumen, Palmen und kleine, einzigartige Häuser säumten unseren Weg. Immer wieder kreuzten Tiere unsere Fahrt und wir hielten an, um die Jungtiere in aller Ruhe zu beobachten. Teilweise fuhren wir direkt am “Mekong” entlang und blickten auf die vielen kleinen Inseln, jede anders in Farbe und Form. Im Wasser kühlten sich Wasserbüffel ab neben spielenden Kindern. Einige Menschen stellten Fischfallen auf, andere arbeiteten ruhig an ihren Bootsmotoren.
Ein Ort, an dem die Zeit langsamer zu laufen scheint. Perfekt um die Seele baumeln zu lassen.
Als erstes steuerten wir den etwa zwei Kilometer entfernten “Namtok Li Phi” an, der beinahe am westlichsten Punkt der Insel liegt. Das Wasser schoss dort mit enormer Kraft durch die Felsen. So schnell und gefährlich, dass kein Boot diese Stelle passieren kann. Der Name bedeutet “Geisterfalle”, denn die Einheimischen glauben, dass sich hier Geister im Wasser aufhalten.
Für 2.45 Franken Eintritt gelangten wir über stark sanierungsbedürftige Holzbrücken zum Wasserfall. Morsche Stellen waren mit Sperrband gesichert.
Vor uns lag ein kleiner, aber bezaubernder Wasserfall. Das Wasser kämpfte sich zwischen unzähligen Steinen hindurch, fand immer wieder neue Wege und stürzte schliesslich in die Tiefe. Zwischen Felsen und Wasser hatten sich Pflanzen ihren Platz erobert, ein stiller Beweis für die Kraft der Natur. Zwei alte, nicht mehr funktionierende, aber gut erhaltene Wasserräder rundeten das Bild perfekt ab.
Weiter flussaufwärts entdeckten wir eine grosse Herde Wasserbüffel. Sowohl männliche und weibliche Tiere, die von mehreren Jungtieren umgeben waren. Einige planschten genüsslich im Wasser, andere ruhten im Schatten oder suchten gemächlich nach Futter. Die grossen Tiere trugen einen Strick durch die Nase, vermutlich zum Leiten oder Reiten.
Wir fuhren dieselbe Strecke zurück ins Dorf, holten uns für 1.49 Franken zwei Eistees und radelten anschliessend entlang der Ostküste bis etwa zur Mitte der Insel.
Dort besuchten wir die “Namtok Khone Pa Soy” und zahlten erneut 1.49 Franken Eintritt. Zu Fuss ging es weiter, zuerst über eine wackelige Brücke, die über den rauschenden Fluss führte. Schon nach wenigen Minuten erreichten wir den Wasserfall.
Auch hier war die Strömung kraftvoll und laut. Fischfallen lagen im Wasser, während Wasservögel ruhig auf den Felsen oberhalb des Wasserfalls sassen. Um die beste Aussicht zu erreichen, hätte man an Seilen hinab- und wieder hinaufklettern müssen. Mit unserem Schuhwerk entschieden wir uns dagegen und genossen den Anblick aus sicherer Entfernung.
Auf dem Rückweg entdeckten wir ein lokales Restaurant, das auf Stelzen direkt im Wasser des “Mekongs” stand. Von dort bot sich ein traumhafter Blick auf den Fluss und auf die gegenüberliegende Insel “Don Det”.
Wir liessen uns auf dünnen Matratzen mit einfachen Kissen nieder und genossen den Moment. Vor uns lagen der Fluss, ferne Berge, traditionelle Stelzenhäuser, unzählige Palmen. Begleitet vom beruhigenden Plätschern des Wassers.
Zum Mittagessen gab es für Tim gebratenes Gemüse mit Ei und für Jasmin frische Sommerrollen mit Gemüse und Nudeln. Dazu eine frisch gepresste Limonade für uns beide, alles zusammen für 5.76 Franken.
Zurück im Hotel gönnten wir uns ein kurzes Nickerchen, das schlussendlich bis 17:30 Uhr dauerte. Die Sonne und die vergangenen Tage hatten mehr Energie gekostet, als wir gemerkt hatten.
Am Abend sprühten wir uns mit Mückenschutz ein und fuhren mit den Velos auf die Brücke die zur gegenüberliegende Insel führt.
Dort erwartete uns ein perfekter Sonnenuntergang.
Zwar war die Sonne bereits verschwunden, doch der Himmel leuchtete noch lange in intensiven Farben, bis er schliesslich in ein tiefes Orange überging.
Dankbar, diesen Augenblick nicht verpasst zu haben, gingen wir Abendessen.
Tim wählte gebratene Nudeln mit Gemüse, Jasmin bestellte erneut Frühstück, Omelette mit Baguette. Dazu eine Pepsi für Tim und ein Eiskaffee für Jasmin. Die Mission war, die Tagebucheinträge endlich nachzuholen.
Für 4.31 Franken waren wir satt und zufrieden.
Auf dem Heimweg kauften wir noch eine grosse, gekühlte Wasserflasche für 0.45 Franken.
Der Plan, später noch produktiv zu sein, wurde erneut verworfen und durch einen tiefen, erholsamen Schlaf ersetzt.
Ausgaben:
- Lebensmittel: 15.73 Fr.
- Allerlei: 6.17 Fr.
Insgesamt: 21.90 Fr.
Gesamtkosten: 1’084.43 Fr.Read more



































Traveler
Interessant
Traveler
Sehr eindrücklich 😀
Traveler
Toll 😍
TravelerMega schön; hier würde ich auch sofort mit auf die Velotour kommen ...