• Tag 15 St. Francis

    Feb 19–20 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    🚗 Von Lalibela Game Reserve zur Küste – ein landschaftlicher Roadtrip

    Die Fahrt beginnt im üppigen Buschland des Eastern Cape: Das Lalibela Game Reserve liegt eingebettet in weite Savannengebiete, wo Löwen, Elefanten, Büffel und viele andere Wildtiere durch endlose Gräser streifen. Die Morgenluft ist klar; in der Ferne seht ihr mit etwas Glück Giraffen und Zebraherden, die in der aufgehenden Sonne schimmern. Die lokale Vegetation ist eine dynamische Mischung aus buschigem Acacia-Wald, grasigen Ebenen und vereinzelt vermoosten Fynbos-Sträuchern – ein charakteristischer Kontrast zum trockeneren Karoo-Hinterland, das das Gebiet prägt. 

    Auf der N2 Richtung Süden verändert sich die Umgebung allmählich: Aus Busch und Savanne werden offene Felder und sanft geschwungene Agrarlandschaften. Hier dominiert die Landwirtschaft des Eastern Cape – Weizen, Mais und andere Feldfrüchte säumen die Straße, unterbrochen von Weideflächen für Rinder und Schafe. In einigen Tälern erkennt man kleine Farmgehöfte und windschiefe Scheunen, Zeugnisse der langen landwirtschaftlichen Tradition in dieser Region. Zwischen den Feldern zeichnen sich die gewundenen Bänder des Gamtoos-Flusses im Licht ab, eines der wichtigsten Wasserläufe, der hier weit gestreute Felder bewässert. 

    🌾 Über die R330 nach St. Francis Bay

    Nach der Abfahrt von der N2 auf die R330 nehmt ihr Kurs auf die Küste. Schon bald wird das Grün durch hellere Töne ersetzt: Sandige Böden und kleinere Felder wechseln mit Buschlandschaften und vereinzelten Zitrusplantagen. Die Fahrt entlang der R330 bietet zunehmend weite Südausblicke: auf euren rechten Seiten könnt ihr die weiten Ebenen zwischen Humansdorp und dem Kromme-River-Tal sehen, wo Landwirtschaft und Natur ineinander übergehen und Koppies (kleine Hügel) am Horizont erscheinen. 

    Je näher ihr der Küste kommt, desto stärker spürt ihr den Einfluss des Indischen Ozeans: die Luft riecht nach Salz, und die Vegetation verwandelt sich in robuste, windgeformte Sträucher und hohe Gräser entlang der Dünen.

    🌊 Seal Point – wo Land und Meer sich treffen

    Am Ende unserer Reise erreichen wir das Seal Point Lighthouse, ein markantes Wahrzeichen am südöstlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents. Der Leuchtturm wurde 1878 erbaut und dient seitdem als lebenswichtige Orientierung für Schiffe, die entlang der oft tückischen Küste des Eastern Cape segeln. Sein klassischer weißer Turm mit dem roten Dach ragt über die Felsen und Dünen hinaus und bietet einen atemberaubenden Panoramablick auf den Ozean und die vorgelagerten Riffe. 

    Die Geschichte von St. Francis Bay und Cape St. Francis selbst reicht zurück bis in die Zeit der frühen europäischen Seefahrer: bereits im 16. Jahrhundert gab der portugiesische Seefahrer Manuel Perestrelo der Bucht den Namen „Bahia de São Francisco“. Kleinere Fischerdörfer und Siedlungen entwickelten sich später entlang der Küste, geprägt von Seefahrt, Fischfang und dem rauen Leben am Meer. Heute ist St. Francis eine beliebte Ferienregion – bekannt für seine Kanäle, weißen Sandstrände und als Hotspot für Surfer, Naturliebhaber und Ruhesuchende. 

    🐧 Abschluss – ein Platz zum Verweilen

    Am Seal Point Nature Reserve könnt ihr entlang rauer Felsküsten spazieren, vielleicht Delfine oder südliche Glattwale beobachten, oder einfach das Rauschen der Wellen genießen. Die Kombination aus Buschveld-Safari, offenen Farmlandschaften und dramatischer Meeresküste macht diese Tagesroute zu einem perfekten Spiegelbild der Vielfalt des südafrikanischen Eastern Cape.
    Gespannt nehmen wir den „Bartschlüssel“ zum Leuchturmzimmer entgegen unf freuen und auf das Champagner Apero „Sunset“ auf dem Leuchtturm, welches Claudia für uns bestellt hat.
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