Chitlatda Central Bila House
Jan 15–16 in Laos ⋅ ☀️ 22 °C
Früher, als das Frühstück serviert wurde, mussten wir bereits das Hostel verlassen.
Wir hatten mit dem Tourunternehmen “Oasis Tour” eine Fahrt nach “Luang Prabang” gebucht. Diese Fahrt beinhaltete den Transfer zur “Vang Vieng Railway Station” mit einem TukTuk und zwei 1.-Klasse-Tickets zur “Luang Prabang Railway Station” für 29.33 Franken. Die anderen Tickets in der Holzklasse waren leider bereits alle ausgebucht oder fuhren viel zu spät.
Am Bahnhof angekommen, gab es eine ganze Leibesvisite. Das Gepäck wurde wie bei der Gepäckkontrolle am Flughafen durchleuchtet. Während des Prozesses mussten wir beide unsere Schweizer Sackmesser abgeben.
Der Zug verband nämlich nicht nur laotische Städte untereinander, sondern fuhr bis in mehrere Städte nach China.
Während der Wartezeit holten wir beim “Café Amazon” noch einen erstklassigen Eiskaffee für 1.41 Franken und assen das gestern gekaufte Rosinenbrot.
Die 1. Klasse war weniger luxuriös als erwartet. Es waren normale Sitzplätze, ausgestattet mit einem ausziehbaren Tisch und einer verstellbaren Rückenlehne und grosse Fenster, sodass wir die Landschaft beobachten konnten.
Was uns nichts brachte, da wir so gut wie nur durch Tunnels fuhren. Hin und wieder konnte man durch die kleinen Unterbrechungen die Berge und Reisfelder aufblitzen sehen.
Bei der “Luang Prabang Railway Station” angekommen, warteten dutzende TukTuk- und Mini-Van-Fahrer auf die herausströmenden Touristen. Der Bahnhof ist eine gute halbe Stunde mit dem Auto ausserhalb der Stadt erbaut worden. Zwei Spanierinnen gabelten uns auf und nannten uns einen sehr günstigen Preis zum Mitfahren. Wir nahmen das Angebot an und verliessen etwas später den überfüllten Bahnhof.
Der Fahrer setzte uns für 2.98 Franken vor unserer nächsten Übernachtung beim “Chitlatda Central Bila House” ab.
Dort erwartete uns bereits der Besitzer des Hauses. Wir zahlten ihm 20.08 Franken für das private Doppelzimmer inklusive Frühstück am nächsten Morgen.
Da die Zimmer noch nicht einzugbereit waren, durften wir die Rucksäcke in der Lobby deponieren.
Als wir das günstige Angebot des Hauses sahen, zum einer der berühmtesten Wasserfälle des Landes zu fahren, buchten wir die Mini-Van-Hin- und Rückfahrt für 7.47 Franken beim Besitzer. Die Tour sollte um 11:30 Uhr starten.
Wir hatten bereits 11:00 Uhr.
Schnell kauften wir in einem naheliegenden Supermarkt zwei Ramen und Süssgetränke für 2.28 Franken. Das heisse Wasser bekamen wir in unserer Unterkunft. In wenigen Minuten packten wir den Tagesrucksack und stiegen mit den dampfenden Ramen in den bereits wartenden Mini-Van ein.
Wir assen so schnell wie möglich, bevor der Mini-Van bis zum Abwinken gefüllt wurde. Jasmin sass dabei auf einem losen, weichen Hocker, der im Gang zwischen den befestigten Stühlen stand.
Für eine Stunde war das völlig machbar.
Wir sahen unterwegs immer wieder den “Mekong”, viele grüne Flächen und die ersten wieder bepflanzten Reisfelder. Dazu gab es allerlei kleine, schön eingerichtete, offene und überdachte Holzhäuser mit Sitzmöglichkeiten zwischen den Reisfeldern. Diese gehörten zu Restaurants, die die einzelnen Häuser mit Holzstegen in wenigen Metern Höhe verbanden.
Die Strasse war holprig und kurvig. Der Fahrer fuhr teilweise sehr schnell, sodass wir uns gut festhalten mussten. Unterwegs passierten wir kleine Dörfer, in denen Wasserbüffel auf den Feldern standen und Kinder am Strassenrand spielten.
Beim "Tat Kuang Si” oder auch “Kuang Si Wasserfall” zahlten wir die verlangten 4.48 Franken für den Eintritt und durften kurze Zeit später auf einem grösseren Golfauto die zehnminütige Fahrt in die Nähe des Wasserfalls antreten.
Der “Tat Kuang Si” ist bekannt für seine türkisfarbenen, stufenförmigen Kaskaden. Dazu hat der Wasserfall mehrere natürliche Badebecken und eine tropische Waldumgebung. Mit einer Höhe von 60 Metern ist er der vierthöchste und einer der schönsten Wasserfälle des Landes.
Wir spazierten bis ganz oben, um beim höchst liegenden Wasserfall zu starten.
Trotz der Mittagsstunde war es durch die Sonne nicht zu heiss. Es war sogar fast schon besser, dass es Mittag war. So stand die Sonne genau perfekt in der Mitte des Himmels und das türkisfarbene Wasser konnte prachtvoll leuchten.
Mit der tropischen Landschaft um den Wasserfall und den einzelnen Pflanzen, die einen Weg gefunden hatten, mitten im Wasserfall zu stehen, sah es wirklich sehr schön und besonders aus.
Als sich immer mehr Menschen auf der Brücke mit dem idealsten Blick auf den grossen Wasserfall versammelten, liefen wir dem Wasser stromabwärts entlang.
Immer wieder sahen wir kleinere Stufen mit dem türkisfarbenen Wasser. Hätten wir unsere Badesachen eingepackt, wären wir am liebsten auch in einem dieser Pools gesprungen. Die Landschaft wie auch die natürlichen Pools wurden sehr gepflegt.
Am Ende der Stufen befand sich noch das “Tat Kuang Si Bear Rescue Centre, Free the Bears”.
“Tat Kuang Si Bear Rescue Centre” rettet misshandelte Mondbären aus illegaler Gefangenschaft. Den meisten gefangenen Mondbären wurde über Jahre lang immer wieder Gallensaft schmerzhaft und qualvoll mit einem Röhrchen aus der Galle entnommen. Dabei wurde der Gallensaft in manchen Ländern als traditionelles Heilmittel angesehen. Die Wunden infizierten sich oft, sie hatten starke Verletzungen und waren viel Stress sowie Krankheiten ausgesetzt.
Sie wurden in engen, kleinen Käfigen übereinander gestapelt gehalten.
Im “Tat Kuang Si Bear Rescue Centre” werden sie aus diesen Gefangenschaften befreit. Sie werden in naturnahen Gehegen gepflegt und trainiert, um natürliche Verhaltensweisen wie Klettern, Nahrungssuche und soziale Interaktion zu üben. Ziel ist es, die Bären, soweit möglich, später in geschützte Waldgebiete auszuwildern. Besucher können dabei die Tiere beobachten und gleichzeitig über Artenschutz und Rehabilitation lernen.
Die hier lebenden Tiere können anscheinend nicht ausgewildert werden, da sie zu lange in Gefangenschaft lebten oder sogar in Gefangenschaft geboren sind.
Umso besser ist es, dass die Tiere sich in ihrem neuen Zuhause auch zurückziehen können, ohne von den Besuchern gestört zu werden. Zudem gibt es keinen Eintrittspreis, sprich die Bären werden nicht als lukrative Einnahmequelle genutzt.
Auch achten sie darauf, nicht zu viele Tiere aufzunehmen, damit der vorhandene Platz nicht eingeschränkt wird.
Tiere, die ausgewildert werden können, werden in grössere Freiluft-Schutzgebiete in Laos gebracht. Dort werden sie zum Beispiel wie im neuen “Luang Prabang Wildlife Sanctuary” rehabilitiert und ausgewildert.
Wir setzten uns auf zwei Stühle direkt vor dem Glasfenster und beobachteten dort die momentan drei sichtbaren Mondbären. Mit ihrem schwarzen, seidig glänzenden Fell mit dem charakteristischen weissen Halbmond auf der Brust sahen sie einfach zum Kuscheln aus.
Nach einiger Zeit machten wir uns auf die Socken. Da es Mittaghitze war, waren auch die Mondbären nicht wirklich interessiert daran, herumzuklettern.
Wir liessen sie in Ruhe weiter dösen.
Wieder unten angekommen holte sich Jasmin eine frisch gepresste Limonade für 1.12 Franken.
Um dieses Mal einen etwas besseren Sitzplatz auf dem Rückweg zu ergattern, setzten wir uns wieder in das Golfauto zurück zu den Mini-Vans. Dort nahmen wir auf einer Erhöhung bei den Parkplätzen Platz und warteten.
So gut wie pünktlich wurden wir um 15:00 Uhr wieder abgeholt.
Tatsächlich konnten wir einen Platz nebeneinander am Fenster auf normalen Sitzen ergattern.
Die Fahrt zurück war genauso holprig und wahnsinnig wie die Hinfahrt. Dieses Mal hatte er es sogar so eilig, dass er bei einer Baustelle falsch fuhr und auf die noch nicht gemachte Strasse kam. Im Retourgang manövrierte er sich wieder aus dieser Situation und wir fuhren zurück nach “Luang Prabang”.
“Luang Prabang” ist eine ruhige, im Norden des Landes liegende Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe.
Sie ist UNESCO-Weltkulturerbe, da ihre Altstadt aussergewöhnlich gut erhalten ist. Sie besteht aus einer Mischung laotischer Holzhäuser, buddhistischen Tempel und französischen Kolonialarchitekturen. Sie ist ein seltenes Beispiel für das Zusammenleben von asiatischer Tradition und europäischem Einfluss.
Dazu liegt die Altstadt wie auf einer Halbinsel, umschlossen vom “Nam Khan” und dem “Mekong”-Fluss.
In der Stadt zurück durften wir direkt unser Zimmer beziehen. Dort schnappten wir unsere Wasserflasche und verliessen kurze Zeit darauf wieder das Zimmer. Trotz der Müdigkeit wollten wir noch ein wenig die Stadt erkunden und uns ein eigenes Bild von ihr machen.
Anfangs liefen wir dem “Nam Khan”-Fluss entlang.
Die Stadt war wirklich ruhig und die Atmosphäre angenehm. Die Aussicht war dazu hinreissend schön mit den hohen Bergen im Hintergrund, den Palmen und der abendlichen Sonne.
Bei der Mündung der beiden Flüsse folgten wir dem “Mekong”. Hier stiessen wir auf unzählige, einfache aber schön eingerichtete Restaurants, die einen perfekten Blick auf den Sonnenuntergang boten. Es wurden auch dreistündige Touren auf dem Fluss angeboten, bei denen Essen und Getränke bei Sonnenuntergang serviert wurden.
Kleine Souvenirläden waren ebenfalls hier vertreten und verkauften allerlei selbstgemachte Schönheiten. Die Häuser auf der anderen Strassenseite der Promenade wirkten fehl am Platz. Mit ihrer französischen, farbigen und gut erhaltenen Architektur neben den laotischen Restaurants und Hotels sah es unwirklich aus.
Die Promenade weiterfolgend, sahen wir das bunte Farbenspiel der Sonne, bevor wir in eine Gasse abbogen.
Wir fanden in einer weniger touristischen Umgebung ein kleines Restaurant. Dort gab es für Tim eine leckere Portion Pad Thai mit Hähnchen und für Jasmin gebratenen Reis mit einem grossen Omelette oben drauf. Dazu teilten wir ein zuckerfreies Süssgetränk. Das Ganze kostete uns 4.48 Franken.
Über den “Street For Night Market food” und den “Good Night Market” marschierten wir zum nächsten Supermarkt. Dabei sahen wir Köstlichkeiten von süss bis salzig, allerlei ausgefallene Souvenirs und Krimskrams.
Im Supermarkt kauften wir für 18.84 Franken den halben Laden leer.
Da wir ab morgen zwei Tage bis spätabends auf einem Boot sein würden, kauften wir genug für die beiden Mittagessen, Snacks für die Langeweile und literweise Wasser für die Reise ein. Wir fanden sogar uns bekannte australischen Chips, die aus Vollkorn bestanden. Dazu kamen Süssgetränke und eine Eiscreme für heute.
Abends telefonierte Jasmin mit ihren Eltern und Tim schnitt die neusten Videos.
Alles war für die Überfahrt nach Thailand bereit.
Ausgaben:
- Lebensmittel: 28.13 Fr.
- Unterkunft: 20.08 Fr.
- Verkehrsmittel: 39.78 Fr.
- Allerei: 4.48 Fr.
Insgesamt: 92.47 Fr.
Gesamtkosten: 1’494.05 Fr.Read more
































Traveler
Toll
Traveler
Soo schön😍
Traveler
Eindrucksvolle Beisserchen😄
Traveler
Wunderschön!