• Kanana. Onother day in Paradise

    May 21 in Botswana ⛅ 25 °C

    Mein lieber Scholli,
    Das muss ein Pferd ( und seine Menschen) erst mal verkraften….
    Gestern das Leopardentheater, und dabei hab ich ganz vergessen, dass wir am Nachmittag noch mal einen gesehen haben. Posend. Und dann noch einen bei der abendlichen Rückkehr. Das ist aber auch ein Fleckenteppich gewesen! Und dann hab ich doch glatt vergessen, dass wir noch einen Mokorotrip in den Sonnenuntergang gemacht haben. Kann schon mal viel werden für meinen kleinen Plüschkopf. Aber wir wussten ja, wie es geht und so wurde aus der kippligen Veranstaltung eine Tour mit Scherenschnittmotiven und einer Lektion, wie man in Afrika mit dem Sternenhimmel lebt. Stoff für drei Kapitel, alter Hengst 🙈
    Passend zum Erlebnis kamen gestern die digitalen Passierscheine für nach dem Trip, denn gleich nach unserer Rückkehr geht’s nach Bad Elster zu unserem Reisebüro. Darf nicht jeder rein! Wir schon. Wahrscheinlich müssen Pferd und ich wieder durch die Küchentür reinschleichen, weil nur die Menschen zum Jubiläum und Party machen geladen sind. Wer will schon Pferde und Hippos im Hotel? Wir. Ha. Werdet schon sehen da im Vogtland 😎 aktuell haben wir nur einen Gegner. Die Deutsche Bahn. Die reißen grad wieder irgendwo Schienen raus. Darum kümmern wir uns, wenn wir daheim sind.
    Heute erst mal Bergfest! Juhuu, erst die Hälfte vorbei 🛺🐘🐘🐘
    Und dann? Kommen zwei aus Konstanz daher und weil wir mit unseren Erdmännchenkofferanhängern ( ich korrigiere: wir haben jetzt auch andere….) Werbung fürs Reisebüro machen, erfahren wir, dass sie auch bei der Frau Svenja gebucht haben. Schöne Grüße übrigens!

    Wir also nach Katzenwäsche (unter der Luxusdusche im Sleep out wären wir erfroren) wieder aufn Bock.
    Die Natur klatscht nicht unbedingt in die Hände, wenn sie querfeldein berädert wird, doch die frisch zermalmten Wilden Basilikum Pflanzen strömten einen angenehmen Kräuterduft aus. Grad so viel, dass sie gegen die frische Elefantenkacke ankommen konnten.
    Das Dutzend Marabus wärmte erst noch seine frischgewaschenen Flügelfedern auf und glotzte, als wir über die Modderbrücke aus Holz und Aluminium rumpelten. Der Morgen hatte sich frisch gemacht für unser verschlafenes Septett, Pferd und ich rumpelten im Rucksack noch mit den SWISS Schlafanzügen und Zahnbürsten mit. Es gibt Schlimmeres…aber auch Schöneres.
    Und Zack. Löwen. Neun an der Zahl. Auch diese Mädels wollten von den ersten Sonnenstrahlen etwas abbekommen. Vier erwachsene Frauen mit vier mageren Rotzlöffeln hingen sichtlich hungrig an einem Termitenhügel rum. Da muss aber mal einer den Tisch decken! Dann stellt er uns GoGo vor. Nein, keine Tänzerin. Das sagen die hier auf Swan zu gaaaanz alten Leuten und das war eine Löwin, der man vierzehn Jahre anzählt. Glauben wir zwar nicht, aber will sich schon streiten?
    Wir zählen noch die Mietzen durch, da entdeckt der Guide, ist ja auch sein Job, einen Leoparden. Einen neuen.
    In ungewöhnlicher Sichtweite zu den Leos thront Mama Masala, eine sechsjährige Leopardin, auf ihrem Hügel und argwöhnt zu uns herüber. Wer weiß, dass diese Katzen Fressfeinde sind und sich gern auch tödlich an die Gurgel gehen, wundert sich um so mehr über dieses Schauspiel. Die kleinere der Katzen machte sich alsbald auf und stiefelte durchs hohe Gras davon.
    Was den Guide nicht davon abhielt, sie noch etwas zu verfolgen. Er hatte eh keine Idee mehr, was er uns noch zeigen könnte. Das geknautschte Gras duftete bis in den Rucksack hinein und uns wurde ganz duselig,
    . Darum haben wir die ganzen Ricola Dropse aufgelutscht und deshalb haben Pferd und ich jetzt Bauchweh. Ihr wisst ja, was Pferde vor der Apotheke machen 😳🤔
    Vorbei an einem anderen Pflanzenwunder. Da war mal ein Leberwurstbaum und dann kam eine schmarotzende Kletterfeige und hat ihn umgarnt und umschlungen und schließlich verputzt. Schaut selbst!
    Und dann und dann und dann, alle waren aufgeregt, einmal um die Kurve und Zack, Wildhunde.
    Da hat aber mal Mutter Natur das Füllhorn ausgeschüttet. Es waren die einzigen, von denen man hier zu berichten weiß, ein Ratpack. Also drei. Faul im Schatten dösend, doch wenn die losflitzen kommt eh kein Auto hinterher. Also die auch noch verfilmt und dann, ohne Mecker,, dass wir zu spät zum Mittach kamen, wieder retour. Zu spät? Warum? Na weil wir doch noch mal gucken mussten, ob die Löwinnen da waren. Klaro, wie Panther zum Sprung bereit, als sie ein Impala sahen. Aber weil die Konstanze (rin) Panik bekam und bestimmt mit dem Rotkreuzkasten losgelaufen wäre, hätten sie das Kitz flachgelegt, haben sich die Löwinnen das alles noch mal durch die Mähne rieseln und davon abgelassen.
    Soooo, jetzt muss ich etwas Nachtschlaf nachholen, damit ich um viere nicht von der Bank kippe.
    Habt Spaß und ich sag mal Ricolaaaaahhhhhh
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