• Amritsar und das Heiligtum der Sikhs

    April 7 in India ⋅ 🌧 17 °C

    Mein Start in Amritsar begann mit viel Verzweiflung. Erst war mein Hotel trotz Einheimischer Unterstützung nicht zu finden. Dann bekam ich kein Internetempfang und von allen Seiten wurde ich immer nach "Tuk Tuk" mit wackelnden den Kopf gefragt. Es hat nur noch die Rose gefehlt. Also schnell ein neues Hotel gesucht, welches zufällig genau gegenüber vom Heiligtum der Sikhs liegt und den Regen getrotzt.

    Der Goldene Tempel von Amritsar ist wichtigstes Heiligtum der Sikhs. Diese Sikhs bestimmen hier auch das Stadtbild und stellen eine deutliche Veränderung zu den anderen Orten dar. Um den Tempel zu betreten, muss man die Schuhe ausziehen, Füße reinigen und den Kopf mit einem Tuch bedecken. 4 große Eingänge symbolisieren das alle Menschen, egal von wo sie kommen, willkommen sind. Über große Marmorstufen geht es hinab und man steht in einer gewaltigen Tempelanlage. Inmitten ist das heilige Wasser (Teich des Nektars der Unsterblichkeit) und scheinbar schwimmend der Goldene Tempel. Den ganzen Tag, von 4 bis 23 Uhr, werden die Glaubensschriften von Gurus in musikalischer Begleitung vorgelesen und erzeugen so eine angenehme Aura. Trotz Regen zelebrieren die Anhänger dabei in gelassener Ruhe ihre Rituale. Scheinbar stört hier sowieso niemand Regen. Ich bin fasziniert und besuche gleich mehrfach den Tempel. Zur Zugabe gab es am Abend ein Feuerwerk. Da ich ja nun direkt gegenüber mit freier Sicht schlafe, war der vorherige Ärger spätestens jetzt verflogen.
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