Vang Vieng Freedom View Hostel 3/3
Jan 14–15 in Laos ⋅ ☀️ 26 °C
Wir wachten bereits mit Muskelkater auf. Dabei war der Plan, erst heute die grosse und anstrengende Route auf uns zu nehmen.
Nach sechsmaligem Drücken der Schlummertaste krochen wir aus dem Bett. Das Frühstück würde nur noch fünfzehn Minuten lang serviert werden. Das wollten wir auf keinen Fall verpassen.
In Sekundenschnelle zogen wir unsere Wanderkleidung an und legten die zwei Stockwerke hinter uns. Unten angekommen konnten wir gerade noch etwas bestellen. Tim nahm heute französischen Toast mit Konfitüre. Jasmin blieb beim Omelette mit Baguette.
Wir nahmen die am Vortag bereitgestellten Rucksäcke und schwangen uns auf die Mountainbikes.
Der erste Zwischenstopp lag rund 40 Minuten ausserhalb der Kleinstadt. Wie bereits am Vortag fuhren wir in Richtung Westen. Dabei bewegten wir uns im "Vang Vieng-Tal", bessergesagt zwischen den Karstbergen. Es waren deshalb kaum Höhenmeter zu bewältigen. Dafür legten wir vor allem Strecke zurück.
Am Ziel angekommen erklommen wir den “Nam Xay-Aussichtspunkt" in unter 30 Minuten. Dank des gestrigen Trainings klappte dies problemlos. Hier war jedoch mehr Kletterarbeit nötig. Die Steine waren stark abgeschliffen und die Abstände dazwischen teilweise sehr gross. Meistens gab es auf beiden Seiten entweder Bambusgeländer oder Seile zur Unterstützung.
Kurz vor Mittag erreichten wir den höchsten Punkt des Karstbergs.
Uns wurde einerseits ein fantastischer Blick auf das von Karstbergen umsäumte "Vang Vieng-Tal" geboten. Andererseits sahen wir die Umrisse momentan trockengelegter Reisfelder mit mehreren kleineren Wäldern. Auf der dem Tal zugewandten Seite stand zudem mitten im Nichts ein etwas kleinerer Karstberg. Dieser liess einen die Landschaft noch mehr mit offenem Mund bestaunen.
Auf beiden Seiten des Berges war auf einem kleineren Vorsprung jeweils ein Motorrad befestigt. An beiden wehte eine laotische Flagge.
Wir setzten uns, wie es sich für gute Touristen gehört, auf beide Motorräder und machten Fotos.
Die nächsten 40 Minuten legten wir wieder mit den Mountainbikes zurück. Der Weg wurde dabei immer ländlicher. Die Dörfer wurden kleiner. Bald waren wir fast nur noch von Reisfeldern umgeben. Dazu kamen viele grasende Kühe sowie Wasserbüffel. Die zuvor weit entfernten Karstberge am Ende vom Tal rückten immer näher.
Einen Kilometer vor der “Blue Lagoon 3” machten wir Halt bei einem kleinen Laden, der Getränke verkaufte. Für 0.74 Franken erhielten wir eine grosse Wasserflasche.
Nur wenige Meter weiter fanden wir ein Restaurant für das Mittagessen. Es gab eine leckere Reisnudelsuppe mit frischem Gemüse. Diese kostete 2.60 Franken.
Gestärkt ging es weiter zur “Bo Nam Si Fa Sam”, auch bekannt als “Blue Lagoon 3”.
Wir zahlten den angegebenen Eintrittspreis von 1.49 Franken. Anschliessend fuhren wir über eine Schotterstrasse zu einem Parkplatz. Dort standen bereits mehrere Motorräder und Autos. Wir parkten als gefühlt Einzige unsere Mountainbikes daneben.
Wie im Bilderbuch lag das glasklare, blaue Wasser direkt unterhalb eines grossen Karstbergs. Dieser war mit üppig grünen Pflanzen wie Palmen bedeckt. Leider liegt dadurch die Lagune schnell im Schatten des Berges.
Da wir relativ spät dran waren, konnten wir die Lagune nicht mehr im direkten Tageslicht bestaunen. Auch durch die fehlende Sonne wurde es rasch etwas kühler.
In der Lagune schwammen einige Personen. Sie liessen sich mithilfe einer Seilschaukel oder einer Seilrutschr ins Wasser gleiten. Zwischen den Badenden entdeckten wir einzelne Fischschwärme.
Auf der zugänglichen Seite gab es Picknicktische, Doppelliegen mit Strohdach und Kissen sowie ein Restaurant.
Tim zog sich trotz den kühleren Temperaturen seine Badehose an und sprang in die Lagune. Das Wasser war kühl, aber nicht zu kalt. Es war perfekt für eine angenehme Abkühlung nach der langen Fahrt in der Sonne.
Diese brannte nicht so stark wie im Sommer. Zudem machte die fehlende Feuchtigkeit die Fahrt angenehmer. Trotzdem war es warm genug, um ordentlich zu schwitzen.
Anschliessend ging es weiter zur “Bo Nam Si Fa Song”, auch bekannt als “Blue Lagoon 2”.
Da es sich um einen Rundweg handelte, fuhren wir bis auf den ersten Kilometer durch eine andere Landschaft. Kurz vor dem Landschaftswechsel kauften wir nochmals drei Liter Wasser für 0.74 Franken. Danach bogen wir auf die bisher unbekannte Strasse ab.
Die Sonne stand bereits relativ tief. Dadurch wurde die Fahrt spürbar kühler. Die grössten Steigungen lagen inzwischen hinter uns.
Bei der “Blue Lagoon 2” zahlten wir erneut 1.49 Franken Eintritt. Wir erwischten sogar noch die letzten Sonnenstrahlen.
Beide bisher besuchten Lagunen lagen im Südwesten des Tals.
Schnell zogen wir uns um und gingen gemeinsam schwimmen. Tim sprang erneut vom Sprungturm mit der Seilschaukel ins Wasser. Jasmin schnappte sich einen der umherschwimmenden Luftreifen und liess sich darauf treiben.
Da die Lagune grösser war und eher in südlicher als westlicher Richtung lag, hatten wir Glück mit dem Licht. Auch die Berge waren etwas weiter entfernt. Dafür befanden sich zusätzlich mehrere Steinformationen im Wasser.
Wir fühlten uns wie in einem Freibad in der Schweiz. Überall lagen Menschen mit ihren Badetüchern. Einige sonnten sich, andere lasen oder schliefen. Manche planschten noch im Wasser, während andere bereits mit Grillieren begannen. Zudem gab es viele kleine, offene Hütten mit Strohdach. Darin lagen Kissen und es standen Stühle bereit.
Alles wirkte sehr ruhig und gemütlich. Wären wir früher hier gewesen, hätten wir problemlos mehrere Stunden verbringen können.
Leider mussten wir weiterziehen.
Der ursprünglich für den Vortag geplante “Pha Ngern Silver Cliff View Point” stand nun auf dem Programm. Dafür hätten wir erneut eine halbe Stunde zurück in Richtung Kleinstadt fahren müssen. Anschliessend wären rund 20 Minuten Aufstieg nötig gewesen.
Da wir beide nicht mehr Lust auf diese zusätzliche Anstrengung hatten, beschlossen wir, es für heute sein zu lassen.
Wir fuhren weiter zurück Richtung "Vang Vieng" bis zu einer Tankstelle. Dort kauften wir für 3.12 Franken drei kleine Chipspackungen und zwei Süssgetränke.
Anschliessend nahmen wir erneut beim “Point de vue sunset” Platz.
Dieses Mal setzten wir uns auf die kostenlos zur Verfügung gestellte Dachterrasse. Von dort aus genossen wir den Sonnenuntergang.
Erneut durften wir das magische Bild von Heissluftballonen, Paramotoren und der untergehenden Sonne erleben. Der Himmel gab wieder sein Bestes. Er zeigte sich in unzähligen Farben.
Der Wind wehte heute nach Osten. Deshalb landete ein Heissluftballon nach dem anderen direkt neben uns. Die meisten Landungen erfolgten ungeplant. Oft geschah dies auf Reisfeldern oder direkt neben der Strasse.
Die Startbahn direkt neben uns, die zum Touranbieter “Oasis Tour” gehört, wurde kurzzeitig zweckentfremdet. Die eigentliche Start- und Landebahn der Paramotoren wurde von zwei Heissluftballonen blockiert.
Es war äusserst unterhaltsam zuzusehen, wie sich die Fahrzeuge der Touristen einen Weg durch das Durcheinander suchten.
Ehrlich gesagt waren wir sehr dankbar, bereits am Vortag geflogen zu sein. Heute in einem der Ballone zu sitzen, hätte uns deutlich weniger gefallen.
Als das Farbenspiel langsam zu Ende ging, brachten wir die Mountainbikes zurück.
Danach holten wir unsere frisch gewaschene Wäsche in der Wäscherei ab. Endlich konnten wir unter die langersehnte heisse Dusche springen und saubere Kleidung anziehen.
Zum Abendessen besuchten wir erneut ein lokales Restaurant. Wir zahlten 4.09 Franken für zweimal gebratenen Reis mit einmal zusätzlicher Ananas.
Auf dem Heimweg gönnten wir uns noch eine frisch gepresste Limonade für 0.74 Franken.
Im Supermarkt kauften wir zwei wohlverdiente Magnum-Eiscremes, Brot für den nächsten Tag und die originale japanische Süssigkeit "Dorayaki". Der Gesamtpreis betrug stolze 9.60 Franken.
Kaum war die Eiscreme gegessen, zogen wir uns in unser Zimmer zurück.
Die heute gefahrenen 40 Kilometer sowie die Wanderung hatten uns deutlich zugesetzt. Die wenigen Pausen halfen dabei nur bedingt.
Am sinnvollsten wäre es gewesen, bereits um 08:00 Uhr loszufahren. So hätten wir alle Orte zur passenden Tageszeit besucht. Zudem wäre mehr Zeit zwischen den Aktivitäten geblieben.
Nun ja, vielleicht beim nächsten Mal.
Ausgaben:
- Lebensmittel: 21.63 Fr.
- Allerei: 4.47 Fr.
Insgesamt: 26.10 Fr.
Gesamtkosten: 1’401.58 Fr.Read more
































Traveler
Cool!
Traveler
Ohwee ...
Traveler
Geschafft 👍