The Mira Hotel Chiang Rai 2/2
Jan 18–19 ⋅ ☀️ 28 °C
“Chiang Rai” ist eine ruhige Stadt im Norden Thailands, bekannt für kreative Tempel, viel Natur und eine entspannte Atmosphäre abseits der grossen Touristenmassen.
Die Stadt wurde 1262 von König “Mengrai” gegründet und war die erste Hauptstadt des “Lanna”-Königreichs. Sie lag strategisch günstig an alten Handelsrouten und spielte über lange Zeit eine wichtige Rolle im Norden Thailands.
Das “Lanna”-Reich wurde im 13. Jahrhundert von König “Mengrai” gegründet und umfasste Städte wie “Chiang Mai” und “Chiang Rai”. Über Jahrhunderte hinweg war es ein bedeutendes kulturelles und politisches Zentrum. Lanna ist bekannt für seine eigene Tempelarchitektur, Schrift, Traditionen und einen starken buddhistischen Einfluss. Später geriet das Reich unter burmesischen Einfluss und wurde schliesslich Teil von “Siam”, dem heutigen Thailand.
Im “Lanna”-Reich war der “Theravada-Buddhismus” der wichtigste Glaube. Gleichzeitig spielten Geister, Naturwesen und Schutzgeister eine grosse Rolle. Berge, Wälder sowie Häuser galten als beseelt und Rituale sollten die Harmonie zwischen Menschen, Natur und Geisterwelt sichern.
Leider ist das Stadtbild in den letzten Jahren etwas ins Wanken geraten. Durch die Legalisierung von Cannabis im Juni 2022 wurden in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Shops eröffnet und entsprechende Produkte verkauft, vor allem in touristischen Gegenden wie in “Chiang Rai”.
Es wirkte teilweise fast schon penetrant, als wir durch die Stadt liefen und an jeder Ecke einen Cannabis-Shop vorfanden.
Im letzten Jahr wurden jedoch wieder Regeln für den Konsum von Cannabis eingeführt. Verkauf nur noch mit ärztlicher Verschreibung, Werbeverbot und kontrollierte Nutzung.
Viele Shops gehen allerdings kaum auf diese Änderungen ein, da sie ihr gesamtes Business auf der früheren Legalisierung aufgebaut hatten.
Am Morgen ging es für uns zuerst zum “7-Eleven”. Dort kauften wir zwei Bananen, eine Doppelpackung “Toasties”, ein Croissant und einen Eiskaffee für 2.63 Franken.
Mit unserem Frühstück spazierten wir die ersten Kilometer in Richtung des “Wat Rong Suea Ten”.
Nachdem wir aufgegessen hatten, bestellten wir für die restliche Strecke ein “Grab”. Es war uns zu riskant, später beim Tempel anzukommen, da wir die Touristenmassen möglichst umgehen wollten.
Wenig später wurden wir für 1.86 Franken an unser Ziel gefahren.
Der “Wat Rong Suea Ten”, auf Deutsch der “blaue Tempel”, ist ein moderner buddhistischer Tempel. Er ist bekannt für seine intensive blaue Farbe mit goldenen Verzierungen. Die Farben symbolisieren Weisheit, Ruhe und spirituelle Tiefe. Gestaltet wurde der Tempel im Jahr 2005 von “Phuttha Kabkaew”, einem Schüler des Künstlers “Chalermchai Kositpipat”.
Teilweise ist der Tempel noch nicht fertig bemalt, was man gut auf der westlichen Seite erkennen kann.
Dieser Künstler "Chalermchai Kositpipat" ist auch der Schöpfer des “weissen Tempels”, den wir einige Stunden später besuchen werden. Seine Werke verbinden traditionelle buddhistische Kunst mit modernen und surrealen Elementen.
Der Tempel wurde erbaut, um einen buddhistischen Ort für die lokale Gemeinde zu schaffen. Dabei ersetzte er einen alten, verfallenen Tempel, der sich genau an derselben Stelle befand.
Tatsächlich entstand hier ein wirklich malerischer Tempel mit unglaublich viel Liebe zum Detail.
Wir spazierten durch den Eingang, der von zwei grossen Statuen bewacht wird. Gleich dahinter entdeckten wir bereits die erste Buddha-Statue, die in einem Springbrunnen sass.
Bevor wir den prachtvollen Tempel von innen betraten, besichtigten wir die aus Stein gehauenen Figuren und Kunstwerke um den Tempel. Zu den beiden Hauptfarben kam zusätzlich ein rosafarbener, schimmernder Ton hinzu, der die Kunstwerke perfekt abrundete.
Wir kamen aus dem Staunen kaum mehr heraus.
Der Tempel selbst war mehr goldfarben als blau, was ihn noch stärker hervorstechen liess. Die Treppe zum Tempel wurde auf beiden Seiten von grossen Drachen flankiert, als Schutzsymbol und Weg zur Erleuchtung.
Wir zogen unsere Schuhe aus und verstauten sie in einem dafür vorgesehenen Regal. Unsere Kleidung war bereits passend gewählt, dennoch erhielt Jasmin zusätzlich einen Schal zum Bedecken der Schultern.
Auch das Innere des Tempels liess uns erneut staunen. Decken und Wände waren in ähnlichen Blau- und Goldtönen bemalt. Dazu kamen zahlreiche farbenfrohe Darstellungen von Gottheiten, wichtigen Abschnitten der buddhistischen Geschichte und Mönchen.
Ganz vorne, auf einer Erhöhung, sass Buddha. Vor ihm lag ein grosser Teppich, der den Gläubigen die Möglichkeit zum Beten bot.
Da der Eintritt kostenlos war, spendeten auch wir etwas für die hier lebenden Mönche.
Anschliessend befanden wir uns wieder auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangs. Dort standen mehrere kleinere, nicht begehbare Tempel, die ebenfalls mit Statuen von Gottheiten geschmückt waren.
Wir erreichten schliesslich den letzten Bereich.
Beim Ausgang des Tempels sassen zwei wie Krieger Statuen in Gold- und Blautönen. Unter ihnen waren zahlreiche Totenschädel dargestellt. Sie dienen als Erinnerung daran, dass der Tod ein Teil des Lebens ist und alles vergänglich ist.
Bei einem freundlichen Ehepaar kauften wir noch einen frisch gepressten Orangen- und Limettensaft für 2.04 Franken.
Mit einem weiteren “Grab” fuhren wir anschliessend zum südlich gelegenen “Wat Rong Khun”. Die Fahrt dauerte rund 20 Minuten und kostete uns 3.65 Franken.
Trotz unserer vermeintlich guten Planung befand sich gefühlt die halbe Welt auch bei diesem Tempel. Wir hatten eigentlich angenommen, dass die Touranbieter ihre Gäste über Mittag in überteuerte Restaurants bringen würden und nicht bei brütender Hitze ebenfalls hier unterwegs wären.
Da wir jedoch keine Lust hatten, später zurückzukehren, schlossen wir uns der Menschenmenge an.
Dieses Mal zahlten wir 10.21 Franken für die Eintrittstickets.
Der “Wat Rong Khun”, der sogenannte “weisse Tempel”, wird seit 1995 erbaut und ist bis heute nicht fertiggestellt. Er ist ein fortlaufendes Kunstprojekt und zugleich ein moderner buddhistischer Tempel. Die weisse Farbe symbolisiert Reinheit, während die Spiegelstücke für Erleuchtung stehen.
Der Tempel verbindet traditionellen Buddhismus mit moderner Kunst und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes.
Und er wurde seinem Ruf absolut gerecht.
Ein wunderschöner, detailreicher Tempel, der in der Sonne schimmerte. Bereits der Eingang mit dem Graben, war mit Händen und Gesichtern gestaltet. Diese symbolisiert Leid, Gier und Versuchung. Danach führt eine Brücke sinnbildlich vom weltlichen Leben zur Erleuchtung.
Das Hauptgebäude steht für Reinheit und Meditation. Besonders spannend war, dass sich neben den traditionellen Darstellungen auch moderne Elemente fanden. An den Wänden waren in kleinster Form Figuren wie Marvel-Helden, DC-Legenden, Ninja Turtles und sogar die Minions zu entdecken.
Alles in allem ein faszinierendes Bauwerk.
Rund um den berühmten “weissen Tempel” befanden sich zudem weitere Tempelanlagen. Es gab einen goldenen Tempel, einen kleineren weissen sowie einen wunderschönen Garten, der alles miteinander verband.
Der Künstler möchte damit den Kontrast zwischen dem Materiellen, der der goldene Tempel und der weisse Tempel um das Geistliche zu symbolisieren. Der goldene Tempel steht dabei für Geld, Körper und Besitz. Der weisse Tempel steht für Reinheit und Spiritualität.
Trotz der grossen Menschenmengen ist dieser Ort ein absolutes Muss, wenn man sich im Norden Thailands befindet.
Als die Sonne zunehmend unangenehm wurde, entschieden wir uns, der Hitze zu entfliehen. Das “Grab” zurück zum Hotel kostete uns 3.16 Franken.
Zurück im Hotel bestellten wir direkt unser heutiges Mittagessen. Über die App “Grab” gab es für uns beide je eine Portion gebratenen Reis mit Gemüse und Ei, insgesamt für 3.06 Franken.
Danach legten wir erstmals eine längere Pause im Zimmer ein. Ohne gestellten Wecker schliefen wir die nächsten drei Stunden durch. Ob das wirklich eine gute Idee war, lassen wir einmal offen.
Für das frühe Abendessen suchten wir die Strassen in unserer Umgebung nach einem Strassenstand ab. Leider waren die meisten noch geschlossen oder boten zu diesem Zeitpunkt lediglich verschiedene Fleischspiesse an.
Also suchten wir erneut einen “7-Eleven” auf.
Dort kauften wir für 6.71 Franken zwei aufgewärmte Portionen Reis mit frisch zubereitetem Omelette. Zusätzlich nahmen wir einen Eiskaffee, ein Süssgetränk sowie spezielle Pflaster gegen Unreinheiten. Damit erreichten wir auch die Mindestsumme für die Kartenzahlung.
Am Nachmittag hatten wir nämlich festgestellt, dass wir für die kommenden Tage zu wenig Bargeld hatten. Die gebuchte Safaritour, die wir in den nächsten Tagen geplant hatten, beinhaltete entgegen unserer Erwartung nicht alle Mahlzeiten.
Somit mussten wir statt fünf Mahlzeiten mindestens doppelt so viele aus eigener Tasche bezahlen. Was mit einer nicht vorhanendenen "Revolut"-Karte schwierig war.
Gleich um die Ecke besuchten wir noch einen Coiffeursalon. Dort liess sich Jasmin für 3.57 Franken die Haare professionell waschen. Da die Wasserstärke in den meisten Hotel zu schwach waren um die Haare ordentlich auszuwaschen, war das eine gute Alternative.
Nach einem entspannten Film lagen wir noch stundenlang wach im Bett.
Ausgaben:
- Lebensmittel: 14.44 Fr.
- Verkehrsmittel: 8.67 Fr.
- Allerlei: 13.78 Fr.
Insgesamt: 36.89 Fr.
Gesamtkosten: 1’652.81 Fr.Read more


































Traveler
Wow 👍
Traveler
Herzig 😃
TravelerSuper schöne Tempelanlagen!