• Sonnenuntergang auf dem Atlantik

    September 23 in Portugal ⋅ ☁️ 24 °C

    Laufen gehen und entspannen, das sind die Schlagwörter bis heute um 15:00 Uhr. Fast einfach mal nichts tun 😅.

    Alice hat uns für heute eine Bootstour gebucht. Um 16:00 Uhr fährt unser Boot Richtung Corvo ab. Corvo ist die kleinste bewohnte Insel der Azoren und zugleich die kleinste portugiesische Gemeinde. Die Insel hat eine Fläche von etwa 17 km² und rund 435 Einwohner. Alle Bewohner leben praktisch im Ort Vila do Corvo. Corvo ist eine vulkanische Insel, die durch den Aufbau eines großen Schildvulkans im Atlantik entstanden ist. Die Insel erhebt sich auf der Nordamerikanischen Platte aus dem Ozean.

    Pünktlich um 15:45 waren wir am Hafen und warteten auf unseren Skipper Marco.
    Als Marco mit seinem Speedboot namens The Dogfather ankam, wir ein Hundetattoo auf seiner linken Wade entdeckten und die ersten Personen mit der Aussage "He is crazy" vom Boot stiegen, wussten wir noch nicht so ganz, auf was wir uns eingelassen hatten 😂. Aber nach einer kurzen Einweisung - danke an Hugo fürs Anlegen der Schwimmwesten - und den ersten schnellen unnötigen Kurven, war uns alles klar, das wird eine wilde Fahrt 🤣. Zu unserer aller Freude, obwohl Karlotta am Anfang sehr skeptisch war, schlug dies nach kurzer Zeit in pure Freude und Spaß um.

    Bevor es nach Corvo ging, fuhren wir an der Küste Flores vorbei und bestaunten zwei Höhlen und einige Wasserfälle, wobei uns Marco direkt durch einen Wasserfall jagte und wir nass wurden. Wir hatten noch ein zweites Speedboot im Schlepptau, welches wir liebevoll das Renterboot taufen. Die hatten wesentlich mehr Spaß als wir 🙃.
    Marco fuhr sicher an Klippen vorbei und zwischen Felsen hindurch und bescherte uns oft einen Adrenalinkick und entlockte uns einige Schreie. Nach der Hinfahrt mussten wir dann erst einmal trocknen und uns das Salz aus unseren Gesichtern wischen.

    Auf Corvo angekommen, nahmen wir ein Taxi hoch zum Krater und kehrten nach zehn Minuten wieder um.
    Oben war es nebelig, kalt und windig. Zudem hatten wir bereits einige Krater gesehen und waren für eine Wanderung nicht ausgestattet. Der Caldeirão ist ein riesiger vulkanischer Einsturzkrater (Caldera) und das bekannteste Wahrzeichen auf der Miniinsel. Dieser hat einen Durchmesser von etwa 2 bis 2,3 km und ist rund 300 bis 320 m tief.
    Unser Taxifahrer fuhr uns dann zu Izzy's Burger, wo wir vor der Rentergruppe ankamen und zum Glück unser Essen schon bestellt hatten. Zwei Katzen hielten uns währenddessen auf Trapp und dann war es auch schon wieder Zeit zu unserem Boot zurückzukehren. Um 19:30 Uhr sollte das Boot abfahren. Diese portugiesische Ruhe und Unpünktlichkeit schafft mich hier ab und an 😊. Geduld ist eine Tugend, immer und immer wieder.
    Dann gab es noch unerwartet Highlights am Abend. Einerseits der Sonnenuntergang rechts von uns und andererseitsbdie Sichtung einer Delfingruppe 🤩, laut Marco handelte es sich common dolphins. Das dritte Mal während unseres Azorenaufenthalts - juhuuu.
    Die Delfine folgten uns eine ganze Weile und spielten mit den zwei Booten. Der beeindruckendste Moment war der, als fünf Delfine zur gleichen Zeit aus einer Welle heraus sprangen. Einfach nur WOW!

    Soooo konnten wir dann alle friedlich und beseelt einschlafen. Ich bin zeitgleich mit Karlotta und Pauline ins Schlummerland abgetaucht.

    Good to know with Sarah:
    Wissenswertes über Corvo:
    Die Insel kämpft mit Überalterung und Bevölkerungsrückgang. Viele junge Menschen ziehen für die Ausbildung oder Arbeit auf andere Azoreninseln, nach Portugal oder nach Nordamerika.
    Die Bevölkerung hat im Laufe des letzten Jahrhunderts durch Auswanderung, insbesondere nach Nordamerika, deutlich abgenommen.
    Die meisten Einwohner kombinieren mehrere Tätigkeiten. Wichtig sind, Viehzucht (Rinderhaltung), Landwirtschaft für den Eigenbedarf, Fischerei, öffentliche Dienste und der kleine Tourismussektor.
    Die Grundausbildung ist auf Corvo möglich. Für weiterführende Schulen und Studiengänge müssen Jugendliche meist die Insel verlassen.

    Keep wandering, keep rising,
    Sarah
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