• Anny G 861
  • HL-G860
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Baltikum

Mit dem Wohnmobil durch das Baltikum Czytaj więcej
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    20 maja 2026
  • Skandinavienkai

    20–21 maj, Niemcy ⋅ 🌧 16 °C

    Das war Tetris spielen vom Feinsten. Vorwärts auf das Schiff oder rückwärts rauf, irgendwie folgte das keiner Regel. Dicht an dicht stehen nun die LKW und wir irgendwie dazwischen. Auch ganz oben stehen etliche Fahrzeuge, alles PKW, darunter auch einige Neufahrzeuge. Dann ablegen: einmal auf dem Teller drehen und dann heißt es tschüss Travemünde. In der Lübecker Bucht haben wir dann noch mal kurz ne Ehrenrunde gedreht, bevor es dann endgültig Richtung Nordosten ging.
    Es ist auf jeden Fall hier sehr international. Neben Letten und Litauern sind auch Briten, Franzosen, Dänen, Schweden und Holländer an Bord… und natürlich Deutsche. In der Hauptsache sind es Fernfahrer mit ihren LKW, aber auch drei Wohnwagen, Wohnmobile und etliche Pkw sind hier.
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  • Ostsee

    21 maja, Ostsee ⋅ ⛅ 10 °C

    Die Nacht war nicht so erquickend. Wir haben ja die Sparvariante gewählt und statt einer Kabine (es waren nur noch Viererkabinen buchbar) die Liegesitze gewählt. Da ist noch Luft nach oben und das Ganze für die Rückfahrt optimierbar. Eine Decke und ein Kissen wären hilfreich. Die Nackenhörnchen sind zwar gut, aber wenn man sich auf mehreren Sitzen lang macht, ist ein Kissen einfach besser. Egal, wir haben die Nacht überstanden.
    Zum Frühstück drängten sich schon vor Öffnung des „Restaurants“ die Fernfahrer am Eingang. Wir haben dennoch einen Platz mit Blick in Fahrtrichtung ergattert. Das Wetter sieht gar nicht so schlecht aus, ein paar Wölkchen und glatte See - was will man mehr.
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  • Austrumi Forti Liepaja

    21–23 maj, Łotwa ⋅ ☁️ 10 °C

    Bei Regen angekommen in Liepaja. Und wieder Tetris spielen beim Ausschiffen. Ging aber ziemlich zügig, wir waren ruckzuck runter vom Schiff.
    Auf der Fähre haben wir uns für heute unseren Campingplatz ausgesucht: Camping Austrumu Forti, nur 12 Minuten vom Fähranleger entfernt. Den Betreiber Janis habe ich per Mail kontaktiert, weil man reservieren sollte. Sehr unkomplizierter Kontakt, sehr freundlich. Die Anfahrt ist etwas tricky, mein Navi hat gesagt: ab hier musst du zu Fuß weiter… 😳
    Wir haben es schließlich geschafft, aber das Hinweisschild an der Hauptstraße nach Klaipeda ist winzig. Egal! Auf der Homepage ist eine Skizze zu finden, mit der es funktioniert. Dort steht auch, dass man über die Brücke auf die kleine Insel muss. Wenn man davor steht, traut man ihr nicht, aber sie soll 12 Tonnen tragen.
    Der Platz ist toll, direkt am Wasser und naturnah und trotzdem dicht am Zentrum. In der Ferne kann man die Fahrzeuge auf der Hauptstraße sehen, aber nicht hören. Dafür quaken die Frösche und die Fische springen. Was will man mehr! Morgen geht es mit dem Fahrrad in die Altstadt.
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  • Liepaja

    22 maja, Łotwa ⋅ ☀️ 12 °C

    Heute Morgen hatten wir schönstes Wetter und entschlossen uns draußen zu frühstücken. Intensives Froschkonzert inklusive…
    Danach sind wir mit dem Fahrrad nach Liepaja gefahren. Zunächst haben wir uns die Oskars-Kapalka-Brücke besucht. Die Brücke wurde 1906 nach einer Zeichnung von Gustave Eiffel (der mit dem Turm in Paris 🤓) erbaut. Sie stellt die Verbindung zum russisch geprägten Stadtteil Karosta dar. Es handelt sich um ein Drehbrücke, die viermal am Tag geöffnet wird.
    Anschließend haben wir uns die russisch-orthodoxe Nikolaus Kathedrale angeschaut. Mit ihren goldenen Zwiebeltürmen leuchtet sie weithin sichtbar. Sie wurde zwischen 1901 und 1903 in Karosta als Hauptkirche der russischen Marine errichtet. Zu Sowjetzeiten wurde sie in den 70er Jahren als Sporthalle zweckentfremdet. Wir konnten zwar hineingehen (Kopftuch für Frauen erforderlich), aber fotografieren ist nicht erlaubt. Karosta ist ansonsten nicht sehr sehenswert, die alten Prachtbauten aus zaristischer Zeit sind ziemlich heruntergekommen.
    Danach ging es in die Altstadt Vecliepaja. Am Rosenplatz haben wir die Bikes abgestellt und haben uns dann zu Fuß treiben lassen. Unter anderem haben wir den Peter-Marktplatz mit der Markthalle und die St. Josefs Kathedrale besucht. Den „Berndtein“, das ist die Konzerthalle, haben wir zwar gesehen, aber nur von weitem. Schließlich ging es zurück zum Campingplatz, wo wir es uns in der Sonne gemütlich gemacht haben. Morgen geht es weiter in den Norden.
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  • Aizpute

    23 maja, Łotwa ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach dem Frühstück sind wir nach Kuldiga aufgebrochen. Auf dem Campingplatz haben wir noch die Kraniche rufen hören, Schwäne gaben sich die Ehre und Flussseeschwalben (oder welche auch immer) haben im Sturzflug Fische gefangen.
    Unterwegs haben wir viele Störche und auch Storchennester auf Strommasten gesehen. Und plötzlich sind rechts neben der Straße Ruinen zu sehen. Also Hacken in den Teer, den U-Turn hingelegt und die Ruine einer alten Ordensburg in Aizpute angeschaut. Viel sehen gab es zwar nicht, aber das kleine Örtchen hatte noch ein paar weitere nette Gebäude aus Holz. Dann ging es weiter nach Kuldiga.
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  • Kuldiga

    23 maja, Łotwa ⋅ ☀️ 21 °C

    In Kuldiga angekommen haben wir zunächst bei einem ganz neuen Lidl eingekauft.
    Dann haben wir uns auf die Suche nach dem WoMo-Stellplatz gemacht, der sich an einem Café direkt am Wasserfall befinden sollte. Wir sind dann links auf den Parkplatz in der Nähe des Aussichtsturms gefahren. Vom Parkplatz aus hatte man einen schönen Blick auf das Tal der Venta und auf den Ort.
    Wir haben alles zu Fuß erkundet. Zunächst auf den Aussichtsturm hoch und dann Europas breitesten Wasserfall, der Ventas Rumba. Eigentlich eher eine Stromschnelle, aber immerhin 270 m breit! Die alte Steinbrücke über die Venta,eine der längsten gemauerten Gewölbebrücken Europas, 1874 nach Verkehrsstandards der Zarenzeit erbaut. Sie misst 164 m. Dann die Brücke über das Alexanderflüsschen und den dazugehörigen Wasserfall und die Straße zum Rathausplatz. Hier gab es eine leckere Pizza mit einem Pils aus Kuldiga.
    Dann ging es zurück zum WoMo. Eigentlich wollten hier übernachten. Da es den kostenlosen Stellplatz nicht gibt und das Übernachten auf den Parkplätzen wegen jugendlicher Poser nicht so angesagt ist, sind wir dann weiter gefahren Richtung Ventspils.
    Die Straße führte durch einen schönen Wald. Rechts tauchte ein schöner See auf und kurz danach rechts ein Schild „Kempings“ auf. Wieder Hacken in den Teer, U-Turn und ab in den Wald. Ein wunderschön gelegener Campingplatz mitten im Wald und am See gelegen. Unser Platz für die nächsten beiden Nächte.
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  • Rund um die Venta

    24 maja, Łotwa ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir haben heute mit dem Fahrrad die Gegend erkundet. Ziel war irgendwie an den Fluss Venta zu gelangen. So sind wir ein bisschen kreuz und quer auf Waldwegen und welchen, die mal Wege im Wald waren, gefahren.
    Zuerst haben wir einen Platz gefunden, der zum Grillen mit Feuerholz und Bänken ausgestattet war. Es gab sogar ein Plumpsklo mit Beleuchtung per Bewegungsmelder. Clopapier und feuchte Tücher waren ebenfalls vorhanden 👍🏼
    Dann ging es weiter durch den Wald in der Hoffnung mal direkt an den Fluss zu gelangen. Hat aber nicht geklappt. Aber es boten sich doch immer wieder kurze Blicke auf das Wasser.
    Wir sind dann an der Straße über eine Brücke auf die andere Flussseite gefahren. Aber auch dort ergab sich keine Gelegenheit ans Wasser zu kommen.
    Also wieder zurück. Aber am Waldweg zum Campingplatz gibt es eine Stelle mit dem besten Blick auf die Venta. Insgesamt waren wir 29 km über Stock und Stein mit 315 Höhenmetern unterwegs. Jetzt genießen wir das schöne Wetter und lassen es uns gut gehen. Morgen geht es Richtung Ostsee und Kap Kolka, wo Ostsee und Rigaer Bucht aufeinandertreffen.
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  • Ventspils

    25 maja, Łotwa ⋅ ☁️ 13 °C

    Zwischenstopp in Ventspils, um im Supermarkt einzukaufen. Bier mit Alkohol muss man in extra Geschäften kaufen, wo es dann auch harte Alkoholika gibt. Außerdem hat Herbert leider das Fahrradwerkzeug zuhause vergessen. So haben wir noch ein Fahrradgeschäft aufgesucht. Ansonsten erschien uns der Ort nicht so interessant, auch wenn es hier ein gut restauriere Ordensburg gibt. Danach ging es weiter Richtung Kap Kolka. In Lettland ist Pfingstmontag übrigens kein Feiertag. Czytaj więcej

  • Mikeltornis

    25 maja, Łotwa ⋅ ☁️ 12 °C

    Auf dem Weg zum Kap Kolka sind wir wie durch Niemandsland gefahren. Ein riesiger Kiefern- und Birkenwald, die Straße mehr oder weniger gut ausgebaut. In Irbene stehen große Radiotheleskope und hier wird in den Weltraum geschaut. Von der Straße aus war nichts zu sehen.
    In Mikeltornis haben wir uns dann den Leuchtturm Mikelbaka angeschaut. Er ist mit 62 Metern der höchste Leuchtturm im Baltikum. Hier gibt es sogar eine kleine lutherische Kirche von 1893, die allerdings ziemlich muffig riecht. Ansonsten sind hier nur wenige Häuser, Ferienhäuschen und etwas, das wie ein Wikingerschiff aussieht, wohl eine Art Denkmal. Auch einen Campingplatz gibt es hier, aber ob da schon Betrieb ist…
    Weiter geht es durch den Slitere Nationalpark zum Kap Kolka.
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  • Kap Kolka

    25–26 maj, Łotwa ⋅ 🌬 12 °C

    Schließlich sind wir am Kap Kolka angekommen. Im Kreisverkehr links abbiegen, dann erreicht man einen Schotterparkplatz. Hier kann man kostenlos stehen. Fährt man dagegen geradeaus, erreicht man den asphaltierten Parkplatz, der gebührenpflichtig sein soll.
    Wir haben zunächst an den Strand geschaut. Dort haben wir den alten Leuchtturm Kap Kolka entdeckt, der draußen auf einer künstlichen Insel vor Untiefen gewarnt hat. Heute ist er ein technisches Kulturdenkmal.
    Anschließend sind wir auf den Aussichtsturm hochgekraxelt. Aus Holz errichtet dürfen maximal 15 Leute da hoch und ab 6 m/s Wind (ca. 12 Knoten) darf er nicht mehr betreten werden. Auf jeden Fall hat es da oben ganz ordentlich geschwankt. Wir hatten 16 Knoten Grundwind…
    Der Aufstieg lohnt nicht unbedingt, außer jede Menge Kiefernwipfel gab es nix zu sehen. Man hätte wohl verschiedene Raub- und Wasservögel sehen können, aber wir haben sie nicht entdeckt.
    Nach einer kurzen Kaffeepause sind wir dann am Strand zum Kap gelaufen. Auf dem Weg dorthin tauchten plötzlich kleine Fasshäuschen auf. Die kann man mieten und werden vom Campingplatz bei Kolka betrieben. Toller Blick auf die Ostsee!
    Das wirkt schon sehr urig mit den alten toten Bäumen am Strand. Am Kap selbst kommen unspektakulär die Ostsee und die Rigaer Bucht zusammen. Allerdings herrscht dort wohl starke Strömung, weshalb das Baden verboten ist.
    Zu sehen sind auch zwei Installationen: Ein hängender Stein in einem Stamm und eine Art Torbogen aus drei großen Steinen sind ein Monument für die auf See gebliebenen Seeleute, Fischer und Reisenden. Das Monument wurde vom lettischen Bildhauer Grits Burvis geschaffen und 2002 eingeweiht.
    Wir werden heute auf dem Schotterplatz übernachten und sind hier nicht allein. Morgen geht es dann weiter nach Riga.
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  • Kolka

    26 maja, Łotwa ⋅ ☀️ 11 °C

    In der Nacht gab es ein bisschen Regen, aber heute Morgen war wieder strahlender Sonnenschein. Also auf nach Riga. Wir haben dann gleich einen kurzen Stopp in Kolka eingelegt. Hier haben uns zwei kleine Kirchen gelockt: eine russisch-orthodoxe und eine lutherische Kirche. In diese konnte man auch hineingehen, die orthodoxe Kirche war verschlossen. Ich habe dann noch einen typischen Vorratskeller gefunden , die hier viel zu finden sind. Am Parkplatz führte ein Weg zum Strand, den wir natürlich auch aufgesucht haben. Was für ein uriger Ort und die Rigaer Bucht glatt wie ein Spiegel - herrlich! Czytaj więcej

  • Purciema Balta kapa

    26 maja, Łotwa ⋅ ⛅ 14 °C

    Ein weiterer Zwischenstopp etwa 20 km südlich von Kolka war Purciems. Hier gibt es eine interessante Dünenlandschaft, die Purciema Balta kapa. Diese großen Dünen liegen inmitten des Kiefernwaldes, durch den sich das Flüsschen Pilsupe schlängelt. Hier gibt es einen Parkplatz und von dort führt ein ca. 900 m langer Rundweg durch die beeindruckende Dünenlandschaft. Der Weg ist mit einem Holzbohlensteg versehen gut zu laufen. Wunderschön und einen Stopp wert. Czytaj więcej

  • Mersrags

    26 maja, Łotwa ⋅ ⛅ 14 °C

    Nächster Zwischenstopp in Mersrags. Hier gibt es eine kleine Landzunge, auf der ein Leuchtturm inmitten einer Ansammlung kleiner Ferienhütten steht. Einen fischenden Storch haben wir ebenfalls gesehen und auf der Fahrt hierher habe ich einen Wiedehopf entdeckt. Einen Campingplatz gibt es hier auch. Czytaj więcej

  • Riga

    26–28 maj, Łotwa ⋅ ⛅ 18 °C

    Auf dem Weg nach Riga sind wir nicht durch den Badeort Jurmala, eine Ansammlung verschiedener Dörfer, gefahren. Hier wird eine Umweltabgabe fällig. Das Nummernschild wird gescannt und man muss die Zahlung noch am gleichen Tag vornehmen, wie der Reiseführer schreibt. Da wir uns diese Touriorte schenken wollten, sind wir dann nach Kemeri abgebogen. Der frühere Kurort ist ziemlich heruntergekommen. Am Kurpark stand dieser Turm, der wohl als Aussichtsturm dient.
    Wir sind weitergefahren und haben die Hauptstadt über die Hauptstraße A10 angefahren. Und gleich im dicken Verkehr steckengeblieben! Gegen 15 Uhr sind wir dann am Riverside Camping auf der Insel Kipsala angekommen. Plätze direkt an der Daugava kosten 5 Euro mehr, das haben wir uns geschenkt. Ansonsten ein schöner Platz und vor allem nahe der Altstadt.
    Nach einer kurzen Kaffeepause sind dann zu Fuß Richtung Altstadt gegangen, um uns einen Überblick zu verschaffen. Von der Insel aus hat man einen schönen Blick auf die Altstadt mit dem Schloss und vielen Kirchen. Morgen ist dann Sightseeing angesagt. Die Brücke über die Daugava wurde noch zu Sowjetzeiten von 1979 erbaut und 1981 eingeweiht. Früher hieß sie Maxim-Gorki-Brücke, heute heißt sie Vanšu-Brücke (Schrägseilbrücke). Zum Zeitpunkt der Eröffnung war sie mit 625 Metern die längste Schrägseilbrücke Europas. Auf dem Rückweg haben wir noch ein paar schöne Holzhäuser entdeckt.
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  • Riga Altstadt

    27 maja, Łotwa ⋅ 🌬 14 °C

    Gestern Abend hat es ein bisschen geregnet und entgegen der Vorhersage blieb es danach trocken. Die Windvorhersage passt dagegen sehr! Wir haben heute heftigen Wind mit bis zu 20 Knoten Grundwind und bis zu 38 Knoten in Böen.
    Eigentlich war der Plan, mit dem Fahrrad über die Brücke zu fahren, diese dann irgendwo abzustellen und die Altstadt zu Fuß zu erkunden. Ich war dagegen, bei diesem Sturm über die Brücke zu fahren. Also sind wir zu Fuß los. Ich hatte Mühe auf der Brücke nicht umgeweht zu werden…
    Auf unserem Stadtrundgang haben wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besucht: Schloss, St. Jakobi Kirche, das Parlament, den Dom, das Schwarzhäupterhaus und die alte Stadtbefestigung mit Schwedentor, Mauer und Pulverturm. Wir waren rund 4 1/2 Stunden unterwegs und haben 12 km zurückgelegt. Jetzt ist Erholung angesagt.
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  • Gedenkstätte Salaspils

    28 maja, Łotwa ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute Morgen war es immer noch ziemlich windig. Egal, wir fahren weiter. Eine kleine Stadtrundfahrt mit Blick auf die lettische Nationalbibliothek, die Altstadt, die Eisenbahnbrücke und das ehemalige Rigaer Ghetto mit Museum.
    Nächster Stopp ist die Holocaust Gedenkstätte in Salaspils. Diese ist auf dem Gelände eines ehemaligen Nazi-Etappenlagers errichtet. Das Lager Kurtenhof war von 1941 bis 1944 eigentlich ein erweitertes Polizeigefängnis und Arbeitserziehungslager und unterstand der Gestapo. Auf der großen Wiese standen einst 30 Baracken. Diese sind mit Betonblöcken gekennzeichnet. Einer der Betonblöcke erinnert an das Schicksal der bis zu 2000 internierten Kinder mit Blumen und Kuscheltieren.
    Auf der Freifläche stehen mehrere riesige Betonskulpturen, die sehr bedrückend sind.
    Wer die Gedenkstätte betritt sieht zunächst einen langen, ansteigenden Betontunnel. Das Ende ist auf schwarzem Granit gelagert. Hier gibt es für jedes Jahr des Bestehens Striche. Die Strichliste steht für die Anzahl der Opfer: pro Strich 1000 Tote. Der Tunnel kann von unten nach oben begangen werden. Hier wird auch die Geschichte der Gedenkstätte erzählt, die ab 1961 errichtet wurde.
    Auch wenn es kaum Ausstellungstücke gibt und man die Dimension dieses Lagers nur erahnen kann, ist ein Besuch lohnenswert. Allein der Gang durch den Tunnel ist schon sehr bedrückend.
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  • Burgruine Turaida

    28 maja, Łotwa ⋅ 🌬 13 °C

    Wir sind dann zum nächsten Spot gefahren: die Burgruine Turaida bei Sigulda. Der Besuch kostet 9 Euro Eintritt, das Parken auf dem Parkplatz vor dem Café ebenfalls.
    Die Burg entstand 1214 auf einem Bergrücken über der Gauja und war ursprünglich die Bischofsburg des Bischofs von Riga. 1776 brannte die aus, nicht infolge von Kampfhandlungen, sondern aufgrund eines unvorsichtigen Schusses aus einer Flinte. Die Ruine blieb fortan unbewohnt und verfiel.
    Seit den 1950er Jahren wurde die Burg in Teilen wieder aufgebaut und seit 1976 für 25 Jahre umfangreiche archäologische Untersuchungen durchgeführt. Die Erkenntnisse flossen in den weiteren Wiederaufbau ein.
    Ein Besuch ist durchaus lohnenswert. Es gibt viele unterschiedliche Ausstellungen in der Burg und Blick vom Bergfried lohnt sich. Außerdem ist das Gelände rundherum wunderbar parkähnlich angelegt. Und man erfährt, was es mit Legende der „Rose von Turaida“ auf sich hat.
    Wir sind anschließend nach Sigulda weitergefahren und wollten dort auf den Campingplatz an der Gauja. Auf der Asphaltfläche wollten wir nicht stehen und haben dann einen anderen Platz gesucht.
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  • Camping Jaunzageri

    28–30 maj, Łotwa ⋅ 🌬 14 °C

    Von Sigulda aus fuhren wir zurück nach Turaida und weiter in den Gauja Nationalpark. Hier haben wir einen gut ausgestatteten Platz direkt an der Gauja gefunden.
    Der Platz richtet sich vornehmlich an Wasserwanderer, bietet aber auch alles für Camper. Super angelegt, jeder Stellplatz hat eine überdachte Sitzgruppe mit Grill, es gibt eine klassische und eine schwarze Sauna sowie einen Hot Pot.
    Es gibt eine Outdoorküche und ein Waschmaschine. Außerdem kann man sich in unterschiedlichen Hütten einmieten, von einfach bis luxuriös ausgestattet. Einfach toll und mitten im Nirgendwo. Hier bleiben wir für zwei Nächte!
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  • Gauja Nationalpark

    29 maja, Łotwa ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute wieder schönstes Wetter, wenn auch nach wie vor windig. Die Böen sind aber längst nicht mehr so stark. Wir entschlossen uns, die Gegend zu Fuß zu erkunden. In der Kartenapp führt die Sandstraße weiter Richtung Süden. Diese sind wir weitergegangen. Leider durften wir nicht über ein Grundstück gehen. Der Eigentümer erklärte uns mit Händen und Füßen, aber sehr freundlich, dass wir uns irgendwie um das Grundstück herum einen Weg suchen müssten.
    Gesagt, getan, es ging also über eine hochgewachsene Wiese runter zur Gauja, querfeldein. Unterwegs haben wir viele Libellen, Schmetterlinge, ein flüchtendes Reh und einen Greifvogel (Adler?) gesehen. Auch Fraßspuren eines Bibers haben wir gefunden. Es war eine schöne Tour.
    Zum Abschluss des Tages gab es es noch ein kleines Spektakel am Himmel: Eine Wolkenfront zog durch und wurde von der untergehenden Sonne beleuchtet. Und inner Gauja gab es zusätzlich noch eine Spiegelung!
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  • Cesis

    30 maja, Łotwa ⋅ ⛅ 14 °C

    Auf dem Campingplatz ist es gestern Nachmittag zunehmend voller geworden. Wir hatten sowieso geplant heute weiterzufahren. Und so ging es dann nach Cesis, wo wir die ehemalige Ordensburg besichtigen wollten.
    Der Ort taucht erstmals 1206 als Alt-Wenden auf und ist damit einer der ältesten existierenden Orte in Lettland. Zwischen 1207 und 1209 begann der frisch gegründete Schwertbrüderorden mit dem Bau einer gewaltigen Burg. Sie war über Jahrhunderte eine der größten Festungen Livlands. Im Nordischen Krieg 1703 wurde die Burg endgültig zerstört.
    Dass heute noch viel der alten Burg zu besichtigen ist, verdankt die am besten erhaltene Kreuzritterburg Lettlands dem Graf Karl von Sievers. Er kaufte 1777 die Burg und ließ sie in Teilen renovieren. Für sich selbst errichtet er ein eigenes Schlösschen, in dem sich heute ein Museum befindet.
    Die Besichtigung ist kostenpflichtig. Man kann aber wählen zwischen dem Gesamtpaket und nur der Burg. Für die Burgtour bekommt man eine Laterne mit Kerze in die Hand gedrückt. Sie dient der Beleuchtung in den teils sehr dunklen Wendeltreppen der Türme. Der ebenfalls von Sievers 1812 angelegte romantische Schlossgarten ist frei zugänglich. Den haben wir uns aber geschenkt.
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  • Camping Jurasdzeni

    30 maj–1 cze, Łotwa ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach unserem Ausflug ins Mittelalter haben wir uns in Richtung Ostsee gemacht. An der Via Baltica von Riga Richtung Estland liegt das kleine Dorf Tuja. Und hier, direkt am Ostseestrand liegt der Campingplatz Jurasdzeni. Blick auf die Ostsee, am Strand eine kleine Bar mit leckeren Burgern und Bier - so lässt es sich aushalten. Hier werden wir wieder zwei Nächte verbringen und hoffen auf einen schönen Sonnenuntergang. Czytaj więcej

  • Leuchtturm Kurmrags

    31 maja, Łotwa ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir haben heute bei bedecktem Wetter und fast Windstille eine Radtour an der Küste entlang zum ehemaligen Leuchtfeuer Kurmrags unternommen. Auf weitgehend unbefestigten Straßen ging es durch Wald und an teils sehr schönen und auch alten Holzhäusern vorbei Richtung Steilküste.
    Der ehemalige Leuchtturm wurde 1923 auf Betreiben lokaler Fischer als Metallfachwerkturm errichtet. Ursprünglich stand er auf einer Düne am Strand. 1967 wurde er infolge einer Sturmflut zerstört. 2005 wurde die Küste durch eine weitere Sturmflut abgetragenen das Fundament steht mittlerweile im Wasser. Durch Unterspülungen neigt es sich immer weiter und auch das Fundament selbst wird zerstört.
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  • Veczemju Klintis

    1 czerwca, Łotwa ⋅ ☁️ 14 °C

    Weiter geht es auf der Via Baltica nach Norden. Heute erreichen wir Estland. Aber zunächst besuchen wir die Felsen von Veczemji. Diese Sandsteinformation direkt am Strand mit einer Länge von ca. 200 m und einer Höhe von 4 m weist zahlreiche Auswaschungen und regelrechte Höhlen auf.
    Rund 500 m davor gibt es einen Parkplatz und daran angeschlossen der Campingplatz Klintis. Das Parken kostet 4 Euro und von dort aus sind die Klippen am Strand oder auf dem Weg durch den Wald gut erreichbar.
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  • Tahkunranna Beach

    1–2 cze, Estonia ⋅ ⛅ 16 °C

    Auf dem Weg nach Estland haben wir noch kurz etwas in Salacgriva eingekauft. Kurz hinter Ainizi sind wir dann nach Estland reingefahren. Der alte Grenzposten ist noch zu sehen, aber sehr heruntergekommen. Nun stehen wir kurz hinter Võiste direkt am Strand in Tahkuranna. Geht schlechter! Der Platz ist klein, nicht sehr eben und wenn noch weitere Mobile kommen sollten, wird es eng. Aber es gibt ein Toitoi mit Clopapier und Wasser zum Händewaschen. Passt! Ob wir heute einen Sonnenuntergang bekommen? Czytaj więcej