• Entspannung in Arusha

    May 3 in Tanzania ⋅ ☁️ 26 °C

    Um 7:30 Uhr klingelt der Wecker. Wir haben tatsächlich 11 Stunden geschlafen und fühlen uns trotzdem immer noch lätschig.
    Als ich die Vorhänge aufziehe, ist es bewölkt und es nieselt. Schade, ich wollte eigentlich an meiner Bräune arbeiten.
    Ich sehe, dass direkt unterhalb der Terrasse ein paar große Hinterlassenschaften von Tieren herum liegen. Mit meinen Spurenlesefähigkeiten stelle ich fest, das muss ein größeres Tier sein. Chat-Gpt ist schnell gefragt und es handelt sich wohl um Gazellen oder Antilopen. Wäre ja schon toll, wenn die sich auch tagsüber her trauen würden 🥹
    Wir gehen zum Frühstück und sind wieder alleine. Ein anderes Pärchen sehen wir zwar noch vorbei laufen, ansonsten sind wir glaube ich die einzigen in der Lodge.
    Während des Frühstück werden wir leider Zeuge eines brutalen Naturschauspiels.
    Zwei blau/orange Vögel, die ich eigentlich sehr süß fand, machen sich am Sonnenschirm zu schaffen. Wir erkennen, dass sie ein Nest plündern und gerade das zweite Vogelbaby aus dem Nest werfen und zerrupfen. Wie war das mit dem Circle of Life und man solle nicht eingreifen...? 🥹🥹
    Nachdem nun auch das dritte Vogelbaby aus dem Nest geworfen wurde und herzzerreißend schreit, greift Vogelretter Tobi ein. Zusammen mit einem Lodge Mitarbeiter setzt er das Baby wieder ins Nest. Hoffentlich verzeiht uns der Circle of Life.
    Wir bekommen noch ein kurzes Briefing von einer jungen Frau namens Asiya zum allgemeinen Ablauf unserer Reise. Mittlerweile scheint auch wieder die Sonne. Sie ist überrascht, dass ich im Kleid da sitze, sie friert es zu dieser Jahreszeit. Wir können uns auf viele tolle Erlebnisse freuen, versichert sie uns. Dadurch dass wir am Ende der großen Regenzeit in Tansania sind, soll die Landschaft einzigartig sein. Tobi geht gleich in die Vollen und erzählt, dass er mindestens einen Leopard sehen will. Ich wünsche mir eine Giraffe 😂
    Heute ist noch ein freier Tag ohne Aktivitäten und wir haben quasi den ganzen Tag zum Entspannen. Für Urlaubs-ADHSler Tobi ist dies eine große Herausforderung.
    Während wir am Pool liegen, hüpfen unzählige bunte Vögel an uns vorbei, die wir analysieren und damit schon zu Vogelkundlern werden.
    Tobi übt schon mal ein paar Kamera Einstellungen und für ein paar Minuten darf sogar ich die Kamera haben - unter nervösen Blicken.
    Es riecht leicht nach Lagerfeuer, da das Wasser im Boiler mit Holz befeuert wird. Dazu die vielen Geräusche der Vögel und das Zirpen der Grillen, geben ein tolles Ambiente ab.
    Gerade als ich mich frage, ob ich einen leichten Sonnenbrand habe, fängt es an zu tröpfeln. 3 Sekunden später schüttet es was das Zeug hält.
    Und ja ich habe wirklich einen gscheiden Sonnenbrand. Obwohl ich mich komplett eingecremt habe (Ja Mama wirklich 🥹).
    Kurz bevor wir zum Abendessen gehen und ich immer noch rätsel wie ich mir diesen Sonnenbrand eingefangen habe, ruft Tobi ich soll ganz langsam ans Fenster kommen. Eine kleine Zwergantilope (auch Dikdik genannt) frisst vor unserer Terrasse.
    Zum Abendessen gönnen wir uns einen tansanischen Wein zu unserem Linsen Curry. Als Nachspeise gibt es die lokale Spezialität "Mandazi", die uns ein bisschen an Oma's Kiachla erinnern.

    Folgendes Swahili Vokabular bekommen wir noch als Hausaufgabe auf:

    Jambo Jambo = Hallo
    Asante Sana = Danke
    Lala Salama = Gute Nacht
    Hakuna Matata = (wir wissen es alle 😉 -> keine Sorge )
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