• Akklimatisierung in Xining

    April 1 in China ⋅ ☁️ 10 °C

    Wir laufen vom Bahnhof aus den großen Boulevard Richtung Moschee entlang. Eine der typischen breiten chinesischen Straßen mit hohen Häusern. Die Moschee besteht aus einem modernen Teil und dem alten Teil. Eine Moschee ist ein Tempel im alten tibetischen Stil. In Xining sind über 20% der Bevölkerung Muslime und der Glaube wird aktiv gelebt. Allerdings darf nur am Freitag zum Gebet gerufen werden. Und nur leise.
    Direkt hinter der Moschee beginnt der Markt. Wir sehen viel Unbekanntes und entdecken Yakfleisch. Wir probieren und entscheiden uns für die milde Variante. Das getrocknete Fleisch lassen wir schneiden und haben nun den perfekten Snack für die Zugfahrt. Dann probieren wir ausgebackene Teigtaschen mit einer Art Lauchfüllung. Auch sehr fein. Vor unserer Abfahrt wollen wir noch richtig Abend essen. Im Restaurant muss ich beinahe lachen. In unserem gesamten Saudi Arabien Urlaub habe ich vergeblich nach den Restaurants gesucht, in denen Frauen abgetrennt vom Rest der Gäste sitzen. Hier ist es nun soweit. Per Vorhang werden kleine Kabinen abgetrennt. Das habe ich nun überhaupt nicht erwartet.
    Wir mischen uns einen Tee aus Blättern und fügen Früchte bei, die wir am Ende auch essen. Immer wieder wird heißes Wasser aufgefüllt. So kühlt er nie ab. Das Essen ist lecker, aber scharf. Mit der Höhe kommen wir gut klar. Die 2300m spüren wir nicht. Wir bekommen unsere Einreisedokumente für Tibet und gehen auf 22Uhr zurück zum Bahnhof. Der Zug wird voll werden. Unsere Hoffnung, die Kabine alleine zu belegen, schwindet. Ein kurzweiliger Aufenthalt in Xining.
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