• Tag 29 - Hoi An (Kochkurs +div.Sehenswürdigkeiten)

    17 Mac, Vietnam ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir starteten den Tag auf dem farbenfrohen Hauptmarkt von Hoi An – ein echtes Fest für die Sinne. Überall stapelten sich frische Kräuter, exotisches Obst, Gemüse und Meeresfrüchte. Man bekommt hier einen wunderbaren Eindruck davon, wie vielfältig und aromatisch die vietnamesische Küche ist.

    Danach ging es für etwa eine Viertelstunde mit dem Red Bridge Boot entlang des Hoi-An-Flusses. Während der Fahrt genossen wir die entspannte Atmosphäre und beobachteten das alltägliche Leben am Wasser – Fischer, kleine Boote, Palmenufer… fast schon kitschig schön.

    Dann wurde es ernst: Kochen war angesagt! Statt einfach nur zu essen, mussten wir unser Mittagessen selbst zubereiten. Auf dem Menü standen frische Reispapierrollen mit Garnelen, knusprige Hoi-An-Pfannkuchen mit Kräutern und Erdnusssauce, ein Meeresfrüchtesalat mit den berühmten Tra-Que-Kräutern sowie Mi Quang Hühnernudeln. Es hat nicht nur Spaß gemacht, sondern auch erstaunlich gut geschmeckt – wahrscheinlich, weil wir danach doppelt so stolz waren. Mit randvollem Bauch ging es weiter.

    Am Nachmittag tauchten wir tiefer in die Geschichte der Altstadt ein. Zuerst besichtigten wir ein traditionelles Handelshaus aus dem 18. Jahrhundert. Diese alten Häuser sind schmal, aber lang gebaut, mit einem offenen Innenhof zur Belüftung. Besonders spannend: Sie vereinen vietnamesische, chinesische und japanische Architekturelemente und wurden früher sowohl als Wohnhaus als auch für den Handel genutzt. Die Häuser sind direkt am Fluss gebaut und werden regelmässig überflutet. Im Haus sind Markierungen, wie hoch das Wasser jeweils gestanden hat.

    Danach besuchten wir einen chinesischen Tempel, der der Meeresgöttin gewidmet ist. Seeleute und Händler beteten hier früher für eine sichere Überfahrt. Der Tempel ist reich verziert mit Räucherspiralen, Drachenmotiven und kunstvollen Altären.

    Zum Abschluss schauten wir uns noch die berühmte überdachte japanische Brücke an, die einst von der japanischen Gemeinde gebaut wurde. Sie verbindet zwei Stadtteile und ist eines der Wahrzeichen von Hoi An. Im Inneren befindet sich sogar ein kleiner Tempel – eine interessante Mischung aus Brücke und spirituellem Ort.

    Die Brücke ziert übrigens auch den 20'000 Dong-Schein (= ca. CHF 0.60). Ein kleines Abenteuer für sich ist übrigens auch das Geld in Vietnam. Man hantiert ständig mit riesigen Zahlen und fühlt sich kurzzeitig wie Millionär. 20.000 Dong entsprechen gerade mal etwa 60 Rappen – und gleichzeitig gibt es Scheine bis hinunter zu 1.000 Dong, die kaum 3 Rappen wert sind. Münzen? Fehlanzeige. Alles läuft über Scheine, und die sehen sich teilweise auch noch ziemlich ähnlich. Da greift man schnell mal daneben und zahlt versehentlich das Zehnfache – was zum Glück immer noch kein Vermögen ist. Ein bisschen Kopfrechnen und genaues Hinschauen gehören hier definitiv dazu.

    Hoi An, früher auch Faifo genannt, ist eine Küstenstadt in Zentralvietnam mit rund 120.000 Einwohnern und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt ist ein außergewöhnlich gut erhaltenes Beispiel für einen südostasiatischen Handelshafen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Die Architektur und Straßen spiegeln die Einflüsse verschiedener Kulturen wieder.

    Nach diesem kulinarisch und kulturell intensiven Tag war klar: Abendessen fällt heute aus. Wir waren einfach immer noch satt…
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