• Tag 5 - Ramenabenteuer mit Beipackzettel 🍜

    February 21 in Japan ⋅ ☀️ 14 °C

    Heute haben wir Tokio erstmal verschlafen. Ausschlafen scheint sich langsam zur Urlaubsdisziplin zu entwickeln. Nach dem Frühstück dann die nüchterne Diagnose: Roger fällt aus. Gestauchtes Fussgelenk, Schmerzen beim Laufen, Stimmung… sagen wir „mittelprächtig“. Aber Rollenverteilung ist klar: Er Hotel, ich Abenteuer.

    Alleine mache ich mich auf den Weg in den **Kokyo Gaien National Garden** – eine riesige grüne Oase mitten in der Stadt. Beim Eingang wie üblich eine Sicherheitskontrolle. Denn weite Rasenflächen, alte Tore, Wassergräben und drumherum Tokios Skyline. Geschichte trifft Grossstadt, ganz ohne Gedränge. Früher Teil der Edo-Burg und Residenz der Tokugawa-Shogune, heute perfekt zum Schlendern.... Bis der Hunger kam.

    Google schickte mich zu einem Ramen-Restaurant, das eher aussah wie ein Geheimclub: **9 Sitzplätze, 1 Koch, 1 Automat.** Bestellen am Automaten – natürlich komplett auf Japanisch. Ich stand da wie ein Esel am Berg. Rettung nahte in Form einer netten jungen Japanerin, die sich meiner erbarmte (grundsätzlich erleben wir die Japaner als sehr hilfsbereit). Ich wusste nicht, *was* ich bestellte – nur *dass* ich bestellte. Ergebnis: Volltreffer. Fantastische Ramen, null Ahnung, was genau drin war, aber eindeutig Glück gehabt, es war sehr gut... ich habe alles aufgegessen.

    Tokio ist sehr geordnet und sauber. Man weiss immer genau wo man laufen muss (ist explizit angeschrieben, auch auf der Rolltreppe steht man links...rechts geht man, aber es gibt auch klare Hinweise auf dem normalen Gehsteig). Die öffentlichen Toiletten sind kein Vergleich zu Schweiz... sie sind hier total sauber und es stinkt gar nicht. Zurück im Hotel dann die gute Nachricht: Rogers Fuß war dank meiner mitgebrachten Medikamente schon deutlich besser. Mission „Pflegepersonal Claudia“ erfolgreich abgeschlossen.

    Morgen geht’s weiter nach **Hakone**. Hoffentlich mit zwei funktionierenden Füssen.
    Read more