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Hello world! 2.0

Dieses Mal ohne Nelly, dafür mit anderen tollen Persönlichkeiten an verschiedenen Orten auf dieser Welt unterwegs.
1. Squamish - Kanada: Steffi & Darcy 🐎🐦
2. Azoren - Portugal: Walthmau's🌍🍦
3. London & Schottland - UK: Erik❤️🧙‍♂️
Weltreise 2.0
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  • Trip start
    August 27, 2026

    Hassliebe Packen UND los

    August 27 in Germany ⋅ ☀️ 27 °C

    Werte Leserschaft, Freunde des Reisens und der Welterkundung.
    Es geht wieder los.
    Die nächste kleine Weltreise beginnt heute 🤩.

    Zuerst geht es für einige Tage nach Kanada, genau genommen nach Squamish 🙂.
    Steffi und Darcy erwarten mich schon, leider hat der Flug nach Vancouver eine aktuelle Verspätung von 90 Minuten +. Das Gewitter soll der Grund sein, obwohl ich davon im Flugzeug rein gar nichts mitbekomme. Somit heisst es warten...

    Doch kurz von vorn.
    Was reist alles mit?
    - 1 Backpack mit 13 Kilogramm
    - 1 Daybag, Gewicht unbekannt
    - 1 Stoffbeutel, Snacks müssen sein
    - 1 Brust-/ Bauchtasche mit dem Wichtigsten direkt am Körper 👌
    Und vielleicht auch das ein oder andere Buch, inklusive E-Bookreader. Wie viele Bücher schaffe ich in sechs Wochen zu lesen?
    Spoiler: Ein Buch ist bereits durchgelesen.

    Die Fahrt mit den öffentlichen Transportmitteln am Nachmittag war bereits nervenaufreibend, da es Zugausfälle und -verspätungen gab. Zudem wurde die Sicherheitskontrolle am BER verlagert und hat nun einen neuen Platz, was leider auch mehr Zeit in Anspruch nimmt. Dennoch, schön wieder am Flughafen zu sein 😆.

    Nach einer Stunde am Gate begann das Boarding Richtung London. In London bin ich mit einer Verspätung von 30 Minuten angekommen, folglich musste es dann schnell gehen. Hätte ich gewusst, dass der Anschlussflug solch eine Verspätung hat, hätte ich anders agiert und es wäre noch Zeit für eine Coke Light gewesen😇.

    Es ist 18:45 Uhr UK-Zeit und ich warte immer noch.

    Wir lesen uns in Kanada wieder.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Einer hat es nicht nach Vancouver geschafft...

    August 27 in Canada ⋅ 🌙 18 °C

    Mit zwei Stunden Verspätung bin ich gegen 20:45 Uhr in Vancouver gelandet.
    In der Luft gab es leichte Turbulenzen, die allerdings nicht weiter ausgeführt werden müssen.

    Auf kanadischen Boden fühlt es sich mittlerweile wie meine zweite Wahlheimat an. Warum nur? Shout-out an Steffi 🤩.
    Die Passkontrolle und der Zoll winkten mich ohne Fragen durch. Meine Aufregung und Vorfreude stieg und plötzlich realisierte ich an der Gepäckausgabe, dass es mein Backpack nicht geschafft hat.
    Und siehe da, dank des AirTags die traurige Gewissheit, er befindet sich noch in London 🥲.

    Wenn es läuft, dann läuft es.
    Nun habe auch ich dieses erste Mal hinter mir. Und jetzt ratet, wer ausnahmsweise DIESES MAL kein weiteres Outfit als Ersatz ins Handgepäck getan hat? Richtig, ich 😂.
    Alles jedoch halb so schlimm, denn laut dem Flughafenpersonal soll mein Gepäck bereits am nächsten Tag ankommen und nach Squamish gebracht werden.

    Steffi wartete währenddessen freudestrahlend am Ausgang auf mich und kurz vor 22:00 Uhr hatten wir uns wieder 🥰.
    Die 1,5 Stunden im Auto vergingen rasent schnell - genügend Gesprächsstoff hatte sich über die letzten Wochen angesammelt - und zack begrüßten mich schon Sir Alfred, Darcy und Batman. Der Chefkoch höchstpersönlich sorgte um Mitternacht für mein leibliches Wohl - es war sehr deliziös, bevor es hieß "ab ins Bett".

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Moon 🐴

    August 28 in Canada ⋅ 🌧 16 °C

    Nach 6,5 Stunden Schlaf erwachte ich, drehte meinen Kopf nach rechts und wurde mit einem tollen Ausblick belohnt = Berge🤩.

    Nach der ersten Stärkung, die beiden kümmern sich im Übrigen hervorragend um meine Verpflegung, entschieden Steffi und ich spontan Moon zu besuchen. Moon ist Steffis eigenes Pferd, sie hat sich damit einen Lebenstraum erfüllt 🙂.
    Moon lebt auf einer Farm gen Norden, die Autofahrt dauert ca. 30 Minuten. Unser Kennenlernen war fantastisch. Moon steht auf Streicheleinheiten und Snacks, nichts leichter als das.
    Steffi nutzte die Zeit noch für eine kleine Trainingseinheit, während ich einfach nur da stand und beobachtete.

    Um 13:00 Uhr ging es für uns drei nach Britannia Beach. Dort aßen wir zu Mittag und besuchten im Anschluss die Kupfemiene. Dieses Museum und der Tourguide waren einfach nur WOW. Ein lebenslanges Lernen trifft es mal wieder auf den Punkt. Wir hatten sichtlich Spaß 😅.
    Die zwei deklarierten diesen Ausflug als nachträgliches Geburtstagsgeschenk, natürlich 🥲.
    Generell stehen sämtliche Aktivitäten unter der Mission "alles, was wir in den letzten Jahren machen wollten, aber nicht geschafft haben, machen wir mit Sarah zusammen". Was für eine schöne Idee und ein toller Grund in die Umsetzung zu gehen. Ich bin gespannt, was die beiden sich noch so in den Kopf gesetzt haben.

    Bevor es nach Hause ging, mussten noch Lebensmittel gekauft werden. Der riesige Supermarkt überforderte mich ein wenig, obwohl mir dieser nicht unbekannt ist. Alice und Erik = eure Welt 🙃.
    Dank Chefkoch Darcy wurden nur die nötigsten Sachen für das Abendbrot gekauft und schwups befand ich mich wieder mit Sir Alfred auf der Couch.
    Darcy zauberte eine leckere vegetarische Suppe und danach rief das Bett nach mir.
    Vom Jetlag ist bisher nichts zu merken😊.

    Update zum Backpack:
    Dieser kam noch nicht an, da der einzige Flug von London nach Vancouver gecancelt wurde. Ich bin guter Dinge, dass dieser am Samstag zugestellt wird. Drei Flüge können es möglich machen. Derweil hilft mir Steffi mit Kleidung aus und meine eigene wurden bereits durchgewaschen. Daa Mininalprinzip hat ein neues Level erreicht.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Brandywine Meadows Trail inkl. offroad Tour

    August 29 in Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Das Wetter in Squamish ist besser als gedacht 🤩.
    Die Vorschau sah nicht so vielversprechend aus, denn es sollte jeden Tag regnen. Bis dato kein einziges Mal - weiter so.

    Um 9:00 Uhr war unser Frühstück angesetzt und Darcy enttäuschte mich abermals nicht. Kurz zuvor gab es einen Videocall mit Steffis Mom - herzallerliebst 🥰. Direkt im Anschluss ging es für uns Shoppen. Steffi und ich machten Random, einen SecondHand Store, unsicher und schlenderten danach über den Farmers Market in Squamish.
    Dann war es Zeit unsere Sachen für eine Wanderung zu packen. Steffi und Darcy sind Profis darin.

    In 1.500 Meter Höhe laufen wir den Brandywine Meadows Trail entlang und da der Weg dorthin ziemlich offroad ist, kommt der Jeep zum Einsatz, was für ein tolles Abenteuer 🥳. Das Adrenalin strömte nur so durch meinen Körper.
    Pünktlich zur Wanderung kam die Sonne raus und der Regen, welcher sich zwischen den Bergen ausbreitete, verschwand, welch ein Glück.
    Sir Alfred durfte auch mit und so gab es noch das ein oder andere private Fotoshooting.
    Schaut euch die Bilder an - es ist unbeschreiblich.

    Am Abend wurde der nächste Tag besprochen und wir vereinbaren, dass wir morgen um 7:00 Uhr aufbrechen werden. Eine weitere Wanderung steht an.
    Somit verabschiede ich mich früh ins Bettchen 🙂.

    Update zum Backpack:
    Immer noch in London. So langsam wird es nervig und ziemlich eng vom Zeitplan her.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Das nächste Wanderabenteuer wartet auf uns

    August 30 in Canada ⋅ ☁️ 5 °C

    Heute wird es sportlich.
    Nach fast zwei Wochen endlich mal wieder ein Ganzkörperworkout 😄.
    Zum Glück bin ich gestern früher ins Bett gegangen und hatte neun Stunden Schlaf.

    Der Tag begann sehr früh, denn die Fahrt zum Joffre Trail Lake dauert knapp 2,5 Stunden. Es ging über Whistler hinaus.
    In Pemberton hielten wir für eine Stärkung und Biopause bei Mount Currie Coffee. Laut Steffi und Darcy sehr empfehlenswert und ich kann dem nur zustimmen 🙂.

    Das Wetter war heute nicht ganz so auf unserer Seite. Wie immer gilt: Wir sind nicht aus Zucker ☂️🌧. Deswegen hofften wir auf wenig Wanderverkehr. Tatsächlich war dem am Vormittag so. Um 10:00 Uhr wanderten wir los, bis wir auf 1.450 Höhenmeter waren = Ziel erreicht. Ich habe wieder gemerkt, dass die Stufen meine Endgegner sind 🤣. Nelly, es hat sich nichts geändert und trotzdem war es sehr schön.
    Mit bestem Blick auf dem Gletscher verweilten wir etwas am Zielpunkt und bevor uns zu kalt wurde, kehrten wir um. Meine Hände waren zu diesem Zeitpunkt schon ziemlich taub, weil es auf einmal doch echt kalt war 🥶. Der Herbst steht vor der Tür.
    In Summe haben wir für diese Wanderung ca. vier Stunden benötigt.
    Steffi und Darcy können jetzt wieder ein to do von ihrer Liste streichen ☺️.

    Für Steffi und mich ging es direkt im Anschluss noch zur Farm, die Gehege säubern = Pferdeäpfel einsammeln und Wasser auffüllen. Natürlich war noch genügend Zeit, um Moon zu streicheln.
    Zudem konnte ich direkt einen kleinen Teil ihrer Mädelsgruppe kennenlernen 😇.
    Abends merkten wir dann, wie anstrengend dieser Tag doch war. Morgen heißt es: ausschlafen 🤗.

    Update zum Backup:
    Nach zwei unabhängigen nervenaufreibend Telefonaten (1x aus Kanada und 1x aus Deutschland) sowie mehrerer E-Mails, soll der Backpack morgen mit einem British Airways Flug mitgeschickt werden 🤞.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Squamish und Eponas Acres

    August 31 in Canada ⋅ ☁️ 23 °C

    Ausgeschlafen!
    Gegen 9:00 Uhr rührte ich mich.
    Mein Start in den Tag war sehr entspannt: Kaffee auf Balkonien und die Sonne genießen.
    Nach dem Frühstück bummelten Steffi und ich durch Squamish. Auf der Suche nach essentiellen Sachen, so lange das Gepäck noch nicht da ist 🥲🫣.
    Die Krönung des Vormittags war mein Matcha Latte mit Kokosmilch. Es sind ab und an dann doch die kleinen Dinge im Leben.

    Unser Mittag genossen wir in einer Brauerei am Hafen, welches vor drei Jahren noch nicht existierte. Ich hatte einen wundervollen Blick auf die Kitesurfer und hoffte auf einen Wal 🙃. Leider Fehlanzeige🤪.
    Dann machten Steffi und ich uns für einen kleinen Arbeitseinsatz auf dem Weg zur Farm. Zuvor holten wir noch Pferdefutter und zwei Ferngläser (diese Hilfsmittel sind für den morgigen Tag bestimmt) ab.

    Getreu dem Motto "erst die Arbeit, dann das Vergnügen" befreiten wir auf der Farm einen kleinen Bereich von Ästen, Holz und Gestrüpp. Dort soll ein neues Auslaufgehege, u.a. für Moon, entstehen.
    Danach gab es Sushi und eine Diet Coke 🙃.
    Die größte Belohnung des Tages war der Ausritt mit Steffis Girlstruppe, die den Westernlook total lieben und leben. UND es steht ihnen ausgezeichnet gut.

    Dank Steffi konnte ich ein weiteres Mal ausreiten. Vor drei Jahren zum ersten Mal und heute wieder 😍. Steffis Freundinnen unterstützen, wo sie konnten: Pullover, Pferd, Sattel, Einweisung und Anweisungen während des Reitens. Ich habe sicherlich noch einiges vergessen 😅.
    Unsere Erkundungstour mit den Pferden hielt so einiges bereit:
    - Bärenspuren 🐻
    - Elchspuren
    - einen tollen Sonnenuntergang 🌅
    - einen Wolf 🐺
    - eine Eule🦉
    - eine Fledermaus🦇
    Es war einfach nur atemberaubend und unbeschreiblich schön!

    Gegen 22:00 Uhr lag ich fix und fertig im Bett. Die Eindrücke der letzten Tage muss mein Gehirn erst einmal verarbeiten🤭.

    Update zum Backpack:
    Dieser befindet sich mittlerweile in Vancouver und soll diese Nacht zwischen 1:00 Uhr und 2:00 Uhr zugestellt werden. Das sind super gute Nachrichten.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Vogelerkundungstour

    September 1 in Canada ⋅ ☀️ 15 °C

    Am Morgen stand mein Backpack vor der Tür 🤩.
    Steffi hat diesen gegen 2:00 Uhr in der Nacht entgegengenommen.
    Ennnndlich ist er da und hat es über den grossen Teich geschafft. Morgen geht es bereits weiter. Es war somit kurz vor knapp.

    Auf dem Programm heute steht bird watching. Darcy und ich gingen sehr gut ausgestattet, um kurz nach 8:00 Uhr aus dem Haus:
    - Rucksack mit Getränken
    - Ferngläser
    - Kamera
    - Bärenspray
    - Handy
    Steffi holt noch etwas Schlaf nach und kommt dann später dazu.

    Nach einer kurzen Einweisung durch Darcy lief uns direkt zu Beginn ein Waschbär über den Weg, gefolgt von Enten, Eichhörnchen und Vögel. Ein älterer Herr teilte uns dann netterweise mit, dass er drei Schwarzbären (!!!) gesehen hat und beschrieb uns ganz genau den Weg.
    Eigentlich ist das nicht Darcy's übliche Birdingroute, für die Bären machte er eine Ausnahme 😉. Was ein Glück - mein Glück.

    Und auf einmal kreuzte ein Schwarzbär unseren Weg. Wir hatten genug Abstand und so ließ er sich nicht davon abhalten seine Nahrungssuche fortzusetzen. Kurze Zeit später folgte ihm ein anderer Bär - 2/3.
    Für fünf Minuten betrieben wir birding, bis wir entschieden den Bären zu folgen und das war die beste Entscheidung des Tages.
    Vor uns, zwei Schwarzbären mittlerer Größe, vermutlich 150 Kilogramm schwer, auf der Suche nach Nahrung. Sie kletterten den Baum hoch und runter und einer war fast ganz oben. Was ein Schauspiel 🥰. Atemberaubend.
    Wir sahen den Bären bestimmt zehn Minuten zu - bear watching. Dann beschlossen wir dem bird watching weiter nachzugehen 😅.

    Die Mücken machten es uns nicht leicht und so schlugen wir einen anderen Weg ein und konnten gleich Steffi samt Fernglas einsammeln 🙃.
    Nach knapp 2,5 Stunden war der Hunger dann so gross, dass wir umkehren mussten und einen frühen Lunch einnahmen.
    Ich bin ganz beseelt von den Eindrücken am Morgen! Wie cool war das bitte??? Squamish you finally got me 💕🥵.

    Den restlichen Tag machten wir gar nichts. Chillaxing war das Motto aller. Zwischendurch gab es Donuts von Fox & Oak und am Abend ließen wir uns eine Pizza schmecken.
    Der krönende Tagesabschluss war ein Filmabend mit Ryan Gosling in Project Hail Mary.

    Update zum Backpack:
    Er ist da! Die Anfrage zur Erstattung der Ausgaben für nicht vorhandene Kleidung und Co. wurde gestellt.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • YVR-YYZ-PDL - Auf zu den Azoren

    September 2 in Canada ⋅ 🌧 20 °C

    Der Tag der Tage ist gekommen.
    Meine Zeit bei Steffi, Darcy, den Tieren und Squamish neigt sich dem Ende zu.

    Ein letztes Mal bin ich mit den Bergen rechts von mir aufgewacht. Ich weiss jetzt schon, dass es ein Wiedersehen geben wird 💕.
    Die Backpacks wurden gepackt, noch eine Nachricht an die Gastgeber im Zimmer als Überraschung hinterlassen, der Coffee to go stand bereit und dann hieß es Abschied nehmen 😐. Werden Abschiede mit der Zeit irgendwann leichter? I doubt it!

    Mir bleibt nur zu sagen: Tausend Dank für die unbeschreiblich tolle Zeit und eure Freundschaft 😊😘.

    Steffi fuhr mich zum Flughafen, setze mich erfolgreich ab, es folgte abermals eine dicke Umarmung und dann gab ich auch schon mein Gepäck auf. Hoffentlich sehen wir uns dieses Mal direkt nach der Landung an der Gepäckausgabestelle 🤞auf den Azoren.
    Doch zuvor lande ich in Toronto zwischen.

    Update zum Backpack:
    Nach nur 36 Stunden bei mir haben, musste ich ihn wieder abgeben 🤣.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Landung um 08:10 Uhr auf den Azoren

    September 3 in Portugal ⋅ ☀️ 20 °C

    Hallo Azoren!
    Ein weiterer Traum geht in Erfüllung 😍.

    Als Alice und ich im Jahr 2021 auf Madeira waren, hatten wir kurz danach beschlossen, auch die Azoren bereisen zu wollen. Madeira hatte uns so richtig gut gefallen. Maracujaliebe forever!
    Nun fünf Jahre später setzen wir dies gemeinsam zu fünft um ❣️.

    Entwarnung an alle: Mein Backpack ist zusammen mit mir angekommen.

    Die Familie Walthmau kam überpünktlich um 09:40 Uhr aus Lissabon angeflogen und so wartete ich ganz entspannt bei der Gepäckausgabestelle auf meine Reisebuddies.
    Die Freude des Wiedersehens war groß. Dann wurde das Gepäck eingesammelt und so starten wir samt Mietwagen und einer heutigen Regenbogenparty endlich in unser Azorenabenteuer.

    Als Erstes wurde Organisatorisches geregelt:
    - Einkaufen
    - Haus beziehen
    - Bettenverteilung klären
    Nach einer kurzen Entspannungsphase - es wurden sehr viele Regenbögen gemalt - bekam Alice Hummeln im Po und so erkundeten wir noch den Ort mit der Kombination Snacks zu Abend bei Elias einzunehmen. So sparen wir uns direkt das Kochen😅.

    Um kurz vor acht ging es duschen, dann gab es noch eine Vorführung von Karlotta und danach verkroch ich mich ins Bett.
    Die 2,5 Stunden Schlaf im Flug von Toronto nach Ponta Delgada (São Miguel) waren definitiv nicht genug für mich 😶‍🌫️.

    P.s. Da bereits das "Good to know with Sarah" vermisst wird, komme ich dem sehr gern nach.

    Good to know with Sarah:
    Die Azoren sind eine zu Portugal gehörende autonome Inselgruppe im Atlantischen Ozean, die aus neun Hauptinseln besteht.
    Die neun Inseln teilen sich in drei Gruppen auf: die östliche Gruppe (São Miguel, Santa Maria), die zentrale Gruppe (Pico, Terceira, São Jorge, Faial, Graciosa) und die westliche Gruppe (Flores, Corvo).
    Alle Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Der höchste Berg Portugals, der stratovulkanische Ponta do Pico auf der Insel Pico, ragt 2.351 Meter aus dem Meer.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Der Versuch den Jetlag auszutricksen

    September 4 in Portugal ⋅ ⛅ 24 °C

    Ich habe geschlafen wie ein Stein.
    Nach über 11 Stunden erwachte ich aus meinem Dornröschenschlaf.
    Ich hoffe sehr, den Jetlag somit umgangen zu sein. Es wird sich wohl erst so richtig morgen herausstellen.

    Detailliertere Details zum Tag erfahrt Ihr über Alice Reiseblog. So sparen wir uns die Doppelungen 🙃.
    Ich gebe einen kurzen Abriss zu den Unternehmungen/ Aktivitäten, so dass sich der/ die ein oder andere inspirieren lassen kann und hoffentlich die Azoren alsbald besuchen wird.

    Nach einem guten Frühstück ging es zuerst zu Miradouro da Ponta do Sossego. Ein grandioser Aussichtspunkt mit viel Grün und unzähligen Pflanzen als auch Blumen.
    Danach lockte uns ein Wasserfall namens Cascata do Salto do Prego. Um reinzukommen, entschieden wir uns für die kleinere Wanderroute, welche um die 4,5 Kilometer lang war. Jeder hat auf seine/ ihre Weise toll mitgemacht und dank Familie Walthmau ist auch immer genügend Essen dabei 🥰. Mein persönlicher Jackpot. Denn regelmäßig Essen will gelernt sein.

    Auf dem Rückweg hielten wir dann noch an einem weiteren Panoramapunkt: Miradouro da Ponta da Madrugada.
    Voll cool, dass es hier überall Picknick- und BBQ-Spots gibt. Das hat definitiv hawaiianischen Charme.
    Die grundlegende Frage, die es während des Azoren Inselhoppings zu klären gilt, ist die, ob die Azoren wirklich das europäische Hawaii sind.

    Volker zauberte uns am Abend ein leckeres Nudelgericht und die drei Erwachsenen ließen, nachdem die Kids tief und fest schlummerten, den Abend mit einem Kartenspiel namens Cabo ausklingen. Alice hat immer wieder neue Kartenspiele mit im Gepäck ☺️.

    Good to know with Sarah:
    São Miguel ist wegen seiner satten, üppigen Natur als die „Grüne Insel“ bekannt und bietet eine faszinierende Mischung aus endemischen Arten und eingeführten Pflanzen.
    Die Reste des ursprünglichen Tertiärwaldes mit Azoren-Lorbeer, Azoren-Heide und Zedern wachsen vor allem im Nordosten der Insel. Die blauen und pinken Hecken - Hortensien - prägen von Juni bis September das gesamte Landschaftsbild. Diese wurden im 19. Jahrhundert aus Japan eingeführt.
    Der duftende Kahili-Ingwer bildet große, orange-gelbe Blütenteppiche, verdrängt jedoch leider massiv die einheimischen Arten. Die japanische Sicheltanne und Akazien wurden für die Holzwirtschaft angepflanzt.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Teeplantage Chá Gorreana

    September 5 in Portugal ⋅ ☁️ 24 °C

    Mission Jetlag austricksen geglückt 😁.
    Keine Spur davon. Ich bin begeistert wie gut das dieses Mal geklappt hat.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück besuchen wir heute eine Teeplantage, um zu erfahren wie Grüntee und Schwarztee hergestellt werden. Nach unserer eigenständigen Tour durch die Produktion und gleichzeitig auch den Herstellungsprozess: trocknen und schredern/ zerkleinern, gönnten wir uns am Ende einen frischen Grüntee.
    Bitte beachtet, dass sich die beiden Teesorten in ihrer Herstellung unterscheiden.
    Im Anschluss lockte mich noch der Souvenirshop 😁.

    Danach ging es für unsere Reisegruppe direkt in die Teeplantage Chá Gorreana. Entlang der Felder gab es so einige Wanderwege. Das Wetter machte es uns heute allerdings schwer: ein rhythmischer Wechsel aus Sonnenschein und Nieselregen strapazierte die Nerven 🫠.
    Wir fanden dann Schutz unter einem grossen Baum, speisten genüsslich und übten das Pfeifen mittels Blättern 😄. Pauline verschlief alles in der Kraxe.

    Nach einem zweistündigen Azorenteeaufenthalt ging es in den Parque Natural da Ribeira dos Caldeirões, wo wir uns im Wasserfall abkühlten und vor Ort einen Snack zu uns nahmen. Pauline und Karlotta bekamen als i-Tüpfelchen meine Lippenpflege . Hier wird sehr gern geteilt 🤪.

    Danach ließen wir den Blick am Aussichtspunkt namens Miradouro da Boca da Ribeira schweifen und steuerten dann ein öffentliches Schwimmbad "Piscina Natural Da Boca De Ribeiraan" an, wo bei richtiger Wellenstärke des Atlantiks der Pool mit Meerwasser überschwemmt wird. Es gibt auch einen direkt Zugang zum Meer inmitten von Steinklippen, uns war das Meer jedoch zu stürmisch, daher sahen wir von diesem Abenteuer ab 😶. Der Pool bekommt 2,5 von 5 Sterne von mir.

    Ab Abend entschieden wir uns für Resteverwertung, da morgen die Unterkunft gewechselt wird.
    Alice und ich zockten abends noch Karten "Cabo", um unsere Skills auszubauen 😅.

    Good to know with Sarah:
    Die Teeplantage Chá Gorreana ist ein traditioneller Familienbetrieb mit einer mehr als 135-jährigen Erfolgsgeschichte. Das besondere Mikroklima dieser Region – konstant hohe Luftfeuchtigkeit bei ganzjährig frostfreien Temperaturen, dazu täglich mindestens eine „Dusche“ – ist geradezu ideal für die Teepflanze, einer chinesischen Kamelienart („Camellia sinensis“).

    Die üblichen Pflanzenschädlinge gibt es hier – mitten im Atlantik – bisher nicht. Diese Abgeschiedenheit der geografischen Lage hat einen Teeanbau ermöglicht, der keinerlei Pestizide, Herbizide und Fungizide braucht.
    Auch ein besonderer Schutz gegen die salzhaltigen Atlantikwinde entfällt, weil sich die Teepflanze hier im Laufe der Zeit genetisch anpassen konnte – die Plantage hat immer ihre eigenen Setzlinge und keine Neuzüchtungen nachgepflanzt.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Mit dem Boot zum "limitierten" Eiland

    September 6 in Portugal ⋅ ☁️ 25 °C

    Unterkunftswechsel 1.0.

    Heute geht es auf Saõ Miguel von Ost nach West.
    Zwei Kakerlaken sagten uns am Morgen höchstpersönlich "Auf Wiedersehen". Es sind ja auch nur Käfer.

    Es war Zeit für ein schnelles Frühstück. Dann wurden die Sachen gepackt, die Unterkunft aufgeräumt und das Auto eingeräumt. Um 10:59 Uhr bewegte Volker das Auto, samt Inassinnen, Richtung Furdas-See.
    Hier spazierten wir zu einer coolen Schaukel und ließen die Natur auf uns wirken.

    Danach hofften wir auf Tickets für DIE Bootsfahrt. Die Tickets waren online bereits ausgebucht, somit blieb uns nur noch der Versuch vor Ort Tickets zu erstehen. Geglückt, denn die Anzahl von 200 bis 400 Inselbesucher*innen pro Tag war noch nicht erreicht. Karlotta und Pauline konnten umsonst mitfahren, sehr kinderfreundlich.
    Das Boot um 14:00 Uhr war somit unsers und unser Zeitmanagement war grandios, denn um 13:58 Uhr befanden wir uns auf dem Boot 🤩.
    Um das empfindliche Naturschutzgebiet und die dortigen Ökosysteme zu schützen, wird der Massentourismus auf Ilheu de Vila Franco ferngehalten.

    Nach einer achtminütigen Bootsfahrt befanden wir uns auf der kleinen Insel, die aus der Vogelperspektive fantastisch aussieht. Die Insel ist perfekt zum Schnorcheln und Planschen. Allesamt zog es uns in kühle nass. Die Kids hatten richtig viel Spaß, vor allem die kleinen Wellen hatten es Karlotta angetan. Nach zwei Stunden Badespaß fuhren wir wieder zurück.

    Es ging noch in einem Supermarkt, so dass wir perfekt für unsere Brotmahlzeit zum Abend ausgestattet waren.
    Die neue Unterkunft hat einen wunderschönen Garten und eine Waschmaschine, dies nutzen wir beides aus.
    Außerdem ist lüften mein Ding hier 😅. Ein Hoch auf die hohe Luftfeuchtigkeit inmitten der Wolken.

    Good to know with Sarah:
    Im Westen von São Miguel (wie in der Region um Sete Cidades) liegt die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit das ganze Jahr über konstant hoch bei 75 bis 90 Prozent.
    Klimatische Merkmale im Westen:
    Feuchtes und kühles Ozeanklima: Generell gilt auf den Azoren die Faustregel, dass es nach Westen hin tendenziell feuchter, windiger und wechselhafter wird.
    Mikroklima in den Kratern: In den höheren Lagen und direkten Talkesseln der Vulkarkrater (wie der Caldeira von Sete Cidades) stauen sich Wolken und Nebel besonders häufig.
    Segen für die Natur: Die hohe Feuchtigkeit sorgt für die üppige, grüne Vegetation, moosbewachsene Wälder und die berühmte Blütenpracht der Insel.

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    Sarah
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  • Ein bisschen Faulenzen

    September 7 in Portugal ⋅ ☁️ 26 °C

    Sete Cidades am Morgen per Joggingeinheit erkunden, hat auch etwas Magisches, vor allem dann, wenn noch alles ruhig ist.
    So startete mein Montagmorgen um 8:00 Uhr. Die WalthMau's schälten sich kurz danach auch aus dem Bett.
    Nach ca. sechs Kilometer war ich dann wieder an unserer Unterkunft.

    Den Vormittag verbrachten wir kreativ mit Basteln und Malen. So konnte ich endlich Karlotta's Schablonen ausprobieren 🤩.
    Später am Nachmittag packten wir unsere Sachen zusammen und brachen zu einem späten Mittag auf. Unser Lunchspot fiel auf Carioca Breezy - Garden Lounge & Slow Food, ein grüner und sehr gemütlicher von den Lokals angelegter Spot, der zum Verweilen einlädt. Alice und ich probierten nach langer Zeit mal wieder eine Açai Smoothiebowl. Besser als damals, dennoch trifft Açai nicht ganz so unseren Geschmack.

    Nach dieser Stärkung fuhren wir zu den Naturpools, welche sich in
    Mosteiros befinden. Hier nahmen Volker, Karlotta und Pauline ein Bad. Alice und ich wärmten derweil unseren Popo auf dem warmen Lavagestein.
    Der Tag wurde mit einem Abendessen am Sunsetpoint Seaside Vibez abgerundet und dann sahen wir noch einen Regenbogen😍. Karlotta war schon die ganze Zeit auf der Suche nach einem.

    So neigt sich ein entspannter Tag dem Ende zu. Nachdem die Kids im Bett waren, zockten wir, die anderen drei, noch Cabo. Dieses Mal wurde aufgeschrieben und aktuell führt Alice. Ich bin gespannt, ob das so bleibt...

    Good to know with Sarah:
    Auf São Miguel gibt es einige sehr schöne Naturpools, die durch vulkanische Lavaformationen entstanden sind.
    An der Westküste bei Mosteiros liegen natürliche Meerwasserbecken zwischen schwarzen Lavagesteinen. Das Wasser ist meist kristallklar, und die Gegend gilt als einer der schönsten Orte auf São Miguel für den Sonnenuntergang.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Hochzeiten aka Dschungel- und Insektenparty

    September 8 in Portugal ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute ist ein ganz besonderer Tag, denn Alice und Volker haben heute ihren vierten Hochzeitstag.
    Von ❤️ alles Liebe und Gute für euch.

    Am Morgen gab es einen kleinen Regenschauer, der mich aufwachen ließ.
    Ich drehte mich allerdings noch einmal um und döste weiter. Zumal oben noch alles ruhig schien.
    Unser heutiger Tag startet ganz entspannt und nach einem ausgiebigen Frühstück stand eine einfache Wanderung an. Wir wollen den Grünen See (Lagoa Verde) umrunden. Wir halten fest, es sollte eine einfache Wanderung werden. Pauline schlüpfte in die Kraxe und los geht's.
    Zu Beginn waren wir sichtlich verwundert, dass bekannte Gesichter wieder umkehrten, davon ließen wir uns allerdings nicht beunruhigen. Also immer weiter.

    Nach knapp einem Kilometer war es uns dann klar, denn der einfache Wanderweg verwandelte sich in eine Herausforderung. Hätte ich das gewusst, hätte ich meine Wanderschuhe angezogen 😂. Hätte, hätte...
    Steile, nasse und schlammige Pfade über oder unter Holz und Gestrüpp, welches uns ab und an den Weg versperrte. Zum Glück gab es an besonders steilen Hängen befestige Seile, an denen wir uns festhalten konnten. Ein grosses Shout-out an Volker, der die ganze Zeit Karlotta an seiner Hand hatte und an Alice, die Pauline trug. Echt beeindruckend.
    Nach 4,5 Kilometer erwartete uns ein Picknick-Spot und somit war der schwierigste Teil der Wanderung geschafft. Wir pausierten, nahmen Snacks zu uns und ich wusch mir meine matschigen Füße samt Sandalen im See. Wir waren durchgeschwitzt und dreckig, was ein Hochzeitstagabenteuer für das Hochzeitspaar 😉.

    Als Belohnung gab es für alle, die wollten, ein Eis. Es stand noch ein kleiner Einkauf an, denn heute Abend wird gegrillt und Stockbrot selbst gemacht 🤩.
    Zurück in der Unterkunft chillten wir kurz, bevor es an die Grill- und Stockbrotvorbereitungen ging.
    So viel sei gesagt, wir hatten ein grandioses Grillerchen. Danke Volker 🤗.
    Gefolgt vom restlichen Film Vaiana und Zoomania inklusive Popcorn.

    Die Insekten ärgerten uns heute besonders. Während der Wanderung schon und abends im Garten auch noch. Fliegen, die beißen - echt unangenehm.
    Ach ja und am Morgen wurde bereits eine Nacktschnecke im Geschirrschrank entdeckt 🫣.

    Nachdem die Kids im Bett lagen, hieß es aufräumen und Sachen packen. Morgen fliegen wir auf eine andere Insel namens Terceira.

    Good to know with Sarah:
    Der Lagoa Verde und der Lagoa Azul sind in einem großen Vulkankrater (Caldera) entstanden.
    Die Caldeira das Sete Cidades bildete sich vor Tausenden von Jahren durch heftige Vulkanausbrüche, wobei eine Eruption im Jahr 1445 den Krater formte. Regenwasser sammelte sich im tiefsten Punkt des riesigen Kessels und schuf das größte Süßwassersystem der Azoren, das durch eine enge Verengung bzw. Brücke in zwei Teile getrennt ist.
    Die unterschiedlichen Farben entstehen durch Lichtreflexionen des Himmels und der umliegenden Wälder sowie durch unterschiedliche Wassertiefen und Algenkonzentrationen (Plankton).

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Insel Nummer zwei: Terceira

    September 9 in Portugal ⋅ ⛅ 26 °C

    Reisetag und zugleich auch Inselwechsel.

    Um 7:00 Uhr klingelte der Wecker. Die restlichen Sachen wurden gepackt, das Auto beladen und ab zum Flughafen. Nicht zu vergessen, es muss noch getankt und der Mietwagen abgegeben werden.
    Byyeeee hohe Luftfeuchtigkeit 😉.

    Dank Familienbonus konnten wir bereits vor offizieller Öffnung des Schalters einchecken und unser Gepäck aufgeben. Wow - was ein Luxus.
    Direkt danach gab es ein Frühstücksdate im Flughafen und dann ging es auch schon durch die Sicherheitskontrolle.
    Um kurz vor 12:00 Uhr hoben wir ab und die Flugzeit war soooo kurz. Ich schätze 40 Minuten, so dass ich mit meinen zweiten Buch nicht wirklich vorangekommen bin 🙃.
    Nach der Landung dann wieder der bekannte Prozess: Gepäck holen (alles kam an), die Mietwagenstation finden, Auto in Empfang nehmen, in unserer neuen Unterkunft einchecken (Jackpot, da trocken und modern 🤩) und Lebensmittelshopping.

    Der Tag bot dann nicht mehr allzu viel Zeit. Also liefen wir zum Strand Praia da Riviera, wo es ziemlich sandig wurde. Die Mädels hatten viel Spass und die Erwachsenen führten Gespräche, die Erwachsene eben führen. Ich vertage meine Badesession auf morgen früh - so der Plan.
    Irgendwann hatten wieder alle Hunger. Unser ausgewähltes Restaurant machte leider gerade zu, somit kreierte Alice kurzerhand einen Plan B und wir fuhren mit dem Auto zum neuen Dinnerspot mit Blick auf einem Leuchtturm. Die perfekte Entschädigung und wir speisten sehr gut.
    Die Snickerscreme gab Alice und mir den Rest. Süß, süßer, am süßesten.

    Ich nahm meine Beine in die Hand und lief "nach Hause", derweil telefonierte ich mit Berlin 🥰 - der Verdauungsspaziergang tat gut.
    Als die Kids schliefen, gab es für uns drei noch einen Thriller. Ich bin happy, dass ich nicht alleine schlafen muss 😂.

    Good to know with Sarah:
    Aus einer Anfrage heraus gibt es eine kurze Beschreibung zum Kartenspiel Cabo.
    Cabo ist für zwei bis vier Spieler gedacht, bei dem das Ziel darin besteht, am Ende einer Runde den niedrigsten Kartenwert vor sich liegen zu haben. Der besondere Kniff: Die meisten eigenen Karten bleiben während des Spiels verdeckt. Wer gewinnen möchte, muss sich merken, welche Karten er besitzt, die Karten der Mitspieler beobachten und im richtigen Moment Risiken eingehen.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Nicht so gute Tage sind auch okay

    September 10 in Portugal ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute war irgendwie nicht so mein Tag.

    Mit dezent leichten Kopfschmerzen bin ich aufgewacht, vielleicht war der gestrige Thriller zu viel für mich 😳.
    Dennoch motivierte ich mich ins fußläufig entfernte kühle Nass zu springen, um meine Kraultechnik weiter zu festigen. Gefühlt stehe ich wieder am Anfang 🥲.
    Währenddessen wurde in der Unterkunft bereits ein tolles Frühstück gezaubert und als ich zurückkam, stand mein Porridge bereit. Bestes Leben! Danke an Alice und Pauline.

    Heute steht einiges an:
    1. Ein Aussichtspunkt auf 542 Meter Höhe namens "Serra Do Cume" = was ein herrlicher Ausblick und Panoramapunkt
    2. die Vulkan- und Schwefelfelder inmitten der Insel - "Furnas do Enxofre" = es kann etwas stinken 😉
    3. die Besichtigung eines Vulkanschlots "Algar do Carvão", ca. 100 Meter tief, mit einem unterirdischen See sowie Stalaktiten und Stalagmiten = sehr interessant und eine gute Abkühlung zu den vorherrschenden schwülen 28 Grad
    und
    4. einen Lavatunnel "Gruta do Natal", der 697 Meter lang ist und enge Gänge sowie verschiedenen Lavaformationen aufweist = eindrucksvoll, welche Kraft Magma und Lava haben. Mein Wissen wurde noch einmal aufgefrischt.

    Nachdem Punkt eins und zwei umgesetzt wurden, fuhren wir zur Mittagszeit in die Hauptstadt Angro do Heroísmo, um den Hunger zu stillen. Denn der Vulkanschlot und der Lavatunnel öffnen erst um 14:00 Uhr.
    Somit verbrachten wir auch viel Zeit im Auto, wo die ein oder andere ab und an die Augen schließen konnte.

    Unter anderem auch ich, denn ich fühlte mich den ganzen Tag unwohl und mich nervte der dumpfe Kopfschmerz.
    Daher entschied ich dem Abendprogramm nicht beizuwohnen und so wurde ich am AirBnb abgesetzt. Die anderen Vier besuchten ein traditionelles Fest, wo vier Stiere durch einen abgesperrten Straßenabschnitt gejagt werden. Vermutlich die "bessere" Variante im Vergleich zum Stierkampf und dennoch absolut nicht nett und tierunfreundlich. Eine Stierkampfarena haben wir hier auch bereits gesichtet.

    Ich genoss die Ruhe allein und bereitete die Gemüselasagne für das Abendbrot vor.
    Unser Abend endete mit einer Dokumentation über Taylor Swift.

    Good to know with Sarah:
    Der Vulkanschlot des Algar do Carvão entstand in mehreren Phasen:
    1. Aufstieg von Magma:
    - Magma versuchte, die harte Schicht aus Trachytgestein zu durchbrechen.
    - Dabei entstanden durch Hitze und Druck die heutigen Wände und Gewölbe des Schlots.

    2. Seitlicher Durchbruch:
    - Das Magma fand schließlich schwächere Bereiche im umgebenden Gestein und konnte dort nach außen gelangen.
    - Dadurch bildete sich die vulkanische Struktur weiter aus.

    3. Entleerung der Magmakammer:
    - In der Endphase zog sich das Magma wieder in das Innere zurück.
    - Es blieb ein großer Hohlraum zurück, z.B. der heutige Schlot des Algar do Carvão.

    4. Einstürze und heutige Form:
    - Später stürzten aufgrund der Schwerkraft und tektonischer Bewegungen Teile des Gewölbes ein.
    - Dadurch erhielt die Höhle ihre heutige Form mit den offenen Schächten und dem großen Innenraum.

    5. Bildung von Stalaktiten und Stalagmiten:
    - Wasser brachte Kieselsäure und Eisenminerale in die Höhle. Daraus entstanden die ungewöhnlichen Silizium-Stalaktiten sowie die orangefarbenen Eisenoxidablagerungen an den Wänden.
    - Stalagmiten wachsen vom Höhlenboden nach oben. Sie entstehen durch herabtropfendes Wasser, das gelöste Mineralien enthält.

    Kurz gesagt: Der Algar do Carvão ist kein Lava-Tunnel, sondern der teilweise erhaltene Förderkanal eines Vulkans. Nachdem das Magma abgeflossen war, blieb die Magmakammer leer zurück. Einstürze und mineralreiches Wasser formten anschließend die spektakuläre Höhle.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Badespaß für Groß und Klein

    September 11 in Portugal ⋅ ☀️ 26 °C

    Es wurde ausgeschlafen.
    Somit gab es ein späteres Frühstück als sonst.
    Kurz nochmal den Tagesplan abgestimmt, alle Sachen gepackt und los ging die Inselumrundung, ca. 80 Kilometer.

    Erst hielten wir an zwei Aussichtspunkten am westenlichen Küstenrand, bevor es zu den Naturpools Piscinas Naturais Biscoitos ging.
    Pauline war gerade eingeschlafen als wir ankamen, somit blieb Alice mit im Auto und Pauline durfte ihren ausgiebigen Mittagsschlaf abhalten.

    Karlotta, Volker und ich suchten ein schattiges Plätzchen und machten im Anschluss die verschiedenen Pools unsicher, deren Untergrund aus diversen Felsformationen bestand.
    Die Naturpools sind ein Mix aus:
    - ruhigeren Pools
    - und welchen, wo die Wellen des Ozeans reinschwappten. Dementsprechend war der Zog intensiver und das Wasser unruhiger.
    - ein Becken hat auch "Sprungtürme", welche Felsen sind 😅.

    Schwimmen und Tauchen - ganz nach meinem Geschmack. Die Unterwasserwelt bot einige farbenfrohe Fische.
    Nach drei Stunden gab es für alle noch ein Eis, der Spielplatz vor Ort wurde unsicher gemacht und ab nach Hause.
    "Zuhause" angekommen, hieß es Resteverwertung und wieder einmal packen.
    Zwischendrin wurde eine Dokumentation über die Entstehung von Vulkanen und Co. geschaut.

    Die Nacht wird kurz, denn um 06:30 Uhr klingelt der Wecker. Es steht ein erneuter Reisetag an.

    Good to know with Sarah:
    Terceira ist eine der neun Azoreninseln und gehört zur Zentralgruppe des Archipels. Sie gilt als eine der kulturhistorisch wichtigsten Inseln der Azoren und verbindet spektakuläre Vulkanlandschaften mit einer ungewöhnlich reichen Vegetation. Die Insel hat eine Fläche von rund 400 km², etwa 53.000 Einwohner und ihren höchsten Punkt auf der Serra de Santa Bárbara mit etwa 1.021 m Höhe.
    Die wichtigsten Städte sind Angra do Heroísmo und Praia da Vitória. Terceira ist vollständig vulkanischen Ursprungs. Die Landschaft wurde durch mehrere Vulkankomplexe geformt.
    Die Westhälfte ist höher, feuchter und stärker bewaldet, während der Osten durch Weideland und landwirtschaftliche Flächen geprägt ist.
    Die Vegetation gehört zu den interessantesten der Azoren.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Reisetag 2.0 - auf nach Pico

    September 12 in Portugal ⋅ ☀️ 25 °C

    Pico erwartet uns und wir erwarten Wale 🤩😍🥰.

    Um 06:30 Uhr klingelte der Wecker und ehe ich mich versah, stand Karlotta bereits vor der Badtür als ich fertig war. Wie viel Energie haben Kinder oder besser gefragt, wie wenig Schlaf brauchen sie?

    Noch schnell meinen Backpack gepackt, unsere Unterkunft hergerichtet, das Auto beladen und ab zum Flughafen.
    Volker setzte uns netterweise direkt am Flughafen samt Gepäck ab und brachte allein den Mietwagen weg.
    Die Kids erwarteten ihn dann schon sehnsüchtig 🙂.
    Selbst um 7:45 Uhr waren wir zu früh am Flughafen, denn die Check-In Gates werden erst 1:20h vor Abflug bekannt gegeben und dann ging mal wieder alles sehr flott. Dieses Mal ohne Familienbonus, da nicht viel los war - auch okay.
    Die Mini-Mädels passten auf, dass auch all unser Gepäck ins Poppellerflugzeug transportiert wird. Erfolgreich!

    Das Flugzeug bestiegen wir als die Letzten und dann ging auch wieder alles ganz schnell. Abheben, fliegen und Landung einleiten - nach 30 Minuten Flugzeit kamen wir auf eine weitere Azoreninsel namens Pico an. Das Gepäck war auch binnen Minuten in unseren Händen. Was für gute Omen ☺️.
    Lediglich der Mietwagen ließ über eine Stunde auf sich warten. Und dieses Spektakel ging drunter und drüber. Immerhin haben wir einen Mietwagen der groß genug für fünf Personen und unser Gepäck ist. Das ist es, was zählt. Die weiteren Details würden euch nur langweilen 😉😐.

    Bevor der bereits bekannte Ablauf für Ankünfte auf neue Inseln folgt, schlemmten wir vorzüglich im Restaurant Magma, was die Stimmung bei allen immens hebte.
    Im Anschluss das folgende Prozedere: Fahrt zur Unterkunft, Auto ausladen, Zimmerverteilung klären, Küchenutensilien checken und ab zum Supermarkt.
    Danach machten wir es uns auf unserer Terrasse gemütlich und relaxten. Das frühe Aufstehen steckt uns in den Knochen und Reisetage im Allgemeinen sind eher anstrengend.

    Volker vollbrachte noch zwei Heldentaten:
    1. entsorgte er einen Haufen Kotze, vermutlich von einem Hund und
    2. kochte er ein leckeres Kokos-Curry mit Reis

    Als i-Tüpfelchen gab es noch zu späterer Stunde mehrere Runden Cabo.
    Es steht aktuell 1:0:0 für Alice. Denn, wenn jemand 100 Punkte erreicht hat, endet das Spiel und es startet wieder bei 0. Die Person mit den wenigsten Punkten hat schlussfolglich gewonnen.

    Morgen wird ein ganz besonderer Tag, denn Alice hat auf Terceira eine Whale Watching Tour gebucht. Wir drei (Karlotta, Alice und ich) freuen uns schon sehr 🤗🤞.

    Ein kleiner Nachtrag zur Insel Terceira betreffend des Themas europäisches Hawaii: Es gibt dort sehr viele Food-Trucks, allerdings mit wenig bis gar kein healthy food 🫣.
    Zudem haben wir noch keinen typischen hawaiianischen Strand entdeckt. Wir bleiben dran.

    Good to know with Sarah:
    Pico entstand vor etwa 300.000 Jahren, was geologisch betrachtet sehr jung ist. Die Insel wuchs durch zahlreiche aufeinanderfolgende Vulkanausbrüche vom Meeresboden bis über die Wasseroberfläche empor.
    Dabei bildeten sich:
    •ausgedehnte Basalt-Lavafelder,
    •zahlreiche Schlackenkegel (kleine Neben-Vulkane),
    •Spaltenvulkane entlang tektonischer Bruchzonen und schließlich der große Zentralvulkan der Insel.

    Das markanteste Merkmal ist der Ponta do Pico, meist einfach „Pico“ genannt. Mit 2.351 Metern ist er der höchste Berg Portugals.
    Der Berg ist ein sogenannter Schicht- bzw. Stratovulkan, der aus vielen übereinanderliegenden Lavaströmen aufgebaut wurde. Auf seinem Gipfel befindet sich ein Krater von etwa 500 Metern Durchmesser. Innerhalb dieses Kraters erhebt sich nochmals ein kleinerer Kegel, der „Piquinho“, aus dem gelegentlich heiße Gase austreten.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Dreierlei beim Whale Watching 🐬🐳🐋

    September 13 in Portugal ⋅ ☀️ 24 °C

    Der große Tag, UNSER großer Tag.
    Pünktlich um 8:30 Uhr waren wir am Hafen Lajes do Pico, wo unsere Whale Watchingtour startet.
    Nach einer kurzen Einführung von unserem Guide Paolo ging es mit den Schwimmwesten ausgestattet auf das Boot. Da das Boot nicht ausgebucht war, setzen wir uns in die letzte Reihe, damit das Boot zum einem stabiler fährt und zum anderen ist hinten der Wellengang weniger spürbar. Wir wirken der Seekrankheit direkt entgegen 🙂.
    Das Boot legte um 9:00 Uhr ab und Volker mit Pauline winkten uns vom Steg aus zu.

    Wir, Alice, Karlotta und ich, waren voller Vorfreude und Aufregung.
    Nach 20 bis 30 Minuten die erste Ansage, dass sich vor uns eine Gruppe von common dolphins befindet. Was waren wir enthusiastisch und begeistert 🤩.
    Das Wasser war so klar, dass wir die Delfine selbst unter Wasser mit bloßen Auge sehen konnten.
    Interessant zu wissen ist auch, dass an Land jemand vom Touranbieter positioniert ist, der auf dem Wasser nach Fontänen und Bewegungen auf/ über der Wasseroberfläche Ausschau hält und dann die Position durchgibt.

    Nach einer längeren Fahrtzeit dann die erlösende Ansage: "sperm whale in front of us."
    Tatsächlich! Der Pottwal begrüßte uns mit einer bzw. mehreren Fontänen. Nach kurzer Zeit tauchte dieser oberflächlich unter und kam an anderer Stelle wieder nach oben. Da wurde unserem Guide klar, sie ist nicht allein, denn sie stillt gerade ihr Baby 🤩. Somit waren es gleich zwei sperm whales/ Pottwale.
    Ein weiteres Highlight war natürlich deren Tauchgang - wir sahen folglich zwei Pottwalflossen. Toll!!!

    Und als war unser Glück zu diesem Zeitpunkt nicht schon perfekt, zeigte sich noch eine pilot whale Familie. Grindwale mit einem Baby 🥰. Wow!!!
    Voller Eindrücke und völlig beseelt fuhren wir nach zwei Stunden wieder zum Hafen zurück, wo uns Volker und Pauline wieder abholten.
    Die beiden waren in der Zwischenzeit einkaufen gewesen und hatten einen Spielplatz unsicher gemacht.

    Im Anschluss kehrten wir in einem Sushirestaurant mit Blick auf dem Atlantik ein. Es war super lecker und das Stimmungsbarometer war locker bei 12/10 🤗😎. Karlotta lernte im Restaurant nach anfänglichen Startschwierigkeiten ebenfalls eine Carlota kennen. Was ein witziger Zufall.

    Den restlichen Tag verbrachten wir in unserer Unterkunft, auch um die Eindrücke vom Whale Watching zu verarbeiten. So hatte jeder etwas Zeit für sich. Ich beschloss noch eine Runde laufen zu gehen und währenddessen kümmerte Volker sich um das Abendessen: Krautnudeln - mir völlig unbekannt. Es war aber lecker.

    Gegen 21:30 Uhr lagen die letzten im Bett, nachdem Alice und ich von einem Mini-Tiger aka Katze von der Terrasse 1.0 verdrängt wurden. Vermutlich wollte sie einfach nur intensive Streicheleinheiten von uns 🙃.
    Hoffentlich träume ich diese Nacht von Delfinen und Walen 🐬🐳🐋.

    Good to know with Sarah:
    Common dolphin/ gemeiner Delfin:
    Gemeine Delfine gehören zu den häufigsten Sichtungen rund um Pico. Sie jagen kleine Schwarmfische und Tintenfische und können praktisch das ganze Jahr über beobachtet werden.
    - 1,7 bis 2,5 m lang
    - 70 bis 130 kg schwer
    - sehr schlanker Körper
    - auffälliges sanduhrförmiges Muster an den Flanken in Gelb-, Grau- und Weißtönen

    Sperm wale/ Pottwal:
    Direkt vor Pico fällt der Meeresboden steil auf mehrere Tausend Meter ab. Dadurch erreichen Pottwale ihre Nahrungsgebiete schon wenige Kilometer vor der Küste.
    Vor einem Tauchgang:
    1. Mehrere ruhige Atemzüge
    2. Rücken krümmt sich deutlich
    3. Die gewaltige Schwanzfluke wird hoch aus dem Wasser gehoben
    4. Das Tier verschwindet für 30 bis 60 Minuten

    - Größter Zahnwal der Erde
    - Weibchen: 11 bis 12 m
    - Männchen: bis über 18 m
    - bis über 50 Tonnen Gewicht
    - riesiger rechteckiger Kopf
    - taucht regelmäßig 500 bis 1000 m tief
    - kann über 2000 m Tiefe erreichen
    - frisst hauptsächlich Tiefsee-Kalmare

    Der Name „Sperm Whale“ (Pottwal) hat tatsächlich nichts mit Fortpflanzung zu tun, obwohl das viele Menschen zunächst vermuten.
    Im riesigen Kopf des Pottwals befindet sich ein Organ namens Spermaceti-Organ, das mehrere Tonnen einer wachsartigen, öligen Substanz enthält. Frühe Walfänger glaubten, diese weiße Flüssigkeit sei Sperma und nannten sie daher „spermaceti“ (vom lateinischen sperma ceti, etwa „Walsperma“).
    Später stellte sich heraus, dass es sich nicht um Sperma, sondern um ein spezielles Öl beziehungsweise Wachs handelt.

    pilot whale/ Grindwal:
    Vor Pico werden überwiegend Kurzflossen-Grindwale (Short-finned Pilot Whales) beobachtet.
    Grindwale halten sich häufig in denselben tiefen Gewässern auf wie Pottwale, da auch sie intensiv Tintenfische jagen.
    - sind eine Delfinart
    - 4 bis 6 m lang
    - dunkelgrau bis schwarz
    - rundlicher Kopf ohne deutlich ausgeprägte Schnauze
    - lange sichelförmige Rückenflosse

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    Sarah
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  • Ponta do Pico und die Regenwolke

    September 14 in Portugal ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute morgen hingen die Wolken tief und wir ahnten Regen.

    Nachdem alle ausgeschlafen hatten, gab es Frühstück auf unserer Terrasse 2.0 und danach fuhren wir zum Berg Pico.
    Wir wollten ihn nicht ganz besteigen, dennoch waren wir ein bisschen neugierig, was dieser beeindruckende Berg zu bieten hat.
    Bei bestem Wetter kamen wir auf 1.200 Höhenmeter an und waren bereit für eine kleine Bergwanderung zu einer Aussichtsplattform namens Furna Abrigo. Doch dann die Ernüchterung: Wir brauchen spezielle Ausrüstung, pro Person 0,5 Liter Wasser und jeder muss sich Registrieren. Leider scheiterte es am Schuhwerk.
    Folglich griff Plan B und wir liefen einen Wirtschaftsweg um den Berg herum und plötzlichen waren wir im Nebel und es folgte eine fiese Regenwolke. Nach kurzer Zeit waren alle nass, das Stimmungsbarometer schlug um und wir traten den Rückweg an. Es soll wohl nicht sein 🤨.
    Im Auto wurde dann erst einmal die Heizung angemacht, damit wir ein bisschen trocknen konnten.

    Im Supermarkt, in der Nähe des Verwaltungssitzes Madalena, wurde noch ein Mittagssnack geholt, den wir gemütlich auf einem Spielplatz zu uns nahmen. Die Sonne zeigte sich ab und an, was unserer immer noch feuchten Kleidung gut tat😅.
    Viel ist dann heute auch nicht mehr passiert, was zur Abwechslung auch mal gut tat. Abends gab es Wraps, die super lecker waren und als die Kids schlummerten, zockten wir noch mehrere Runden Cabo. Neuer Zwischenstand 1:1:0 - Alice:Volker:Sarah. Ich muss unbedingt aufholen. Es war aber auch eine knappe Kiste.

    Good to know with Sarah:
    Madalena ist das wirtschaftliche und administrative Zentrum der Insel Pico, die insgesamt knapp 14.000 Einwohner hat.

    Falls einer den Pico besteigen möchte:
    Bei gutem Wetter hast du vom Gipfel fantastische Ausblicke auf die Azoreninseln Faial, São Jorge, Graciosa und teilweise sogar Terceira. Außerdem blickst du in den Krater des Vulkans und auf den kleinen Gipfelkegel Piquinho, den höchsten Punkt Portugals.

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    Sarah
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  • Zahnputzparty, Weinberge und Naturpool

    September 15 in Portugal ⋅ ⛅ 24 °C

    Die Wolken hingen abermals tief und waren noch dunkelblauer als gestern. Ganz klar, das sind Regenwolken.

    Bevor zum Frühstück gerufen wurde, bestaunten Pauline und ich die freilaufenden Kühe mit ihren Kälbern. Beim Frühstück wurde der heutige Tag geplant: Weinberge, Essen und Baden.
    Nach dem Frühstück fand eine kleine spontane Zahnputzparty statt, wo sich abwechselnd Lieder gewünscht wurde - erst Groß, dann Klein 😁 und dann saßen alle gegen 11:30 Uhr im Auto.
    Es geht in den Nordwesten der Insel nach Paisagem da Cultura da Vinha. Die Weinlandschaften unterscheiden sich ganz klar von unseren in Deutschland. Sehr viele Weinreben zwischen Lavasteinmauern inklusive einer toten Ratte 🫣.
    Im Norden der Insel Pico herrschte währenddessen blauer Himmel und Sonnenschein und im Süden war es bewölkt und regnerisch. Den Pico konnten wir folglich nicht sehen.

    Wir ersparten uns den Besuch eines weiteren Weinanbaugebietes und suchten lieber eine Lokalität auf, um den Hunger zu stillen. Kulinarisch ist das Essen auf den Inseln zu 80% nicht gut. Mich gelüstet es mittlerweile sogar sehr nach Gemüse 😂. Wir geben die Hoffnung dennoch nicht auf. Somit ging es danach direkt in einem Supermarkt - es schmeckte nicht allen. Dieser verfügte über einen Burger King inklusive Spielplatz = zwei Fliegen mit einer Klappe, denn Eis für alle, die wollten und ein Spieleparadies für die Kids.

    Das Stimmungsbarometer stieg wieder an und so ging es auf zu einem weiteren coolen Naturpool "Piscinas naturais da Criação Velha". Die Naturpools machen schon etwas her und es gibt logischerweise keinen Sand, der sich gegen einen verschwören kann. Dieser Ort bot einige Überraschungen:
    - Karlotta reist nun mit einer Unterhose weniger zurück
    - Alice schaffte es endlich mehrere Kapitel ihres Buches zu lesen
    - Pauline und ich schossen Selfies
    - es gab mehrere Biere, eine Coke Zero und Sonne
    So verbrachten wir den späten Nachmittag und es wurde immer später 🥸.

    Schlussendlich saßen wir gegen 20:00 Uhr in einem tollen Restaurant, auch ohne vorher reserviert zu haben.
    Einige Tischnachbarn schauten ganz panisch, als sie die zwei Mini-Mädels sahen. Wenn sie wüssten, was 30 Minuten vorher los war 😅. Wir haben uns alle benommen, keiner weinte, das Essen war sehr lecker und der Ausblick war auch wieder sehr schön. Hach!

    Viel zu spät kamen wir zuhause an, wo dann noch aufgeräumt und gepackt werden musste. Der Tag heute war anders anstrengend und jeder auf seine/ ihre Weise gerädert und müde.

    Ach ja, dem Regen sind wir heute gekonnt aus dem Weg gefahren 🙃.

    Good to know with Sarah:
    Die Weinlandschaft auf Pico gehört zu den ungewöhnlichsten Anbaugebieten der Welt und wurde deshalb von der UNESCO zum Welterbe erklärt. Auf der Insel wachsen die Reben direkt in einem vulkanischen Lavagebiet

    1. Schwarzes Lavagestein statt Erde:
    - Die Weinreben wachsen zwischen schwarzen Basaltfelsen aus früheren Vulkanausbrüchen.
    - Oft gibt es nur eine sehr dünne Humusschicht.
    - Die Wurzeln müssen tief in Felsspalten eindringen, um Wasser und Nährstoffe zu finden.

    2. Schutz vor Wind und Salzwasser:
    - Starker Wind und salzige Gischt würden die Reben beschädigen.
    - Deshalb wurden über Jahrhunderte Tausende kleine rechteckige Mauern aus Lavasteinen gebaut, sogenannte „Currais“.

    3. Wärmespeicher Lava:
    - Die schwarzen Steine speichern tagsüber Sonnenwärme.
    - Nachts geben sie die Wärme wieder ab.
    - Dadurch entsteht ein günstiges Mikroklima für die Trauben.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Reisetag 3.0 - Hallo São Jorge, 4. Insel

    September 16 in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Eine Fährfahrt die wird lustig, oder eben doch nicht, weil der Wellengang zu stark war 🫣🤢.

    Zurück zum Anfang:
    Frühes Aufstehen war von Nöten, da wir heute auf eine andere Insel übersetzen und dieses Mal mit der Fähre. Unsere erste Fährfahrt steht an.
    Im Auto sitzend, auf dem Weg zum Hafen, nahmen wir Kontakt zur Autovermietung auf, um die Abgabezeit abzustimmen. 20 Minuten vorher Bescheid geben, sollte ausreichend sein, meinte er vor wenigen Tagen bei der Abholung des Autos. Schlussendlich dauerte es in Summe zwei Stunden, da er seine eigene Zeitangabe auch nicht einhielt. Wir waren sauer, zum Glück mussten wir erst 20 Minuten vorher am Gate sein, sonst hätte es definitiv nicht geklappt.
    Als der Mietwagen übergeben war, stand das Boarding an und dann ging es rauf auf die Fähre bei strahlendem Sonnenschein.
    Auf der Fähre meldete sich der Mietwagentyp nochmal und wollte uns bereits vorhandene Schäden zuschieben. Nicht mit uns: Volker hatte zu Beginn ein Video vom Auto gemacht und so konnten wir beweisen, dass diese schon da waren 🙅‍♂️🙅‍♀️.

    Deck 3 gehörte uns, der Wellengang war stark und mir leicht übel. Ruhig atmen, den Horizont anpeilen und hoffen, dass keine Fische gefüttert werden. Ein Highlight waren Delfine, die sehr hoch aus dem Wasser sprangen. Das war ziemlich cool und fast alle auf Deck 1 stürmten in Fahrtrichtung auf die rechte Seite 😆.
    Nach 80 Minuten Fahrt hatten wir es dann geschafft.
    Dann hieß es wieder: Gepäck holen, den Mietwagen in Beschlag nehmen und in unsere Unterkunft einchecken. Die Mietwagenstation befand sich dieses Mal direkt im Hafenterminal, was es definitiv einfacher machte. Jedoch standen sehr viele Personen an und so mussten wir uns in Geduld üben.

    Nachdem der Einkauf auch geschafft war, teilte sich die Reisegruppe auf. Ich blieb in der Unterkunft und die vier anderen wanderten zu einem sehr schönen Aussichtspunkt mit fantastischem Blick und ganz vielen Schafen, die am Wegesrand standen. Pauline hat nun Angst vor Schafe 🫣.
    Abends ging es dann auf Nahrungssuche, mal wieder enttäuschend 🥲. Das einzige, was uns zugesagt hatte, war ein Kebabladen. Das Essverhalten auf den Azoren ist für mich sehr absurd 🙈. Im Endeffekt gab es Wraps (hier werden diese mit fünf verschiedenen Soßen gefüllt), ein Pita, Bier und Getränke aus dem Hause Coca-Cola. Zum Nachtisch lockte der Eisstand "Pop Family", wo ich meine allererste Bubble Waffle verköstigte. Die Kids bekamen jeweils ein Softeis und Alice genoss eine Waffel am Stiel mit Kinder Bueno Topping 🤩.

    Der Abend endete mit einem Film namens Thelma und dann ging es für alle ins Bett. Wir waren alle durch.
    Morgen besuchen wir eine Käserei 😊 - die Freude ist groß.

    Good to know with Sarah:
    Die arbeitende Bevölkerung der Azoren stammt überwiegend von den Azoren selbst beziehungsweise aus Portugal. Historisch wurden die Inseln seit dem 15. Jahrhundert hauptsächlich von portugiesischen Siedlern besiedelt, daneben auch von kleineren Gruppen aus Flandern und der Bretagne. Diese Mischung prägte die heutige Bevölkerung.
    Heute arbeiten die meisten Erwerbstätigen in drei Bereichen:
    - Dienstleistungen (Verwaltung, Bildung, Gesundheit, Handel, Tourismus) stellen den größten Beschäftigungssektor dar. Rund drei Viertel der Beschäftigten arbeiten in diesem Bereich.
    - Landwirtschaft, insbesondere Milchwirtschaft und Rinderhaltung, ist weiterhin sehr wichtig. Die Azoren produzieren einen erheblichen Teil der portugiesischen Milch.
    - Fischerei und zunehmend Tourismus sind weitere bedeutende Wirtschaftszweige.

    Es gibt zwar auch Zuwanderer aus anderen Teilen Portugals und aus dem Ausland, aber der Anteil ist relativ gering. Die große Mehrheit der Einwohner besitzt die portugiesische Staatsangehörigkeit. Ein besonderes Merkmal der Azoren ist, dass viele junge Menschen für Ausbildung oder Arbeit aufs portugiesische Festland oder ins Ausland ziehen. Deshalb bemüht sich die Regionalregierung, qualifizierte Arbeitskräfte auf den Inseln zu halten oder neu anzuziehen.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Heute wird es käsig 🧀

    September 17 in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Unser voller letzter Tag auf Saõ Jorge ist angebrochen.
    Heute lagen wir länger als sonst im Bett - uns drängte aber auch nichts und niemand.
    Unser erster und einziger Termin war der mit der Käserei um 14:30 Uhr.

    Wir fuhren zum östlichen Punkts Saõ Jorges und genossen währenddessen den Ausblick. Dort entdeckten wir einen sehr schönen Naturpool. Der Atlantik war an diesem Punkt recht stürmisch und die Wellen peitschen an die Steilküste.
    Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann wieder zurück, denn wir hatten ein käsiges Date 🧀.

    Die Portugiesen haben die Ruhe weg. Nichts für mich mit meiner deutsche Pünktlichkeit. Mit 15 Minuten Verspätung begann die Führung zum Thema: Wie wird aus Milch portugiesischer Käse hergestellt. Doch zuvor mussten wir unsere "Schutzausrüstung" anziehen. Das sollte ein perfektes Gruppenfoto werden, jedoch haben es nur Karlotta und Pauline geschafft 🙃. Seht selbst.
    Uns wurde jeder Schritt detailliert erklärt und um 16:00 Uhr waren wir fertig. Im Anschluss gab es noch eine Käseverköstigung - die Auswahl bestand aus 4 Monate, 7 Monate und 24 Monate alter Käse. Volker shoppte noch ein Herzstück des 7-monatigen alten Käses und dann ging es weiter nach Osten. Wir hatten uns eine Lokalität ausgesucht, wo es Pizza geben sollte. Vor Ort gab es nur überteuerte Fertigpizzen, also gab es Eis und Getränke mit dem Blick zur Nachbarinsel Pico und auf den Pico selbst.

    Unser Plan B für ein gelungenes und schmackofatziges Abendessen sah vor, dass wir kochen. Also ab zum Supermarkt, um alles für OnePot Gemüse Reisnudeln einzukaufen.
    Gesagt, getan und ca. 1,5 Stunden später stand dann unser Essen auf dem Tisch.
    Während die anderen beiden die Kids bettfertig machten und in den Schlaf begleiteten, laß ich mein Buch weiter.
    Später versanken wir zu dritt dann noch in die Welt unserer Handys 😂.

    Good to know with Sarah:
    Produktionsablauf des Käses Queijo São Jorge.

    1.Milchgewinnung
    - Die Kühe grasen ganzjährig auf den saftigen Vulkanweiden der Insel.
    - Die frische Rohmilch wird täglich von den Milchviehbetrieben gesammelt und zur Käserei transportiert.

    2.Anlieferung und Qualitätskontrolle
    - Die Milch wird geprüft und ausgewählt.
    - Sie wird nicht pasteurisiert, wodurch die typischen Aromen erhalten bleiben.

    3.Dicklegung
    - Der Rohmilch werden Lab und Salz zugesetzt.
    - Die Milch gerinnt zu einer festen Käsemasse (Gallerte).

    4.Bruchbearbeitung
    - Die Gallerte wird geschnitten.
    - Der Käsebruch wird anschließend erwärmt ("gekochter Bruch"), wodurch Molke austritt und die spätere feste Konsistenz entsteht.

    5.Pressen
    - Der Käsebruch wird in große zylindrische Formen gefüllt.
    - Durch Pressen wird weitere Molke entfernt und die typische Form erzeugt. Die Laibe wiegen je nach Hersteller etwa 6 bis 12 kg.

    6.Salzen
    - Die Käse werden gesalzen, was Geschmack, Haltbarkeit und Rindenbildung fördert.

    7.Reifung
    - Die Laibe lagern in Reiferäumen unter kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
    - Die Mindestreifezeit beträgt 3 Monate.
    - Viele Käse reifen 3 bis 7 Monate, manche sogar deutlich länger. Mit zunehmender Reifedauer wird der Geschmack kräftiger, würziger und leicht pikant.

    8.Qualitätsbewertung und Verkauf
    - Nach der Reifung werden die Laibe geprüft.
    - Nur Käse, die den DOP-Anforderungen entsprechen, dürfen als Queijo São Jorge DOP verkauft werden.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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  • Überfahrt nach Faial

    September 18 in Portugal ⋅ ⛅ 23 °C

    Erneut mussten wir mit einem Wecker aufstehen, denn heute fahren wir auf die fünfte Insel, Faial, über.

    Frühstücken, Sachen packen, Auto beladen, tanken, Mietwagen abgeben, Gepäck aufgeben und auf unsere Fähre warten. Folglich saßen wir ab 10:40 Uhr am Fährhafen abfahrbereit. Faial wir kommen.

    Dieses Mal wurde der Familienbonus ausgenutzt und so waren wir mit die ersten auf der Fähre. Wir machten es uns, anders als vor zwei Tagen, auf Deck 2 an einem 6er-Tisch gemütlich, mit der Hoffnung auf ruhigere See.
    Es wurden Armbänder (Ich durfte endlich mein erstes eigenes Armband herstellen), Ringe und Ketten hergestellt, Regenbögen und/ oder Teller bemalt, Musik gehört und Buch gelesen. Pauline hielt ab einem bestimmten Zeitpunkt ihren Mittagsschlaf bei Volker in der Trage ab und Volker genoss derweil die Aussicht auf Deck 3. Es wurde glücklicherweise keinem übel 😆.

    Nach zwei Stunden kamen wir in Horta (Faial) an. Zuvor legten wir einen Zwischenstop in Madalena (Pico) ein, um Passagiere zu entlassen und an Board aufzunehmen.
    Dann folgte die übliche und bekannte Prozedur nach Ankunft auf einer neuen Insel. Ihr kennt diese mittlerweile auch auswendig, somit spare ich mir und euch die Details 😉.

    Nach erfolgreichem Check-In gingen die Mini-Mädels mit ihrem Papa in den Swimmingpool, ich ging joggen und Alice bereitete alles für Wraps zum Abendbrot vor und schaute nebenbei Serie. Das Laufen ist aufgrund der hügeligen Landschaft sehr herausfordernd. Nicht zu vergleichen mit dem Flachland Berlin-Brandenburg.
    Unser Abendbrot war eine 10/10, Volker schlief mit den Kids zusammen beim "ins Bett bringen" ein, Alice und ich schauten noch einen Film aus der ZDF Mediathek und dann machten auch wir die Lichter aus, obwohl ein Nachtlicht brennen musste 🙃.
    Ach ja, wir haben leider zum zweiten Mal das Gruppenfoto vergessen 🥸. Eine Woche gemeinsame Zeit auf den Azoren liegen noch vor uns, ich hoffe auf sieben Gruppenfotos in Folge.

    Gute Nacht und bis morgen.

    Good to know with Sarah:
    Es gibt sehr viele Häuser, die mit schwarz-weißen Flächen oder starken Schwarz-Weiß-Kontrasten versehen sind, das hat meist zwei Gründe:
    1. Die Azoren sind stark von der Milchwirtschaft geprägt. Auf vielen Inseln gibt es mehr Rinder als Einwohner. Kühe gehören daher zum wichtigsten Symbol der Inseln. Manche Gebäude, Ferienhäuser oder kleine touristische Anlagen werden bewusst im Kuh-Look gestaltet, um diese lokale Identität aufzugreifen.

    2. Traditionelle Azoren-Architektur Auch unabhängig von Kühen wirken viele Häuser schwarz-weiß. Das liegt an der Bauweise: Weiße Kalkfassaden werden oft mit schwarzem Vulkangestein (Basalt) an Fenstern, Türen und Gebäudekanten kombiniert. Dieser starke Kontrast ist ein typisches Merkmal der traditionellen Architektur des Archipels und stammt von den vulkanischen Materialien der Inseln.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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