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Schottland 2026

Mit dem Camper nach Schottland Read more
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    🌊 Nordsee

    Edinburgh

    August 31 in Scotland ⋅ ☁️ 16 °C

    Wo fange ich an, wo höre ich auf?

    Spoiler ich, wenn ich bereits jetzt sage, dass Edinburgh eine super schöne Stadt ist?

    Ich denke nicht ☺️

    Ausgestattet mit Grits Monstrum Liste machen wir uns schon früh auf den Weg. Vom Campingplatz nehmen wir den Doppeldeckerbus und fahren knapp 50 Minuten in die Stadt.

    Die erste Stunde widmen wir uns der Royal Mile und allem, was drumrum ist, dann suchen wir uns erstmal was zu essen. Das Frühstück haben wir heute nämlich ausgelassen, da Edinburgh ganz sicher genug Leckereien zu bieten hat 😋

    Zufällig landen wir dann in einem scheinbar sehr beliebten Café, denn trotz 2 Standorten, die direkt beieinander liegen, sind die Schlangen lang.

    Es gibt dann endlich mal ein Full Scottish Breakfast für uns. Unfassbar lecker und hält uns trotz vieler Kilometer Laufweg bis zum Abend richtig satt.

    Ari spendieren wir in einem Künstler- und Designmarkt erstmal eine schottische Fliege, um sicher zu gehen, dass er überall der Star sein wird, wo wir einkehren oder lang gehen (ist er natürlich auch so 😂☺️)

    Von großen Burgen, schönen Kirchen, kleinen Gassen und Wasserwalks klappern wir alles ab, was uns schön erscheint.

    Am Ende haben wir so viele prächtige Bauten gesehen, dass wir gar nicht mehr wissen, ob wir das schon mal gesehen haben (wieder eine Burg?) oder es ein neues monumentales Gebäude ist, von dem Edinburgh gezeichnet ist.

    Abends bekommen wir dann doch nochmal Hunger und gehen ins Streetfood-Areal, da findet man uns ja eigentlich in jeder Stadt 😄

    Inzwischen weht ein eisiger Wind und jetzt kann man Touristen und Einheimische ganz klar auseinanderhalten, denn letztere stehen noch in T-Shirts und Shorts fröhlich rum, während alle anderen fröstelnd ihre Jacken schließen und n Schal umlegen. So kenne ich es auch noch aus meiner Zeit in Irland, wenn ich versucht habe, meinen Gastkindern ne Jacke aufzuschwatzen, während die eher über Flip Flops und Tank Tops redeten. Das sind wirklich andere Gene 😅

    Wir retten uns nach dem schönen sonnigen Tag vor dem Wind in den Doppeldeckerbus und fahren zurück zum Campingplatz.

    Edinburgh war jedenfalls eine kleine Perle, die wir gern nochmal besuchen. 💜
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  • The Kelpies

    August 30 in Scotland ⋅ 🌧 18 °C

    Nachdem wir am Vortag ja schon von unserer Trittstufe im Regen stehen gelassen worden sind, wurden wir es nun wortwörtlich. Für die nächsten Tage war in den Highlands nur Regen angesagt.

    So gern ich auch meine bunten Gummistiefel ausführe, so sehr zog es uns trotzdem eher Richtung Sonne.

    Damit hatte sich Edinburgh dafür qualifiziert, schon früher als geplant besichtigt zu werden.

    Auf dem Weg dorthin machten wir noch Halt bei den riesigen Pferdeköpfen „Kelpies“.

    Die sind einfach mal mitten an der „Autobahn“ hingeklatscht worden, führen aber nicht so krass wie Stonehenge zum Gaffer-Stau.

    Nach ein paar 100 Fotos, aus allen möglichen Perspektiven, fahren wir weiter zum Campingplatz und nisten uns dort für 2 Nächte ein, so dass wir für Edinburgh erstmal einen ganzen Tag einplanen können.

    Wir werden dort mega herzlich empfangen, bekommen einen schnuckeligen Stellplatz und auch für Ari gibt es einiges zu tun: Hunde Dusche (nicht nach seinem Geschmack) und Hundeauslauf (schon eher sein Geschmack, wenn es nicht regnen würde).

    Heute machen wir uns endlich mal wieder eine Pizza im Omnia und senden an dieser Stelle Grüße an Sascha, Julia und Maria, die daran auch Gefallen gefunden haben, seit wir es ihnen in Norwegen erzählt haben. Ebenfalls Grüße gehen an Christian, der unsere Pizza ja immer nicht so schön findet 😄

    Sie ist aber super lecker. Schön vollgeknallt, vor allem mit Knoblauch 😋

    Später am Abend frage ich bei der lieben Grit dann nach ihren Lieblingsplätzen in Edinburgh und bekomme eine Monstrumsliste geliefert, so dass ich bis zum Einschlafen daran „pauke“ 😂

    Na dann, bis morgen Edinburgh.
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  • Nächster Telefonjoker bitte

    August 29 in Scotland ⋅ ☁️ 18 °C

    Passt besser auf, denn wenn wir euch innerhalb der nächsten Zeit anrufen, müsst ihr vielleicht dran glauben und seid unser nächster Telefonjoker, weil was mit den Camper nicht funktioniert.

    Es war nämlich mal wieder so weit: Samstag, früher Nachmittag, sodass keine Werkstätten mehr aufhaben. Wir sind in Lanark, planen eine Wanderung und einen entspannten Nachmittag auf dem Campingplatz, bevor es in die schottischen Highlands gehen soll.

    Wir sind gerade fertig für die Wanderung, wollen losgehen, dann funktioniert aber unsere Trittstufe nicht mehr. Gott, wie ich diese Dinger inzwischen hasse. Während unser Skandinavien-Auszeit hatten wir auch nur Probleme damit.

    Nun ließ sich das doofe Ding nicht mehr einfahren, was ziemlich schlecht ist, weil 1. ein ungöttlich, hoher Schrillton durchs Auto knallt und 2. weil wir dann noch dicker sind und allen Autos richtige Ratzeschrammen in die Seite fahren.

    Das scheiß Ding muss doch irgendwo eine manuelle Einklappmöglichkeit haben. 👿

    Ich fasse es nicht, dass wir schon wieder, auf einen Samstag, in so einer Situation stecken.

    Wir rufen dann nach einiger Zeit, weil wir keine Lösung finden, die Pannenhilfe an.
    Aber da Samstag ist, würden wir nur abgeschleppt werden und müssten mindestens bis Montag neben einem Depot warten, bis jemand was repariert. Falls jemand überhaupt was repariert.

    Und dann wurde es Zeit für unseren nächsten Telefonjoker.

    Diesmal musste Christian, ein guter Freund aus Berlin, dran glauben, der selbst schon Vans umgebaut hat. (Schaut mal auf seinem YouTube-Kanal vorbei und schaut euch seine Reisevideos an, lohnt sich: https://youtube.com/@aconcagua-travelblog)

    Er wiederum vernetzt uns mit seinem Kumpel Joscha, weil der mehr Ahnung von Trittstufen hat.

    Von unserem Modell allerdings nicht, also sucht er uns YouTube-Videos raus.

    Das ist doch echt alles nicht wahr 😅

    Ich halte es jetzt mal kurz - inzwischen waren aber schon vier Stunden rum:

    Durch Christians Kumpel und einen anderen Camper aus Sachsen, dem ich fast vors Auto gelaufen bin, um nach Werkzeug zu fragen, war es irgendwann geschafft und die Trittstufe konnte von der Mechanik gelöst, eingeklappt und dann mit Kabelbindern gesichert werden.

    Wir hatten aber mal wieder mehr Glück als Verstand. Ohne den Camper aus Sachsen, ständen wir wohl heute noch da.

    Nun war der Tag schon fast um, aus Protest, weil wir uns vom Camper nicht den Tag vermiesen lassen wollten, machten wir die geplante Wanderung trotzdem noch, mussten uns allerdings etwas beeilen, denn in Schottland gelten auf den meisten Campingplätzen feste Zeiten, bis zu denen man eingecheckt haben muss.

    (Murphys Law übrigens: Ein einziges Mal buchen wir auf dieser Reise einen Platz vor und dann passiert sowas…)

    Danke 🙏 an dieser Stelle also an Christian (der schon mit der Vorahnung ans Telefon gegangen ist, dass wieder was kaputt ist, sonst würden wir nicht anrufen 😅😂) und Kumpel Joscha.

    Nun drückt mal die Daumen, dass ihr nicht die nächsten seid, die uns helfen müssen 🤭 und vor allem dass wir ohne weitere Probleme unsere Reise fortsetzen können.
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  • Schottland! Loch Skeen & sonderbares von der Kasse

    August 28 in Scotland ⋅ 🌧 16 °C

    Eben noch am Stonehenge, jetzt bereits in Schottland.

    Wir beschlossen uns nämlich doch schneller auf den Weg nach Schottland zu machen, da in England ein Bank Holiday Wochenende (also Feiertag) naht und überall, wo es schön ist, sind die Plätze schon ausgebucht.

    Also Flucht!!!!!

    Wir wollen unsere Ruhe 😅

    Gestern sind wir also nur gefahren und haben einen großen Einkauf in Tesco gemacht.

    Größer könnte der Kulturschock nicht sein. Nicht nur dass die Kassiererin alles im Schneckentempo scannt (und das ist an jeder Kasse so), nein, sie plauscht sogar noch mit uns. Und als sie uns nach der Club Card fragt und wir ihr erklären, dass wir nicht hier wohnen, spricht sie die Dame hinter uns an (die übrigens auch eine Engelsgeduld hatte, bis unser Rieseneinkauf mal abgescannt ist) und sagt ihr, sie soll mal ihre Club Karte rausholen. Ohne Murren macht sie das sogar und wir erhalten knapp 12 Pound (also 15 Euro) Rabatt, da wir viele Club Card Angebote eingepackt hatten. Was ist hier los? Alles so langsam und freundlich. Ich liebs!

    Na jedenfalls irgendwann waren wir dann endlich in Schottland und unser erster Halt führte uns zum Grey Mare Wasserfall bzw. Loch Skeen.

    Die Fahrt durch das Tal war schon unverschämt schön, aber die Wanderung immer bergauf entlang vom Wasserfall einfach wie aus dem Bilderbuch!

    Nach knapp 1,5 Stunden standen wir so vor unserem ersten Loch (also See) und der war richtig, richtig schön.

    Wir wären gerne einmal drumrum gelaufen, aber leider war es super matschig.

    Ehrlicherweise sind wir dann trotzdem ne halbe Runde rum, denn wir können es einfach nicht lassen, uns immer wieder auf solche doofen Wege zu begeben und dann immer wieder zu denken, wird bestimmt bald besser.

    Wurde es natürlich nicht. Also machen wir auf halber Strecke kehrt, stapfen nochmal richtig rein in den Sumpf, damit wir auch wirklich bis auf die Socken nass sind und dann ging es zurück zum Parkplatz.

    Weil es hier so wunderschön war und auch schon recht spät, haben wir die Nacht dort verbracht.

    Die erste Begegnung mit Schottland hätte schöner nicht sein können. 💕
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  • Stonehenge

    August 26 in England ⋅ ☁️ 26 °C

    England aus dem Lehrbuch: Teil 2 ☺️

    Stonehenge war da damals auch beschrieben, die alten Säulen haben mich aber nicht wirklich interessiert.

    Heute ist das anders und ich liebe es, im Kopf in die Zeit zurückzuspringen, als dieser Ort noch belebt und genutzt wurde.

    Unsere Wanderung zum Stonehenge starten wir am Woodhenge, was wohl eher weniger bekannt ist.

    Gleiches Prinzip wie Stonehenge, nur aus Holz 😅

    Wobei Stonehenge auch damals schon bedeutender war, denn es gab sogar eine richtige Stonehenge Avenue.

    Die ist als Trampelpfad bis heute auch noch erhalten.

    Damals natürlich viel belebter und wichtiger, heute aber der Weg, der uns fast ganz bis an die uralte Stätte rankommen lässt.

    Mit fast, meine ich damit bis zur offiziellen Absperrung, hinter der man bezahlen muss.

    Da wir vorab auf Google schon gelesen haben, wie viele Menschen sich maßlos darüber geärgert haben, über 35 Pfund Eintritt p.P. gezahlt zu haben, um gerade mal ein paar Zentimeter dichter ranzukommen, als die Wanderer auf der Avenue, haben wir uns das Geld gespart.

    Als wir dann dem Stonehenge immer näher und näher kommen, glauben wir es gar nicht. Ehrlich jetzt? So dicht kommen wir ran? Mega!

    Immer wenn eine Lücke entsteht, machen wir Fotos und Selfies, das klappt erstaunlich gut.

    Auf der anderen Seite vom Stonehenge geht’s derweil auch spannend zu.

    Ein riesiger, immer währender Stau, denn die Schnellstraße führt genau an Henge vorbei und dementsprechend ist genau das Stück, welches Sicht auf die alte Stätte gibt, auf Google Maps mit Dauerrot belegt.

    Na gut, nur wenn das nicht dein Weg zur Arbeit ist 😅

    Wir machen uns zurück auf den Weg zum Camper (übrigens alles bei einer irrsinnigen Hitze!) und übernachten am Woodhenge.

    Morgen wollen wir uns dann langsam auf dem Weg nach Schottland machen.
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  • Food Step

    August 25 in England ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach 14 An- und Abstiegen auf den Seven Sisters war der Hunger groß. Schon zuhause haben uns Freunde einen unglaublich leckeren Inder empfohlen.

    Gut indisch essen, lassen wir uns nicht zweimal sagen und fuhren entlang der Küste nach Brighton.

    Heftige Stadt mit einer riesigen Promenade (über Kilometer) die ein einziger riesiger Freizeitpark ist. Minigolf, Sauna, Yoga, Karussells.

    Am krassesten war für uns die Seebrücke, die die Brightoner da ins Meer gebaut haben. Da ist Dubai gefühlt ein Sch*** dagegen 😅

    Und in der Innenstadt haben sie sich dann auch noch einen Palast hingesetzt.

    Demzufolge konnte das Essen eigentlich nur noch königlich gut sein ☺️ und das war es auch. 😋
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  • Seven Sisters

    August 25 in England ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute steht endlich unsere erste Wanderung und Entdeckung in England an.

    Wir machen uns auf den Weg zu den Seven Sisters, einer schneeweißen Felsformation an der britischen Küste.

    Das Wetter ist bombe! Genauso wie die Felsen!

    Das Meer funkelt im schönsten Türkis, die Felsen strahlen - auf geht’s!

    Zuerst laufen wir auf den alten Leuchtturm zu, der sich als eine Mega Unterkunft entpuppt.

    Danach geht’s zurück Richtung Visitor Centre, wo wir dem strahlend pinken Eiswagen nicht widerstehen können.

    Es gibt Softeis mit Flake (so n englischer Riegel) und mit Crunchie Waffel (Crunchie ist der wohl leckerste Riegel im gesamten United Kingdom und Irland. Merkt euch das schon mal, denn das wird immer wieder wichtig 🤭😄)

    Nach der Eispause laufen wir oberhalb der Seven Sisters entlang. Die Sonne brennt weiterhin, sodass wir nach jedem Abstieg sagen: Lieber zurück? Wir müssen das ja alles wieder hoch.

    Kurz sind wir uns einig, aber dann laufen wir doch weiter, („Noch bis zum Stein dort“ „Naja bis dahinten können wir jetzt auch noch“) und plötzlich haben wir alle 7 Auf- und Abstiege geschafft und sind einmal über die Felsenkette gelaufen. Am Endpunkt machen wir Pause mit Bananenbrot und Essig Chips 🤭

    Danach geht’s den ganzen Weg wieder zurück. Also wieder 7 mal hoch und runter. 😅 Wir freuen uns bei der Hitze über jeden Windstoß, der uns erfrischt. Generell wird der Wind auf dieser Reise sowieso unser bester Freund, Stichwort Midges! Dazu aber bald mehr.
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  • Ankunft in Dover

    August 24 in England ⋅ 🌬 19 °C

    Wow!

    Wir haben es geschafft!
    In wenigen Minuten checken wir aus der europäischen Union aus (sogar mit deutschem Grenzbeamten) und sagen: Hello United Kingdom!

    Bei Königswetter laufen wir in Dover ein und haben tolle Sicht auf die berühmten weißen Klippen, die mir damals im Englisch Lehrbuch schon schmackhaft gemacht worden sind.

    Toll sehen sie aus und auch das Drumherum. Bunte Backsteinhäuser, schöne Bepflanzung und viele gut gelaunte Menschen 🤩

    Wir sind allerdings ziemlich k.o. von den letzten aufregenden Tagen und suchen uns daher heute nur noch einen Campingplatz, um es uns gemütlich zu machen.

    Ach vielleicht noch ein Wort zum Linksverkehr: man gewöhnt sich (mit kleinen Ausreißern) doch recht schnell dran. Das schlimmste sind eigentlich nur die engen Straßen mit dem dicken Apparat. Da unser Spiegel ja aber auf der Fahrerseite wie erwähnt, eh schon kaputt ist, haben wir ein bisschen Spielraum 😅
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  • Englischer Garten ohne England 😄

    August 23 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Hätten wir auch nicht gedacht das wir unsere erste Nacht im Camper bei Freunden im Vorgarten verbringen. 😅

    Aber nun ist das Fahrzeug eingeweiht, die erste Nacht war super. Wir haben uns ja diesmal für ein Riesen Vieh von Camper entschieden (darf man wahrscheinlich gar nicht mehr Camper nennen 🤭) und haben dafür viel mehr Komfort als damals auf der Skandinavien Auszeit. Bequemes Bett, riesiger Kühlschrank, super Sitzecke und Stauraum als wären wir wieder 4 Monate unterwegs.

    Spoiler: Wir schaffen es auch für 3 Wochen so viel dabei zu haben wie für 4 Monate 😅

    Das Bett und mobile Bad haben wir also eingeweiht, unsere Essecke muss noch warten, denn wir werden zum leckeren Frühstück im Haus eingeladen.

    So liebevoll drapiert wird das Essen im Camper jedenfalls die nächsten Tage nicht sein 🤭

    Nach dem langen Frühstück, machen wir uns noch auf in einen Garten Show Room, wenn man das so nennen kann, denn alles ist draußen.

    Wow war das schön! Nicht nur waren die ausgestellten Gärten gefühlt wie ein Rundgang durch eine japanische Tempelanlage (so beruhigend), sondern es gab auch noch ein kleines Programm mit Saxophonistin und Leckereien.

    Wieder sagen wir danke an den Mann der unseren Camper genommen hat 😂😅

    Am Nachmittag zieht es uns dann aber weiter, so schön es auch war, denn wir haben nur ein begrenztes Zeitfenster mit Ari zur Einreise.

    Wir fahren so weit es unser Aufmerksamkeitslevel zulässt und suchen uns einen ruhigen Stellplatz für die Nacht.

    Ob es morgen dann endlich ohne Zwischenfälle in den United Kingdom geht?

    Stay Tuned! 😄
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  • Hilfe aus Norwegen 🇳🇴

    August 22 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Es geht los!

    Wir laden die restlichen Dinge in den Camper, alles, was man über Nacht ungern im Auto lässt, holen uns dann noch ein paar Leckereien vom Wochenmarkt und dann geht’s los Richtung Schottland.

    Wir sind knapp 1,5 Stunden unterwegs, als wir einen Fahrerwechsel machen wollen, damit ich vor dem Linksverkehr im UK auch ein Gefühl für den dicken Camper bekomme. Also machen wir Halt an einer Raststätte.

    Und dann stellen wir fest, dass unsere Tür zum Wohnbereich nicht abschließt.

    Kleine Erinnerung: Am Tag davor lassen wir uns wie die Grundschüler bei der Vermietung einweisen und arbeiten auch unsere Checkliste ab.

    Darauf steht neben „Gas, Wasser, Heizung prüfen“ auch „Zentralverriegelung“.

    Und die haben wir auch geprüft.

    Heute stellen wir dann fest: Die Mitteltür ist scheinbar erst mal zu, zumindest beim ersten Mal, wenn man das prüft. Versucht man die Tür noch mal aufzumachen, heißen wir alle Unbefugten herzlich willkommen im Camper!

    Einfacher war Einbrechen und Camperklauen noch nie.

    Als wir nach fast 30 Minuten Tür öffnen, schließen, rütteln, zuhauen und wieder rütteln feststellen müssen, dass alles nichts hilft, geben wir uns geschlagen und rufen Notfallnummern und sämtliche Werkstätten im Umkreis an.

    Dass uns Samstag um 14 Uhr keiner mehr helfen kann, wird dann schnell klar und die Enttäuschung immer größer.

    Irgendwas stimmt doch hier nicht. Was will uns das Leben sagen? Was passiert da parallel, warum hält es uns fest? Erst der falsche Camper, dann die kaputte Tür und warum hat das eigentlich noch niemand vor uns gemerkt?

    Antworten bekommen wir keine, aber knapp 1,5 Stunden entfernt wohnen drei wunderbare Menschen, von denen einer praktisch alles kann: vom Dachdecken über Bronzefiguren fertigen und Camper-Anhänger bauen bis hin zu Jagen, Angeln, Gartenbau und Ideen für fast alles haben.

    Wir rufen an und 1,5 Stunden später hängt Sascha schon in unserer Campertür.

    Auch wenn er, Zitat, „keine Ahnung von dem Türschloss“ hat („Mach mal Fotos, dass wir wissen, wie das wieder zusammengebaut werden muss“), ist bald alles rausgeschraubt. Wenn jetzt was kaputtgeht, greift nicht nur die Versicherung nicht mehr, sondern wir müssen die Tür sogar mit Spanngurten sichern, da inzwischen nach noch mehr Geruckel gar nichts mehr schließt und greift.

    Wir schwitzen Blut und Wasser, was Sascha ziemlich amüsant findet 😅

    Ich kürze jetzt mal ab: Irgendwann hat alles wieder funktioniert, auch wenn niemand von uns so wirklich weiß, warum. 😅

    Wir haben uns jedenfalls noch nie so über eine geschlossene Tür gefreut! 🎊

    Und dann machen wir uns erst mal noch einen richtig schönen Abend. Wir gehen griechisch essen und danken dem Typen, der unseren Camper genommen hat, denn ohne die kaputte Tür hätte sich unser Wiedersehen immer weiter geschoben.

    Und nun wissen wir, was das Leben mit uns vorhatte: die tolle Zeit, die wir mit Sascha, Julia und der kleinen Maria in Norwegen – mindestens genauso spontan und unerwartet – verbracht haben, wiederholen!

    Es heißt ja: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich die nächste!

    Bei uns war es genau andersrum. In diesem Sinne vielen Dank für eure Unterstützung, Gastfreundschaft und die tolle Zeit! 💕
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  • Geht’s los? Aber ohne Camper?

    August 21 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    Wohnung sauber, Sachen gepackt, Arbeits-Abwesenheitsmail eingestellt, Vorfreude steigt und dann sind wir auf dem Weg zum Camper-Vermieter und ich bekomme eine E-Mail mit dem Übergabeprotokoll und man wünscht mir viel Spaß auf der Fahrt. Hä?

    Gibt’s mich jetzt doppelt und ist mein zweites Ich bereits im Urlaub?

    Anruf bei der Vermietung: Alles gut. Camper ist noch da.

    Was dann nur die halbe Wahrheit ist.

    Der eigentlich für uns bestimmte Camper wurde abgeholt.

    Mit abgeholt wurde dann auch unsere gebuchte Ausstattung und unsere Fahrzeug- / Zulassungspapiere.

    Die Vorfreude ist nun etwas angekratzt, vor allem als wir dann noch sehen, dass unser Außenspiegel mit Klebeband getaped ist. Da kommen Erinnerungen an Neuseeland hoch, als man uns einen Camper gab, dessen Spiegel auch geklebt war und auf der Autobahn dann den Flattermann machte.

    Nun gut. Dieses Mal ist wohl nur Band dran, damit die Elektrik nicht nass wird.

    Später in England freuen wir uns dann, denn da der Spiegel schon ne Macke hat und ausgetauscht wird, können wir schön an den Hecken, die so dicht an der Fahrbahn stehen, lang kratzen 😂🤭

    Nagut, wir waren ja eigentlich noch bei der Übergabe:

    Also nach dem chaotischen Start lassen wir uns alles wie in der Grundschule erklären (Spoiler: und übersehen dann doch etwas wirklich Essenzielles) und fahren nach 2 Stunden vom Platz.

    Inzwischen kam der andere Mieter, der unseren Camper hat, zurück, um uns die richtigen Fahrzeugpapiere zu übergeben. Immerhin!

    Nun aber auf nach Hause. Sachen einladen und alles startklar machen, so dass es am Samstag losgehen kann.

    Spoiler 2: Alles kam dann doch ganz anders als bis hierhin gedacht.
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    Trip start
    August 21, 2026