Pulau Weh
May 6, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C
Wir haben die erste Nacht hinter uns, in der wir keinen Muezin um 5 Uhr morgens hören. Nur ein paar Geckos haben heute Nacht gerufen - auch wenn Tobi und ich uns uneinig sind, ob sich so ein Gecko anhört.
Mein Tauchgang startet um 9 Uhr, um 08:30 treffe ich mich mit dem Guide, um meine Ausrüstung zu kontrollieren. Die anderen Taucher stoßen kurz darauf dazu - 4 Japaner (vermute ich zumindest), 2 Spanier, 1 Norweger und ein crazy Typ aus Israel. Der Israeli hatte gestern für Unmut in der Gruppe gesorgt, da ihm nach 20 Minuten Tauchgang die Luft ausging und somit der Tauchgang für die ganze Gruppe beendet war. Normalerweise schafft man mit einer Sauerstoffflasche 45- 60 Minuten unter Wasser. Es wird erklärt, dass daher ein extra Guide für den Israeli abgestellt wird. Sollte er wieder abbrechen, kann zumindest die restliche Gruppe weitertauchen. Wir bekommen noch ein kurzes Briefing zum Tauchplatz, es wird mit Strömung gerechnet. Ich bin noch nie mit Strömung getaucht.
Da ich alleine bin und man nur zu zweit tauchen darf, bekomme ich einen Guide als Buddy. Er ist so schmal und klein, dass ich mich frage, wie er die Sauerstoffflasche tragen kann.
Wir fahren mit dem Boot heraus. Da der Himmel die meiste Zeit bewölkt ist, kommt auf den Bildern nicht rüber, wie klar und hellblau das Wasser ist. Vom Boot aus, kann ich immer noch den Grund sehen.
Nach 10 Minuten sind wir auch schon am Riff und wir sollen die berühmte Rolle rückwärts vom Boot machen. Auch das hab ich noch nie gemacht. Augen zu und durch, ich bin zum Glück nirgends hängen geblieben.
Die Sicht ist nicht ganz so klar, wie auf den Malediven. Ich schätze 15 Meter.
Trotzdem sind einige Rifffische und Korallen zu sehen. Eine Schildkröte konnten wir beim Fressen beobachten und auch ein Thunfisch-Schwarm und ein paar Baracudas haben vorbei geschaut.
Die Strömung wird tatsächlich stärker. Sobald ich aufhöre mit den Flossen zu schlagen, treibt es mich weg. Huui ganz schön anstrengend.
Nach 59 Minuten tauchen mein Buddy und ich wieder auf. Wir sind die letzten. Alle anderen Taucher sind bereits wieder auf dem Boot. Mein Guide gibt mir einen High-Five. Vermutlich dachte er, dass er mit einer Anfängerin wie mir, auch nach 20 Minuten auftauchen muss.
Tobi hat derweil gefrühstückt und sich 2 Kaffees im Chill-Out-Cafe bestellt. Um 11:00 Uhr stoße ich dazu, ein bisschen außer Atem aufgrund der langen Zeit unter Wasser.
Ich bestelle mir gleich Frühstück und Mittagessen zusammen, die Portionen sind in Indonesien eher überschaubar.
Nachmittags geht es nochmals ins Meer zum Schnorcheln und ich bin überrascht, dass tatsächlich so viel zu sehen ist. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ein Picasso-Drückerfisch ist besonders mutig und möchte sich mit uns anlegen. Mit diesen Fischen ist leider nicht zu spaßen und ich warne auch Tobi. Aber ich höre nur noch "So ein Sack". Tobi meint, ihn hätte etwas in den Zeh gezwickt. Upsi.
Ich sammle noch ein paar Muscheln vom Strand und hoffe, dass ich am Flughafen nicht verhaftet werde.
Abends lassen wir den Tag bei 2 Bintang-Bier und ein paar Runden Uno ausklingen.
Morgen ist unser letzter richtiger Urlaubstag.Read more








Traveler
Unglaublich 😀