Murchison Falls Nationalpark
August 12 in Uganda ⋅ ☀️ 32 °C
Am Nachmittag brechen wir zu einer Pirschfahrt auf. Unsere Fahrt beginnt im Wald, der sich sehr schnell lichtet. Das Landschaftsbild verändert sich vollständig und wir fahren durch palmenbewachsenes Gebiet. Schließlich verschwinden die Palmen und Graslandschaften und Akazien dominieren die Szenerie. Wir haben die Savanne erreicht. Allerdings keine ausgedörrte, goldene, sondern eine leuchtend Grüne. Die Ebenen sind von Gazellen bevölkert. Heartbeast, Uganda-Kobs, und das keine Obiri grasen friedlich nebeneinander. Eine riesige Elefantenfamilie steht in einer Staubsenke und kühlt sich mit Staubschwaden. Wir entdecken Patas Affen und natürlich jeden Menge Pumbas und Baboons. Plötzlich stehen sie da. Giraffen. Recken ihren langen Hals in die Blätterkronen. Bis zum Horizont sieht man sie mit ihrem schaukelnden Gang durch hohe Gras und zwischen den Akazien entlanglaufen. Es sind nubische Giraffen. Sie tragen sozusagen weiße Socken. Wird eine Giraffe alt, hat sie dunkles Fell. Die Socken bleiben aber immer weiß. Die Akazien unter dem blauen Himmel zwischen den leichten Hügeln und entlang der rotbraunen Pisten sind der absolute Afrikatraum. Was für eine Landschaft. und dann taucht auch noch der lange Hals einer Giraffe vor der Akazie auf.
Ich liebe es, wenn mir der warme Fahrtwind ins Gesicht bläst, die Offroadpiste gemütlich vor sich hinruckelt, die Akazien an mir vorüberziehen und ich vom Staub der rotbraunen Erde eingezuckert werde. Heute Abend wird das schöne Rotbraun vermischt mit Seife im Abfluss der Dusche verschwinden. Morgen hole ich mir dann Neues.
Nicht so begeistert bin ich, als mich plötzlich etwas schmerzhaft in den Hals beißt. Ich packe zu und entferne das Tier. Jetzt gehöre ich also zum Club der Tse-Tse Fliege gebissenen. Solch eine schmerzhafte Angelegenheit brauche ich bitte nicht nochmals. Als ich mir abends meinen Hals besehe, hat er ein kleines Loch. Dort hat sie mir ein Stück Fleisch herausgebissen. Vielen Dank.
Wir erreichen den Nil, der sich wie ein silbernes Band durch die Landschaft zieht. An seinen Ufern wachsen Palmen, Flusspferde grunzen im Wasser. Die Ausblicke sind grandios. Eine Elefantenherde kommt vom Trinken zurück in die Savanne und zieht mit zwei Metern Abstand an unserem Auto vorbei. Dabei wird der eine oder andere Baum zu Kleinholz verarbeitet. Das Baby eilt, um mit den großen Schritten der Eltern mithalten zu können. Doch die Eltern passen auf, das Kleine ist immer irgendwo in der Mitte. Diese Elefantengruppe zu beobachten ist eines der Highlights des Tages.
Eine weite Ebene tut sich unter uns auf. Bis zum Horizont verteilen sich Gazellen und Giraffen. Die langen Hälse kann man von überall gut erkennen. Der schaukelnde Gang durch das meterhohe Gras gleicht einem Schiff im Ozean. Schließlich neigt sich der Tag dem Ende zu. Bei goldener Abendsonne durchstreifen wir die weiten Savannen und versuchen einen Löwen zu finden. Er muss irgendwo im Gras liegen. Ich kann ihn aber beim besten Willen nicht erkennen. Da es dunkel wird, müssen wir den Park für heute verlassen.Read more






































SYLWIA B.Da kann ich Dir nur zustimmen wenn es um den eleganten Gang einer Giraffe geht. Keiner läuft anmutiger. Keiner kann es besser als diese langbeinigen Schönheiten
TravelerEs ist so faszinierend ihnen zuzusehen. Ich könnte das stundenlang.
TravelerHeute fasse ich es mal zusammen! Das sind wieder so wunderbare Fotos! Die Tiere in dieser grünen Landschaft zu sehen, ist toll! Und wieder steigt die Afrikasehnsucht😊
TravelerEs freut mich sehr, dass ich die Afrikasehnsucht in dir wecken kann. die Tiere sind wunderschön und die Landschaften auch.