The Mira Hotel Chiang Rai 1/2
Jan 17–18 in Thailand ⋅ 🌙 20 °C
Zum Frühstück begaben wir uns auf die Terrasse des Hotels.
Leider war der Sonnenaufgang durch den Nebel nur halb so schön.
Trotzdem lag eine magische Stimmung in der Luft und der “Mekong” rauschte leise vor sich hin. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich kaum Boote auf dem Wasser. In den Bäumen zwitscherten die Vögel und die ersten Hähne gaben ihr Bestes.
Auf der Terrasse ergatterten wir einen Sitzplatz mit Aussicht auf den Fluss.
Danach holten wir uns beim aufgestellten Buffet unser Frühstück. Es gab Spiegeleier, Chicken-Wings, Pancakes, frische Früchte sowie gebratenen Reis mit Gemüse und Ei. Dazu konnte man sich wirklich starken, guten Kaffee einschenken oder Fruchtsäfte nehmen.
Um 7:30 Uhr sprangen wir zusammen mit mehreren anderen Touristen auf einen Pickup, der mit hohen Gittern rund um das Gehäuse des Autos ausgestattet war. Da wir auf dieser Reise wirklich alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen wollten, hatten wir nun noch die einmalige Chance, stehend in einem Pickup transportiert zu werden.
Die Gitter fest umklammert fuhren wir zuerst die Strasse aufwärts und dann wieder abwärts.
Beim “Slow Boat Pier, Laos Pak Beng” stiegen wir in unser Boot ein, das uns nach “Ban Houayxay” bringen sollte. Unsere Bekanntschaften aus den USA und aus Frankreich waren ebenfalls bereits frühmorgens anwesend. Vermutlich wollte niemand mehr in der letzten Reihe sitzen.
Gut eine Stunde später ging die zweite zehnstündige Fahrt über den “Mekong” weiter.
Die Fahrt beinhaltete dasselbe wie am Vortag. Viele Rätsel wurden gelöst, Kapitel gelesen und unsere restlichen Snacks wurden verputzt. Zum Mittagessen gab es erneut Vollkorn-Cornflakes mit Sojamilch und Rosinen.
Auch die Aussicht war so gut wie dieselbe. Wir kreuzten kleine Dörfer, luden Menschen an irgendwelchen Orten aus und sahen jede Menge tropischen Dschungel. Nicht zu vergessen die Wasserbüffel gemischt mit Kühen, die als Herden unterwegs waren.
Der einzige Unterschied zu gestern war, dass der Himmel anfangs noch stark mit Nebel behangen war und es dadurch etwas kühler war als am gestrigen Morgen.
Zum Glück lichtete sich dieser relativ zeitnah.
Die letzten Kilometer vor der Ankunft fuhren wir zwischen Thailand und Laos. Der “Mekong” bildet auf diesem finalen Abschnitt die natürliche Grenze der beiden Länder. Dabei wechselten wir immer wieder die Seite des Bootes, um Unterschiede auszumachen.
Bis auf die Flaggen gab es keine grossen Differenzen.
Um 17:00 Uhr erreichten wir die “Thai - Lao Friendship Bridge No.IV”. Obwohl Jasmin wusste, dass die Diskussion vermutlich nicht gut ausgehen würde, bat sie den Captain, uns hier rauszulassen. Eine ältere Dame stieg ebenfalls aus, was eine perfekte Gelegenheit schuf.
Natürlich durften wir Touristen nicht dort aussteigen, wo wir wollten, im Gegensatz zu den Einheimischen. Gut genervt versuchte es Jasmin noch mit einer kleinen Bestechung. Es war ihr einfach zu blöd, eine weitere Stunde hochzutuckern, um dort wieder ein TukTuk zurück zur Brücke zu nehmen.
Eine Stunde später kamen wir schliesslich am Pier an.
Dort warteten bereits eifrige TukTuk-Fahrer, die uns zurück zur “Thai - Lao Friendship Bridge No.IV” bringen wollten. Damit die Fahrt günstiger wurde, hatten wir bereits mit den vier Franzosen abgemacht, ein gemeinsames TukTuk zu nehmen.
Wir gingen somit direkt zu einem der Fahrer. Dieser nannte zuerst den Preis, den wir online gelesen hatten. Dann tuschelte er mit einem der anderen Fahrer und teilte uns plötzlich den doppelten Preis pro Person mit. Wir erinnerten ihn daran, dass er bereits einen Preis genannt hatte und wir diesem zugestimmt hatten.
Dies war ihm jedoch reichlich egal, was für unsere bisherigen asiatischen Erfahrungen sehr speziell war. Bisher galt eigentlich immer, ein Deal ist ein Deal.
Auch die Franzosen hatten nicht mehr so viel Geld dabei, da sie ebenfalls aus Laos ausreisten. Somit entschlossen wir uns, zunächst vom Pier wegzugehen und in Richtung Stadtzentrum zu laufen. Unterwegs kam uns der Fahrer dann hinterher und willigte schliesslich ein, den zuvor vereinbarten Preis doch anzunehmen.
Einen Chinesen gabelten wir ebenfalls noch auf, damit er am Ende nicht alleine ein ganzes gemeinschaftliches TukTuk bezahlen musste.
Speziellerweise mussten wir sogar die 3.73 Franken vor der Abfahrt bezahlen.
Da wir keine Geduld mehr hatten und in jedem einzelnen Reiseführer immer lesen, dass man zuerst fahren, dann alles Gepäck herausnehmen und erst danach bezahlen soll, liessen wir uns darauf ein. Die Franzosen überzeugten uns zusätzlich, da sie anscheinend immer im Voraus bezahlt hatten.
Während der Fahrt unterhielten wir uns ein wenig mit dem Chinesen.
Beim “Laos Border Control and Immigration Office” wurden wir schlussendlich herausgelassen. Dort gab es, wie es sich für einen ländlichen Zoll gehört, für insgesamt 1.50 Franken, den Ausreisestempel.
Dann gaben wir wirklich das auf den Rappen genau gezählte laotische Geld für die Busfahrt von der laotischen Grenze zur thailändischen Grenze aus. Nach den für die Tickets bezahlten 2.24 Franken hatten wir nun kein Geld mehr übrig.
Bei der “Chiang Khong Border” erhielten wir den Einreisestempel.
Nun kam die letzte Hürde.
Wir mussten zehn Personen finden, die Lust hatten, mit uns einen Minivan nach “Chiang Rai” zu nehmen. Die öffentliche Busse von hier fahren nur bis um 15:00 Uhr in die Stadt.
Hätten wir mehr Zeit gehabt, wären wir hier eine Nacht geblieben und morgens für 2.30 Franken mit dem öffentlichen Bus gefahren.
Jeodch hatten wir diese nicht.
Mit den Franzosen und dem Chinesen waren wir bereits zu acht. Nach unzähligem Hin und Her blieben wir schlussendlich auch nur zu acht. Somit kamen wir auf einen Preis von 19.14 Franken für uns beide.
Die nächsten zwei Stunden rasten wir über grün und rot nach “Chiang Rai”.
Dank der Fahrkünste des Fahrers erreichten wir tatsächlich noch vor 22:00 Uhr den “Chiang Rai Night Bazaar”. Hier verabschiedeten wir uns von den anderen und begaben uns zu unserem sieben Minuten entfernten Hotel.
Dieses hatten wir vor wenigen Stunden spontan über “Booking.com” gebucht, als feststand, dass wir nach “Chiang Rai” fahren würden.
Das “The Mira Hotel Chiang Rai” kostete uns für eine Nacht 19.51 Franken mit Gemeinschaftsbad. Wir entschieden uns gleich nach dem Begutachten des Zimmers, welches mehr als ausreichend war, zusätzlich 12.76 Franken für eine weitere Nacht zu bezahlen.
Wir waren erstaunt, wie viel teurer es über “Booking.com” war als vor Ort.
Noch von einem kleinen Hunger geplagt, verliessen wir das Hotel, um auf Essenssuche zu gehen. Die Hotelangestellte teilte uns mit, dass einen Kilometer der Hauptstrasse entlang der wöchentliche, besondere Markt stattfinden würde.
Zehn Minuten später erreichten wir diesen.
Zu unserem Bedauern waren die meisten Stände bereits geschlossen, und die letzten verkauften nur noch die übrig gebliebene Ware.
So gab es schliesslich eine Portion Pommes Frites für 1.51 Franken zum Teilen.
Im “7-Eleven” holten wir uns anschliessend noch je einen der berühmten “Toasties” des Ladens. Tim wählte die mit Schinken und Käse gefüllte Variante und Jasmin entschied sich für die mit Ei und Butter für 2.30 Franken.
Nach einer heissen Dusche fielen wir in einen Tiefschlaf.
Ausgaben:
- Lebensmittel: 3.81 Fr.
- Unterkunft: 32.27 Fr.
- Verkehrsmittel: 25.11 Fr.
- Allerlei: 1.50 Fr.
Insgesamt: 62.69 Fr.
Gesamtkosten: 1’615.92 Fr.Read more





























