Eine Busfahrt ist noch lustiger
23. august 2024, Colombia ⋅ 🌩️ 28 °C
In Salento ist uns aufgefallen, dass abends immer um die gleiche Uhrzeit eine Sirene im Ort zu hören war. Uns wurde gesagt, dass sie an die Nachtruhe erinnert, um die Einheimischen zu schützen. Im ersten Moment sind wir etwas erschrocken als wir sie gehört haben.
Salento hat es uns wirklich gut gefallen, ein toller Ort.
Weiter ging es nach Medellin. Wir haben uns schon gefreut, dass die Busfahrt dorthin etwas kürzer ist also von Bogot nach Salento und wir nicht so spät in Medellin ankommen werden, hier haben wir nämlich nur eine Nacht gebucht, wir dachten 1,5 Tage dort reichen um uns die Stadt anzuschauen. Das war nur leider nichts…. Aus eigentlich 5 Stunden Fahrt wurden 14…
Auf einem Zwischenstopp in Pereira wurde uns gesagt, dass es auf der Strecke nach Medellin ein Problem gäbe und wir komplett außen herum fahren müssen, durch die Berge. Wir hatten natürlich nichts zu essen dabei und waren überhaupt nicht auf so eine lange Fahrt vorbereitet. Einige im Bus sind in Pereira ausgestiegen und haben sich um eine andere Möglichkeit gekümmert, leider gab es keine sinnvolle Alternative für uns nach Medellin zu kommen. Die Fahrt ging 13 Stunden lang durch enge Serpentinen mit nur einer Pause zwischendurch, immerhin hatten wir eine Toilette im Bus und eine schöne Aussicht auf dem Fenster.
Kurz vor Medellin wurden wir dann noch von der Polizei rausgezogen die all unsere Rucksäcke durchsucht hat, ein komisches Gefühl.
Der halbe Tag in der Stadt war somit hin aber wir konnten Medellin noch am nächsten Tag erkunden.
Dort sind wir erst mal mit einem super lieben Uber-Fahrer in die Comuna 13 gebracht worden. Vor einigen Jahres war das noch der gefährlichste Stadtteil in der gefährlichsten Stadt der Welt… heute eine reine Touristenattraktion… es war sehr voll und an jeder Ecke ist eine Souvenirshop, interessant ist es dennoch durch die Straßen zu laufen und sich die vielen bunten Graffitis und Bilder anzuschauen.
Unser Hotel war im Stadtteil El Poblado, hier gibt es unzählige schöne Cafés und Restaurants :-). Am Abend ging es dann für uns nach Guatapé in ein Hotel direkt am See, hier tanken wir ein bisschen Ruhe und entspannen uns bevor es in die Karibik geht. Vorher haben wir uns aber noch den El Penol de Guatapé angeschaut, ein Felsen mitten in der Seelandschaft gelegen, von hier oben hat man einen wunderschönen Ausblick. Durch unsere Wanderungen vorher kamen uns die ca. 600 Stufen nach oben auch gar nicht mehr viel vor :-D.Læs mere





















Auf eine 10 Stunden längere Busfahrt ist man nicht vorbereitet. Gut, dass es sich trotzdem gelohnt hat. [Ellen]