Murchison Falls
August 12 in Uganda ⋅ ☀️ 22 °C
Nach dem Frühstück fahren wir zum legendären Murchison Falls Nationalpark, Ugandas größtem und wohl spektakulärstem Wildschutzgebiet.
Der Park wird vom Victoria-Nil durchzogen, der sich hier durch eine enge Felsenschlucht zwingt und als Murchison Falls – die „mächtigsten Wasserfälle der Welt“ – in die Tiefe stürzt. Das tosende Wasser auf nur sieben Meter Breite fällt über 42 Meter in die Tiefe, ein Schauspiel, das man einmal im Leben gesehen haben sollte. In einer Sekunde stürzen 300.000 Liter Wasser in die Tiefe. Es gibt keinen Wasserfall auf der Welt, der mit größerer Kraft in die Tiefe stürzt als dieser.
Nach unserer Ankunft wandern wir zum Top of the Falls. Von dort erleben wir den kraftvollen Wasserstrom aus nächster Nähe. Das Rauschen, die Gischt und der Blick auf den darunterliegenden Flusslauf und den Dschungel sind schlicht atemberaubend. Ein Moment, der die pure Energie Afrikas spürbar macht. Wir wandern zu verschiedenen Aussichtspunkten. Da es 1962 eine große Flut gab, hat sich der Wasserfall zweigeteilt. Der zweite Fall ist ebenfalls sehr kraftvoll, aber breiter als der enge Murchison Fall. Landschaftlich ist dieser Doppelwasserfall ein Traum. Heute ist es richtig heiß und daher freuen wir uns sehr, als uns Murchison einnebelt und in seine kühlende Gischt hüllt. Die Sonne zaubert uns mit Hilfe der Nebelgischt einen wunderschönen Regenbogen über die Falls. Schöner kann es kaum sein. Was für ein tosendes Naturschauspiel.
Ab aufs Boot! Auf den Nil! Von der Brücke unterhalb der Murchison Falls fahren wir stromaufwärts. Vorbei an Nilpferden, die im Wasser dösen, und Wasserböcken, die am Ufer grasen. Elefanten ziehen gemächlich durchs Flussbett, während Krokodile regungslos am Ufer liegen und die Sonne genießen. Überall begleitet uns eine unglaubliche Vogelvielfalt – von bunten Eisvögeln bis zu majestätischen Seeadlern. Baboons pflücken Insekten aus den Lehmwänden. Umrahmt wird das Tierspektakel von wunderschöner Natur. Sumpflandschaft, Sandbänke und dichter Dschungel entlang der Ufer wechseln sich ab. Auf totem Gehölz sitzt der Schlangenhalsvogel und Kormorane trocknen ihre Flügel. Der Himmel wird immer schwarzer und ich befürchte, wieder eine Bootsfahrt in strömendem Regen erleben zu dürfen. Wir haben riesigen Glück. Die Leute auf den uns entgegenkommenden Booten sind klatschnass und frieren. Am Parkplatz erfahren wir, dass es auch heftig geschüttet hat. Wir waren in dem trockenen Fenster dazwischen. Nach einigen Nilschleifen ist es soweit. Wir sehen die tosenden Fälle von unten. Die Gischt steigt auf und die Wassermassen stürzen in die Tiefe. Ein toller Anblick mit ausreichend Abstand, um nicht einmal feucht zu werden. Es ist schön. Wenn man aber schon einmal unter den Iguazu Fällen hindurch gefahren ist, ist doch alles ziemlich übersichtlich, auch wenn er der Wasserfall mit der größten Kraft der Welt ist.Read more
































TravelerImmer wieder beeindruckend
TravelerAbsolut. Und so ruhig. Abgesehen vom Tosen des Wassers
Traveler
Sehr schön! Was für eine Kraft!!!
TravelerJa ein toller Ort.