Zwischen Massai und Giraffen
May 6 in Tanzania ⋅ ☁️ 29 °C
Jambo Jambo und auf in den neuen Tag.
Nachdem ich mir zum Sonnenbrand auch noch eine Sonnenallergie geholt habe und es mich seit 3 Tagen juckt und kratzt, eröffnet mir nun Tobi nebenbei er hätte ja eine Salbe dabei.
Es wäre fast zu einer Beziehungstat gekommen und das noch vor dem Frühstück.
Wir verlassen unsere wunderschöne erste Lodge. Tobi wird vorallem den Manager Francis vermissen, da er ihn fast stündlich mit der Frage "Alles gut Tobi?" verfolgt hatte. Zuletzt wollte Tobi das Zimmer nur noch durch die Hintertür verlassen 😂
Wir fahren an vielen Schulkindern vorbei, die auf den Schulbus warten. Wir haben gestern schon gesehen, dass die Schulbusse rappelvoll sind und die Kinder quasi schon gestapelt werden. Mindestens 5 oder 6 Kinder hocken in einer Sitzreihe. Sie winken uns durchs Fenster.
Auch eine Bus-Fahrschule fährt zeitweise mal vor uns. Unterschied zu Deutschland: Es werden trotz Fahrschule ganz normal Personen mitgenommen,die sich alle in den Bus hinein quetschen. Der arme Fahrschüler.
Als würden wir über eine unsichtbare Linie fahren, ruft Musaki auf einmal "Ab hier leben die Massai". Und er hatte Recht. Die Landschaft wird auf einmal sehr weitläufig und überall tauchen Massai hinter den Büschen oder am Wegesrand auf, die meisten mit kleinen Kuh- oder Ziegenherden. Unverkennbar durch ihr bunt-karriertes Gewand und einen Holzstock in der Hand. Ein junger Massai Mann putzt gerade hinter einem Busch Zähne und winkt mir überraschend zu. Da die Kinder der Massai nicht zur Schule gehen, sehen wir viele von ihnen ebenfalls als Hirten. Immer wieder spitzeln die runden Lehmhütten der Massai hervor.
Wir machen Halt an einem noch kleineren Wildlife-Park als gestern. Es ist kein offizieller Nationalpark. Die Landschaft ist schon ein bisschen trockener als gestern und der Geruch erinnert mich an den Garten vom Ferienhaus am Gardasee. Es riecht nach Kräutern, Blumen und Bäumen und vieles blüht. Wir sehen viele Giraffen, die immer wieder in kleineren Grüppchen zusammenstehen. Den ganzen Tag über sehen wir nur einen einzigen anderen Safari Jeep, da der Park noch sehr unbekannt ist. Zwei kleine Giraffen schauen uns dermaßen verdutzt an, dass es vermutlich nicht nur für uns eine Safari ist. Wir sehen noch Zebras, die sehr frech aus dem Gebüsch schauen, ein paar Kudus, Impalas, Perlhühner, den Hornvogel Zazu von König der Löwen und meterhohe Termitenhöhlen.
Zum Mittagessen gibt es wie gestern ungekühlten Reis und die Rinderfiletstreifen von gestern. Dazu einen tollen Ausblick über das Reservat.
Wir fahren noch 2 Stunden weiter zu unserem Camp. Wir bleiben eine Nacht, da wir nur auf der Durchreise zum nächsten großen Nationalpark sind. An uns ziehen riesige Sonnenblumen- und Maisfelder vorbei. Im Hintergrund verläuft eine Stromtrasse und kurz könnte man meinen, wir wären in Deutschland. Wir erwarten eine einfache Unterkunft und staunen daher nicht schlecht, als wir in unser eigenes Zelt-Bungalow auf Stelzen geführt werden. Wir haben einen super Ausblick auf den Lake Manyara. Beim Abendessen wird am Nachbartisch nach der Übertragung des FC Bayerns Spiel gefragt. Der Kerl wird mit großen und fragenden Augen angeschaut. Damit sagen wir Lala Salama.Read more





















