Wie Mittelengland uns den Stecker zog
September 29 in England ⋅ 🌬 19 °C
Der erste Reisetag in Großbritannien steht an. Manche Reisetage sind schöner, andere eher erzählenswert. Unser heutiger Tag gehört der zweiten Sorte an.
Wie so oft schon in den letzten Wochen heißt es erneut Sachen packen, auschecken, zur Mietwagenstation gelangen und das Auto im Empfang nehmen.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt echt Respekt vor dem Londoner Linksverkehr - Augen zu und durch 🙈. Der Stadtverkehr war sehr aufregend und zum Glück war noch ein weiteres Paar Augen mit im Auto. Auf der Autobahn angelangt, lief es dann flüssiger und wir hielten nach 1,5 Stunden Fahrt für einen Zwischenstop in Oxford.
Oxford ist eine sehr niedliche Stadt, die sich für einen Tagestrip oder ein paar Stunden Sightseeing lohnt. Das dachten sich auch viele andere 🥲.
So erkundeten wir alles rund um die Universität und das New College. Natürlich waren wir hier auch wieder auf den Spuren von Harry Potter unterwegs 🧙♂️.
Es war äußerst touristisch, für uns zu überfüllt, daher fuhren wir nach drei Stunden weiter. Die Parkhauspreise haben es in sich 🫣 und in der Regel wird direkt bei Ankunft bezahlt.
Nach weiteren endlosen 4,5 Stunden im Auto, eine Stunde davon standen wir im Stau - hoch lebe der Feierabendverkehr, kamen wir endlich in unserer Unterkunft in Longridge an. Unsere nächsten Ziele sind die Highlands und die Highland Cows 🤩, kurz gesagt Schottland.
Longridge befindet sich wirklich irgendwo im nirgendwo und in der Mitte von England. Um genauer zu sein, nördlich von Manchester.
The Derby Arms, so heißt unsere Unterkunft, hat ein Restaurant angeschlossen und die Zimmer befinden sich im Obergeschoss - ein mittelenglischer Pub mit Charme und dem Duft vergangener Jahrzehnte.
Wir waren allerdings nicht die einzigen Gäste. Mindestens vier verschiedene Spinnenarten teilten sich das Zimmer mit uns. Wer mich kennt, weiß, dass ich Spinnen über alles Liebe, NICHT!
Ausgehungert gingen wir direkt in den Pub und bestellten Graupenrisotto, einmal mit und einmal ohne Käse und dazu jeweils ein alkoholfreies Bier. Beide waren wirklich lecker. Danach ging es nach oben, wir machten uns bettfertig und freuten uns auf den Schlaf.
Fünf Minuten später: Stromausfall.
Unser erster Gedanke war eine durchgebrannte Sicherung. Ein Blick aus dem Fenster zeigte aber, dass das ganze Dorf dunkel war. Irgendwann kam die offizielle Erklärung: Irgendein großes Kabel sei kaputt.
Die Powerbank hielt tapfer die Stellung und ich duschte trotzdem noch, ganz im Dunkeln, aber Mithilfe meiner Handytaschenlampe 😂. Erik lag derweil bereits müde im Bett und vertagt die Hygieneinheit auf morgen.
Der Clou kommt noch, aber dazu morgen dann mehr...
Keep wandering, keep rising,
SarahRead more








