• Sterne über Africa

    May 20 in Botswana ⛅ 18 °C

    Hallo Ihr Freunde des Sterneguckens,
    Hier ist Eure Charlotte,
    Ich war mir nicht sicher, wie wir diese Nacht beschreiben sollten.
    Unsere Menschen mögen es, wenn sie daheim in Schwaan der Natur lauschen. Sie mögen auch, wenn es mal nicht so leicht ist, einer afrikanischen Live - Kamera und ihren Tonaufnahmen zu folgen. Heute gab es alles von allem.
    Doch von vorn:
    Die anderen Campbewohner staunten nicht schlecht, als wir uns auf den Weg machten, nach Einbruch der Dunkelheit das Camp zu verlassen.
    Unser Guide, inzwischen ausgerüstet mit einem ordentlichen Schießgewehr, brachte uns zu unserem Nachtquartier. Alles, was wir erwartet hatten, war fernab dem, was uns geboten wurde.
    Wir konnten den Geruch von Feuer wahrnehmen, bevor uns die Lichter der Petroleumlampen ins Auge fielen. Es war alles und noch viel mehr, was uns erwartete. Ein Koch hatte über offenem Holzfeuer verschieden Gussgefäße drapiert, die leckersten Inhalt verbargen. Die Kühlboxen hosteten Flaschen, Fläschchen und Ingredienzien, die man gern am Abend zu sich nimmt.
    Kurze Irritation, als man uns mit einem Walky Talky ausstattete, klar „safety first“. Unser Guide nächtigt gleich nebenan.
    Wir schöpften uns das Essen selbst am offenen Feuer aus den Schalen, genossen kühlen Wein und beschlossen dann, uns dem Sternenhimmel hinzugeben. Geschenk waren zwei kräftige Sternschnuppen und was man dann macht, weiß jeder selber.
    Ob man die ganze Nacht ob der Aufregung wach bleibt oder eher durch die wundervollen Geräusche einschläft…. Die Löwen und Hippos machen es nicht leicht, denn es sind gar kräftige Kampflaute, die durch die Nacht wabern.
    Schlussendlich und in Anbetracht des Weckers haben wir beschlossen, die Augen zu schließen, kurz vor Mitternacht. wir wollen die Gelegenheit nutzen und mit dem Guide vor dem Frühstück im Camp einen Kaffee zu genießen und darum machen wir jetzt die Äuglein zu.
    Charlotte over and out.

    Es ist fünf Uhr. Der Wind hat aufgefrischt und pustet über unsere zerknitterten Gesichter. Nicht mal den GT ausgetrunken, die Banausen. Der Guide leuchtet mit der Lampe als Check und kommt rüber mit einem Wasserkessel. Wir füllen die Stempelkanne mit köstlich duftendem Kaffeepulver und Ruck zuck werden die Lebensgeister geweckt. Für Pferd und mich gab’s heiße Schokolade.
    Wir hatten uns eine Petroleumlampe von der Nacht angelassen, die uns jetzt noch in der Dunkelheit Licht abgab.
    Wir spielen die Aufnahmen der Nacht ab und lernen, dass es ein Hippobrunftschrei war. Woher soll ein kleines Hippomädchen so was auch wissen??
    Die Uhr zeigte sechs, wir holperten im morgendlichen Dämmerlicht Richtung Camp und reihten uns in die Routine mit Eiern und ohne Porridge ein.
    Und schon ging’s wieder los, was der heutige Tag wohl bringen mag?
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