Die erste Safari wartet
May 5 in Tanzania ⋅ ⛅ 21 °C
Heute geht es zu unserer ersten Safari in den Arusha Nationalpark. Es ist ein "kleiner" Nationalpark mit der Besonderheit, dass das meiste Gebiet aus Wald besteht und die Tiere dadurch schwerer zu finden sind. Vorallem sind dort Zebras und Giraffen zu sehen. Es gibt zwar ein paar Elefanten, allerdings sollen wir uns keine Hoffnungen zu machen, diese zu sehen. Sie verstecken sich am liebsten im Dickicht. Der Park eignet sich daher perfekt als Auftakt der Safaris.
Unser Guide Musaki (ich habe nochmal nach dem Namen gefragt) erzählt uns auf der Fahrt, dass viele junge Tansanier an Krankheiten sterben, wie z. B. Diabetes. Er fragt mich, ob in Deutschland auch viele Menschen an Diabetes sterben. Ich erzähle von unseren Möglichkeiten in Deutschland und unseren Medikamenten. Musaki erzählt, dass sein Vater Diabetes habe und sie lediglich jeden Tag ein Gebet zur Besserung sprechen.
Wir fahren an einigen Kaffeplantagen vorbei und sind recht schnell auch schon am Nationalpark angekommen. Es regnet mal wieder. Wir kommen an eine freie Fläche außerhalb des Waldes, wo sich Zebras und Büffel sammeln. Der Platz wird "kleine Serengeti" genannt. Die Tiere sind von weitem zu erkennen. Dank Tobi s Kamera sind aber trotzdem ein paar schöne Foto s entstanden. Mit meinen Handy Bildern könnte ich heute niemanden umhauen 😂
Es geht steil bergauf mitten im Wald und mich erinnert das Ganze eher an eine Dschungeltour. Ich bin genervt vom Regenwetter und stelle mich auf einen langen und zähen Tag ein, wenn sich die Tiere alle verstecken. Durch die offenen Jeep Fenster riecht es nach Erde, feuchtem Holz, Wald, nassem und frischem Gras.
Oben angekommen wollte uns Musaki eigentlich den Ausblick auf einen Krater zeigen, nachdem der Nationalpark aus mehreren Kratern besteht. Wir sehen aber nichts außer Nebel.
Ich denke an unsere Kanutour, die in 2 Stunden vermutlich im Regen startet und bin sehr demotiviert.
Wir fahren den Berg wieder herunter und werden im Jeep durchgeschüttelt. Und tatsächlich wird es langsam heller und die Wolken weniger.
Von da an nimmt unsere Glückssträhne ihren Lauf.
Wir kommen zuerst an ein paar Pavianen vorbei, die am Wegesrand sitzen und sich gegenseitig die Flöhe aus dem Fell sammeln. Durch uns lassen sie sich überhaupt nicht stören.
Als der Wald weniger dicht wird und wir eine schöne Aussicht bekommen, schreie ich "Elefanten". Musaki hat mir zuerst nicht geglaubt. Aber tatsächlich ist eine kleine Herde unterwegs, gleich daneben grasen ein paar Giraffen und Zebras. Es ist ein unglaublicher Anblick und ich kann es immer noch nicht glauben.
Wir fahren weiter zu einem See und steigen in ein Kanu ein. Die Sonne scheint mittlerweile und ich freue mich auf die Tour.
Tobi und unser Kanu-Guide Allan paddeln und ich darf einfach mitfahren. Vom Wasser aus können wir ebenfalls ein paar Tiere beobachten, z. B. viele Vögel, 3 Büffel und Impala's die am Ufer stehen.
Allan bringt mir ein paar Wörter aus König der Löwen bei.
Simba=Löwe
Pumba=Unsinn
Rafiki=Freund
Als wir auf der anderen Seite des Sees angekommen sind, sehen wir in der Ferne wieder ein paar Giraffen zwischen den Bäumen. Allan erzählt, dass das Muster jeder Giraffe einzigartig und damit wie ein Fingerabdruck sei. Es sieht sehr lustig aus, wie die Köpfe teilweise aus dem Gebüsch rausspitzeln.
Als wir unseren Kanu-Ausflug beendet haben, fahren wir mit Musaki zu unserem Plätzchen für die Mittagspause. Wir haben ein Lunchpaket von der Lodge mitbekommen.
An einem einsamen Plätzchen mit einer tollen Aussicht, freuen wir uns aufs Mittagessen. In unserer Lunchbox kommt u.a. Spaghetti Bolognese zum Vorschein, die tatsächlich auch super schmeckt 😂 Dass die Lunchboxen den ganzen Vormittag ungekühlt auf dem Beifahrersitz standen, ignorieren wir jetzt mal.
Mukasi erzählt, dass europäisches Essen so lecker sei und dies auch in Tansania immer mehr übernommen wird.
Ich frage ihn, wie oft er seine Familie sieht. In der Hochsaison schläft er pro Monat maximal 3 Nächte zuhause. Er beteuert, wie froh er aber über diese gute Arbeit sei.
Auf unserer Rückfahrt laufen uns noch 3 Pumbas über den Weg. Nachdem die Einheimischen zu den Warzenschweinen auch nur Pumbas sagen, mache ich das jetzt auch.
Mama, Papa und Baby Pumba fressen vor sich hin. Tobi versucht weiterhin die Tiere wie eine Katze anzulocken, natürlich erfolglos.
Nach einer erfolgreichen ersten kleinen Safari -mit kleinen Wetter-Startschwierigkeiten- sind wir gespannt, wie es die Tage weiter geht.
Zum Abendessen gibt es ein super leckeres Rinderfilet, wir vermissen den Koch jetzt schon.
Morgen reisen wir ab.Read more




















