• Tarangire Nationalpark

    May 7 in Tanzania ⋅ ☁️ 28 °C

    Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Während wir frühstücken, geht langsam neben uns die Sonne auf. Da der heutige Nationalpark "Tarangire "groß ist (nämlich so groß wie komplett Luxemburg), starten wir früh um so viel wie möglich zu sehen. Besonders Elefanten fühlen sich hier sehr wohl. Auch ein paar Löwen gibt es rein theoretisch, die aber nicht so häufig zu sehen sind wie in der Serengeti.
    Als wir um 06:45 Uhr vor der Schranke am Eingang des Parks stehen, ist da aber niemand. Wir warten gut 15 Minuten, bis sich doch noch jemand findet der uns die Schranke öffnet und die Genehmigung zur Einfahrt erteilt. Nachdem noch Nebensaison ist, dachte niemand dass tatsächlich schon so früh Touristen kommen.
    Pale Pale ist angesagt (=langsam).

    Es dauert nicht lange und wir finden uns ins einer Elefantenherde wieder. Zuerst sind es nur ein paar Elefanten. Dann entdecken wir immer mehr, die zwischen Büschen versteckt Gräser abrupfen. Ein erster Elefant überquert den Weg vor uns und so langsam macht es der Rest ihm nach. Ein Elefant nach dem anderen läuft vor und hinter uns vorbei. Ein paar Sekunden bleiben sie neben uns stehen und beobachten uns. Dann laufen sie weiter. Fast eine halbe Stunde beobachten wir das Ganze.

    An den vielen riesigen Affenbrotbäumen geht es vorbei durch das Gelände. Viele Blumen blühen zwischen den Gräsern. Die Wege bekommen immer wieder eine rote lehmige Farbe. Musaki zeigt uns ein paar Pfotenabdrücke von einer Löwin mit Jungen. Und tatsächlich finden wir 10 Minuten später eine Löwin mit 2 Jungen, sie schlafen und dösen in einem Baum.
    Ein Junges beobachtet uns immer wieder und scheint sehr neugierig zu sein. Nach einer halben Stunde lässt die Löwin ihre Babys alleine und springt vom Baum. Sofort ist sie nicht mehr zu erkennen in den hohen Gräsern.

    Wir sehen Pumbas, Giraffen, Hornvögel und auch Vogelsträuße. An die Sträuße habe ich überhaupt nicht gedacht, dass die hier leben. An unserem Mittagsplätzchen haben wir wieder eine tolle Aussicht auf die grüne Landschaft. In 1-2 Monaten wird alles ausgetrocknet sein und ich versuche mir das vorzustellen. Musaki erzählt wie er deutsch gelernt hat. Er war mit 40 Klassenkameraden nebenzu in einer Sprachschule. Die Sprachschule beendet haben allerdings nur 6. Er erzählt, dass die Einheimischen uns Europäer sehr interessant finden und uns gerne beobachten, vorallem unsere Kleidung und die neuen Schuhe. Einheimische, die keine weiteren Berührungspunkte mit den Europäern haben, denken dass wir unser Geld zuhause haufenweise herumliegen haben. Musaki weiß, dass das nicht so ist. Er beneidet uns, dass wir verreisen können und freut sich aber darüber, dass er schon einmal Kenia besuchen konnte. Tobi erzählt ihm, wie es in anderen afrikanischen Ländern aussieht (z. B. in Uganda). Das ist irgendwie verrückt.

    Als wir weiter fahren, kommen wir sehr schnell an ein größeres Matschloch, in dem ein kleiner LKW feststeckt. Es lagen eigentlich Äste und Blätter vor dem Loch, das Zeichen das Loch zu umfahren. Es wurde anscheinend nicht gesehen. Musaki hilft beim Abschleppen und kurz haben wir Angst, dass nun auch wir gleich im Schlamm feststecken.
    Kurze Zeit später steht ein einzelner Elefant am Wegesrand und als er nur noch 2 Meter weit weg war, ist es mir sogar ein kleines bisschen mulmig geworden. Kurz darauf ruft Tobi nochmal "Löwe" und direkt über uns liegt wieder eine Löwin im Baum. Zum Schluss sehen wir nochmal eine Elefantenherde mit einem kleinen Baby. Es ist noch so klein, dass es gerade so aus den Gräsern hervorspitzelt.
    Wir hatten sehr großes Glück, dass die Tiere so nah zu sehen waren und wir auch tatsächlich Löwen gefunden haben😍

    Nun versuchen wir den positiven Schock der neuen Unterkunft zu verdauen, denn der Ausblick ist der Wahnsinn!
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