Nicht so gute Tage sind auch okay
September 10 in Portugal ⋅ ☁️ 27 °C
Heute war irgendwie nicht so mein Tag.
Mit dezent leichten Kopfschmerzen bin ich aufgewacht, vielleicht war der gestrige Thriller zu viel für mich 😳.
Dennoch motivierte ich mich ins fußläufig entfernte kühle Nass zu springen, um meine Kraultechnik weiter zu festigen. Gefühlt stehe ich wieder am Anfang 🥲.
Währenddessen wurde in der Unterkunft bereits ein tolles Frühstück gezaubert und als ich zurückkam, stand mein Porridge bereit. Bestes Leben! Danke an Alice und Pauline.
Heute steht einiges an:
1. Ein Aussichtspunkt auf 542 Meter Höhe namens "Serra Do Cume" = was ein herrlicher Ausblick und Panoramapunkt
2. die Vulkan- und Schwefelfelder inmitten der Insel - "Furnas do Enxofre" = es kann etwas stinken 😉
3. die Besichtigung eines Vulkanschlots "Algar do Carvão", ca. 100 Meter tief, mit einem unterirdischen See sowie Stalaktiten und Stalagmiten = sehr interessant und eine gute Abkühlung zu den vorherrschenden schwülen 28 Grad
und
4. einen Lavatunnel "Gruta do Natal", der 697 Meter lang ist und enge Gänge sowie verschiedenen Lavaformationen aufweist = eindrucksvoll, welche Kraft Magma und Lava haben. Mein Wissen wurde noch einmal aufgefrischt.
Nachdem Punkt eins und zwei umgesetzt wurden, fuhren wir zur Mittagszeit in die Hauptstadt Angro do Heroísmo, um den Hunger zu stillen. Denn der Vulkanschlot und der Lavatunnel öffnen erst um 14:00 Uhr.
Somit verbrachten wir auch viel Zeit im Auto, wo die ein oder andere ab und an die Augen schließen konnte.
Unter anderem auch ich, denn ich fühlte mich den ganzen Tag unwohl und mich nervte der dumpfe Kopfschmerz.
Daher entschied ich dem Abendprogramm nicht beizuwohnen und so wurde ich am AirBnb abgesetzt. Die anderen Vier besuchten ein traditionelles Fest, wo vier Stiere durch einen abgesperrten Straßenabschnitt gejagt werden. Vermutlich die "bessere" Variante im Vergleich zum Stierkampf und dennoch absolut nicht nett und tierunfreundlich. Eine Stierkampfarena haben wir hier auch bereits gesichtet.
Ich genoss die Ruhe allein und bereitete die Gemüselasagne für das Abendbrot vor.
Unser Abend endete mit einer Dokumentation über Taylor Swift.
Good to know with Sarah:
Der Vulkanschlot des Algar do Carvão entstand in mehreren Phasen:
1. Aufstieg von Magma:
- Magma versuchte, die harte Schicht aus Trachytgestein zu durchbrechen.
- Dabei entstanden durch Hitze und Druck die heutigen Wände und Gewölbe des Schlots.
2. Seitlicher Durchbruch:
- Das Magma fand schließlich schwächere Bereiche im umgebenden Gestein und konnte dort nach außen gelangen.
- Dadurch bildete sich die vulkanische Struktur weiter aus.
3. Entleerung der Magmakammer:
- In der Endphase zog sich das Magma wieder in das Innere zurück.
- Es blieb ein großer Hohlraum zurück, z.B. der heutige Schlot des Algar do Carvão.
4. Einstürze und heutige Form:
- Später stürzten aufgrund der Schwerkraft und tektonischer Bewegungen Teile des Gewölbes ein.
- Dadurch erhielt die Höhle ihre heutige Form mit den offenen Schächten und dem großen Innenraum.
5. Bildung von Stalaktiten und Stalagmiten:
- Wasser brachte Kieselsäure und Eisenminerale in die Höhle. Daraus entstanden die ungewöhnlichen Silizium-Stalaktiten sowie die orangefarbenen Eisenoxidablagerungen an den Wänden.
- Stalagmiten wachsen vom Höhlenboden nach oben. Sie entstehen durch herabtropfendes Wasser, das gelöste Mineralien enthält.
Kurz gesagt: Der Algar do Carvão ist kein Lava-Tunnel, sondern der teilweise erhaltene Förderkanal eines Vulkans. Nachdem das Magma abgeflossen war, blieb die Magmakammer leer zurück. Einstürze und mineralreiches Wasser formten anschließend die spektakuläre Höhle.
Keep wandering, keep rising,
SarahRead more





















