Bigodi Wetland Sanctuary
August 9 in Uganda ⋅ ☁️ 29 °C
Das Bigodi Wetland Sanctuary ist ein Schutzgebiet am Rande des Kibale Forests. Die etwa 1–2-stündige Wanderung führt uns durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Sümpfen, Grasland und Dörfern. Ein wunderschönes Beispiel für das harmonische Zusammenleben von Mensch und Natur. Wir spazieren im herrlichsten Morgenlicht durch die Sümpfe und lauschen dem abgesägt der Vögel. Wir sehen sie leider nicht. Aber es sind so viele unterschiedliche Stimmen, dass es sehr viele verschiedene Arten sein müssen. Um uns herum wachsen dichter Papyrus, Palmen und hohe Dschungelbäume. Die Invasoren Eucalyptusbäume werden gezielt dort gepflanzt, wo der Sumpfe trocken gelegt werden soll. Sie trinken so viel, dass jedes Erdreich irgendwann austrocknet. Nach einer Weile entdecken wir die schwarz-weißen Kolobos Affen und treffen auch auf ihre Verwandten, die Roten Kolobosaffen. Kolobosaffen werden von Schimpansen gefressen. Daher leben sie in unterschiedlichen Gebieten. Sie haben keine Daumen und können deshalb nicht so schnell klettern wie Schimpansen. Sie ernähren sich von jungen Blättern. Fressen sie alte, funktioniert ihre Verdauung nicht und sie werden betrunken. Sie unterschätzen dann ihre Kärfte, legen sich mit Schimpansen und sterben. Auch Vervet Affen und Rotschwanzaffen tummeln sich in den Bäumen. Nach einiger Zeit verlassen wir die Sümpfe und erreichen die Dörfer. Da Sonntag ist, spielen die Kinder überall. Wir kommen an einer Korbweberei vorbei und sehen zu wie Körbe, Schalen, Untersetzer und kleine Gefäße aus Papyrus, Bast und Palmfasern hergestellt werden. Gefärbt wird mit Beeren. So ergeben sich aus einer Beere die Farben rot, pink und lila. Je nachdem wie lange und stark man sie kocht.
Außer Bananen wird hier auch Kaffee angepflanzt. Der Anbau erfolgt in Handarbeit. Ebenso die Verarbeitung der Bohnen bis. Hin zum gemahlenen Kaffee. Wir dürfen zusehen, wie der Kaffee verarbeitet wird. Zunächst werden die reifen Bohnen in einem Stampfer von der Schale befreit. In einem Korb werden Schale und Kerne durch in die Luft werden voneinander getrennt. Die Bohnen werden über dem Holzfeuer geröstet. Wenn sie wie Popcorn nach oben springen und ploppen ist eine milde Röstung erreicht. Die heißen Bohnen kommen wieder in den Stampfer und werden gemahlen. Der feine saubere Kaffee entsteht, nachdem er noch durchgesiebt wurde. Jetzt muss er nur noch aufgebraust werden. Und er schmeckt!
Da hier hauptsächlich Bananen angebaut werden und man deshalb auch von der Bananenrepublik spricht, muss die Bananen ja auch zu etwas verarbeitet werden. Bananaman stellt Bananenaft, -Bier und Gin her. Destilliert wird in einem alten Blechfass und die Kühlung erfolgt über den Seerosenteich. Um Bananensaft zu erhalten, werden die Bananen mit den Bananenblättern zusammen vermanscht. Die Blätter regen die Bananen an, viel Flüssigkeit abzugeben. So entsteht viel Saft, der entweder sofort oder nach drei Tagen Vergährung als Bier getrunken werden. Nachdem gebrannt wurde, kann man ihn auf als 40% igen Bananengin trinken. Schmeckt!
Die Landschaft ist herrlich grün. Alles wächst und gedeiht. Vögel und Agamen fliegen und kriechen durch die Bananenwelt. Hühner gackern umher und Schweine graben sich mit ihren Nasen durch das Erdreich. Ich komme mir vor wie im Paradies.
Wir kommen an einer Hütte vorbei, in der gerade Gottesdienst gehalten wird. Im Gegensatz zu deutschen Kirchen passt hier keine Maus mehr in die Hütte. Und das kann ich verstehen. Bei dieser Musik würde ich auch jeden Sonntag in die Kirche gehen. Wie wunderschön und was für eine Stimmung. Es ist schön, die vielen Kinder auf der Straße zu sehen, sie zu begrüßen und in ihre lachenden Gesichter zu sehen. Ein Junge hat einen richtig coolen Scooter. Ich bin begeistert, als ich ihn entdecke. Er scheint auch mächtig stolz auf sein Gefährt zu sein.
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Traveler
Was für ein sympathisches Lächeln!😍
TravelerDas stimmt. Das war ehrlich und mit Freude.
Traveler
🥰
TravelerDieses Foto liebe ich auch. Kinder in den Dörfern zu fotografieren ist wirklich einfach. Sie kommen sofort angelaufen, freuen sich und strahlen. Richtig schön.