• Yumbu Lakang Festung

    April 5 in China ⋅ ☁️ 14 °C

    Die Yumbu Lakang Festung ist die älteste und somit erste Festung Tibets. Sie thront über einem fruchtbaren Tal in der Nähe des Brahmaputra Flusses. Heute ist es keine Festung mehr, sondern ein weiterer Tempel. Leider macht uns das Wetter komplett einen Strich durch die Rechnung. Aber auch im Grauen ist der Anblick phänomenal. Wir umrunden die Festung und besteigen den dahinterliegenden Berg. Von oben bietet sich ein Traumblick auf das Tal, die Festung und die schneebedeckten Berge. Und der Wind bläst. Als Wind kann man ihn kaum noch bezeichnen, eher ein Sturm. Die Gebetsfahnen flattern im Wind. Bogenartig überspannen sie das Tal. Je nachdem, in welche Richtung man blickt, legen sie sich wie ein Bilderrahmen um die Berge. Ein wunderschöner Farbklecks in dem heutigen Grau. Und dann passiert ist. Der Wind ist zu stark und reißt eine Befestigung aus der Verankerung. Es tut einen Schlag und mit einem Mal sind alle Gebetsfahnen abgerissen. Einige wirbeln abgerissen in wildem Tanz durch die Luft und verschwinden im Tal. Die Bänder liegen auf dem Boden. Alles ist zerstört. Wie schade. Ich kann es kaum fassen. Es sah so wunderschön aus. Auf dem Weg zurück zur Festung müssen wir unter einer Regenrinne hindurch. Wenn der Sturm falsch bläst, wird man komplett geduscht. Wie sollte es auch anders sein. Als ich mich entscheide loszulaufen, fließt das Wasser wunderbar wo es hin soll. Als ich genau darunter stehe, dreht der Wind und ich werde komplett geduscht. Auch als ich schon unten durch bin und die Stufen hinuntereile, trifft mich das Wasser immer wieder. Somit bin ich sauber geduscht, klatschnass. Darauf hätte ich jetzt verzichten können. Wir versuchen noch den einen oder anderen Blick mit Sonne zu erhaschen. Aber es soll nicht sein. Als wir die Festung verlassen und auf die Stadt zufahren sehen wir, wie der Sturm den Himmel aufreißt und alles blau wird. Wie wunderschön. Normalerweise würde man jetzt wenden und nochmals zurückfahren. Wenn man aber an Fahrer gebunden ist, geht dies leider nicht.Read more